Kabar yang menurut saya seru banget: Dongker menggandeng Inner Sight Games untuk membuat Dongker vs The Ratocrats, gim roguelite beat 'em up yang musiknya diadaptasi dari album Melankolia Radikal.
Latarnya Ratpublic, negara fiktif yang dikuasai politisi tikus, robot aparat, dan goblin birokrat. Tokoh utamanya Dollar, maskot Dongker yang bisa berubah jadi robot raksasa alias mecha, untuk melawan rezim korup dan menghancurkan simbol-simbol kekuasaan. Jadi selain baku hantam, gim ini juga satir politik.
Ketiga personel Dongker, Delpi, Arno, dan Dzikrie, jadi pilihan pilot dengan gaya bertarung berbeda: karakter gitaris mengandalkan cakar cepat dan perisai energi, vokalis memakai lolongan gelombang kejut dan gigitan, sementara drummer punya pukulan berat dan serangan bor. Pemain akan menjelajahi distrik, kawasan pemerintahan, dan gedung-gedung politik ikonik Ratpublic sambil menghadapi unit antihuru-hara, mesin pengawasan, sampai goblin birokrat.
Bagian musiknya yang paling bikin penasaran: lagu-lagu Melankolia Radikal diolah jadi trek instrumental pengiring pertarungan. Album berisi 11 lagu itu dirilis lewat Greedy Dust Records pada 28 Agustus 2026, termasuk "Takbir Terdengar Kejam", "Lautan Bunga Warna Terang", dan "Lagu Selepas Hujan".
Ini bukan kolaborasi pertama mereka. Sebelumnya ada Dongker Beats, gim ritme bergaya 8-bit untuk ponsel. Dongker vs The Ratocrats masih dalam pengembangan untuk PC lewat Steam, dan tanggal rilisnya belum diumumkan. Kabar terbarunya akan dibagikan lewat Instagram resmi Dongker dan Inner Sight Games.
Sumber: Pophariini
Ich unterrichte seit mehr als fünfzehn Jahren Gitarre, und eine Frage höre ich immer wieder: Wie fange ich bei null an? Es ist normal, sich angesichts von etwas so Großem verloren zu fühlen. Die zweite Sorge ist fast immer, ob man nicht zu alt ist, um anzufangen. Meine Antwort ist ein klares Nein: Es ist nie zu spät. Der beste Zeitpunkt ist der, an dem du anfangen kannst und es vor allem genießen kannst.
Als Erstes brauchst du eine Gitarre, und dabei musst du es dir nicht schwer machen: Eine geliehene, gebrauchte oder neue tut es. Ich habe mit einer halb kaputten Konzertgitarre angefangen, die ein Cousin verlassen auf einer Baustelle gefunden hatte. Wenn du E-Gitarre spielst, helfen ein Verstärker oder Kopfhörer mit Multieffekten, aber am ersten Tag sind sie nicht unbedingt nötig.
Danach brauchst du Anleitung: einen Privatlehrer, einen Onlinekurs, YouTube-Videos oder eine Musikschule in deiner Nähe. Jede Option hat ihre Vor- und Nachteile, und es ist ganz normal, zwischen ihnen zu wechseln. Wichtig ist, einen Weg zu haben und nicht aufzugeben. Lernen gelingt, indem man kleine Erfolge sammelt: ein Akkord, der heute besser klingt als gestern, ein Akkordwechsel, der langsam ohne Nachdenken klappt.
Mein letzter Rat: Genieße den Weg. Das Wichtigste ist die Musik, nicht das Tempo. Wenn du noch zögerst, trau dich, denn ein Instrument zu spielen ist eine Lebenserfahrung, die man nie vergisst.
Quelle: David García
3voor12 hat Fat Dog zum Album der Woche gekürt, und nach der Kritik von Seth de Wildt bin ich ziemlich neugierig geworden. Es geht um das zweite Album der Londoner Band: Cancel Me (I'm Tired).
Die Fünferformation entstand in der Coronazeit im Süden Londons, als Reaktion auf Bands, die sich selbst zu ernst nahmen. Ihre Liveshows gelten als extrem energiegeladen und chaotisch, und die Band genoss schon Kultstatus, bevor offizielle Musik erschien. Das Debüt WOOF. aus dem Jahr 2024 beschreibt der Rezensent als kompromisslos und intensiv.
Auf dem neuen Album bleibt die Intensität, aber es gibt auch ruhigere Momente. Der Titel verbindet die Erschöpfung durch endlose Touren mit der Cancel Culture: Wenn man gecancelt wird, kann man sich wenigstens eine Weile ausruhen. Die Musik mischt New Wave, Dance, Punk und Indie.
Die Rezension hebt einige Stücke hervor. „Smile and Wave“ beginnt als kräftige, überwiegend spaßige Punkplatte. Der Titelsong ist ein Synthpop-Stück, das an die Neunziger erinnert und sich besser zum Tanzen eignet. „Shit love“ erinnert den Rezensenten an den schlecht synchronisierten Vorspann einer amerikanischen Teenie-Serie. „Heart of Darkness“ ist ein zugänglicher Indie-Song mit eingängiger Melodie, bei dem Sänger Joe Love im Vordergrund steht, und der Rausschmeißer „Aliens“ beginnt klein und wird immer größer.
Der Rezensent nennt das Album eine „Mülltonnenrasse, die in alle Richtungen geht“, anders als die früheren Werke, aber mit wiedererkennbarem Humor. Es klingt nach einer Platte, die ich zuerst laut hören möchte, bevor ich mir ein Urteil erlaube, und allein die Beschreibung macht mich neugierig.
Quelle: 3voor12
In der Musikbranche ist gerade ein ungewöhnlicher Betrugsfall mit einem Urteil zu Ende gegangen, und ich finde, er verdient eine Erzählung. Laut VnExpress wurde Michael Smith, 54 Jahre alt und aus North Carolina in den USA, zu 18 Monaten Haft, zwei Jahren Bewährung und einer Geldstrafe von mehr als 8 Millionen US-Dollar verurteilt, weil er Online-Musikplattformen getäuscht hatte, um sich Tantiemen anzueignen.
Der Staatsanwalt Jamie McDonald von der Staatsanwaltschaft des Südbezirks von New York erklärte, Smith habe KI zum Betrug genutzt. Das FBI nahm ihn im September 2025 fest, und er bekannte sich im März dieses Jahres schuldig. Die Machenschaften liefen von 2017 bis 2024 in drei Schritten ab: Er legte Tausende Bot-Konten bei Spotify, YouTube Music, Apple Music und Amazon Music an; mit diesen Konten spielte er ununterbrochen KI-generierte Songs ab, die er als seine eigenen Werke ausgab; und dann kassierte er Tantiemen auf Basis erfundener Hörzahlen.
Eine Zahl ist mir besonders aufgefallen: Laut Tom's Hardware spielten Smiths Bot-Konten im April 2023 über Familientarife 80,9 Millionen Mal KI-Musik ab, während der gesamte Katalog von Taylor Swift im selben Zeitraum über Familientarife auf YouTube Music nur 9,3 Millionen Abrufe erreichte. Um nicht aufzufallen, verteilte er die Abrufe auf Tausende Songs, sodass kein einzelner Titel ungewöhnliche Hörzahlen zeigte, und zeitweise betrieb er gleichzeitig bis zu 10.000 Bot-Konten.
Der Artikel zitiert außerdem einen Kommentar auf X, wonach Smith mit KI sowohl die Musik als auch das Publikum erschaffen und Millionen Dollar mit Songs verdient habe, die in Wirklichkeit niemand hörte. Für mich erinnert diese Geschichte daran, dass Künstler und die Musikbranche künftig immer genauer zwischen echten und falschen Hörern unterscheiden müssen.
Quelle: VnExpress
Afisha Daily hat über das neue Album von Shortparis, „Ilias“, geschrieben. Der Text der Autorin, die sich in der Redaktion als größte Fanin der Band bezeichnet, las sich jedoch wie ein persönlicher Brief. Hier ist das Wichtigste daraus.
Das Album entstand zusammen mit Nikolai Komjagin, der am 20. Februar 2026 gestorben ist. Die Autorin rät, die Platte zu hören, ohne die Pressemitteilung zu lesen oder das Cover anzusehen. Sie erinnert daran, dass die Videos und Auftritte von Shortparis früher künftige Ereignisse gleichsam vorwegzunehmen schienen, und sie verbindet den Albumtitel mit dem heutigen neuen Interesse an Homer. Ihrer Meinung nach passen auch der Text des Titelstücks und das Lied „Abschied“ in dieses Muster. „Abschied“ ist der einzige Titel, der allein Komjagin als Urheber nennt, ohne die Band.
Die Pressemitteilung zitiert Tschernyschewski über ein „kühnes, lebhaftes kleines Lied“: Bei Konzerten las Komjagin diese Passage laut vor, um das Publikum zu beruhigen. Das Album klingt sehr vielseitig: schmutzige Gitarrenriffs, elegante Lieder auf Französisch und ein leuchtender, fast an Rockoper oder Musical erinnernder Sound, in dem tragische und beängstigende Themen episch werden. Auch ein Gospelchor und Blechbläser sind zu hören.
Die Autorin erinnert sich, dass im Nachruf auf Komjagin bei Afisha seine Worte zitiert wurden: Das nächste Album werde ein herausragendes Werk sein. Entscheidend ist, dass „Ilias“ ein geplantes Release ist und keine posthume Zusammenstellung, und für die Autorin ist das eine bedeutsame Antwort auf die Frage, ob sich das Singen überhaupt lohnt.
Ich habe das Album nicht vollständig gehört und möchte daher den Klang nicht bewerten. Aber die Art, wie darüber gesprochen wird, bringt mich dazu, die Platte auf meine Hörliste zu setzen, schon allein wegen „Abschied“.
Quelle: Afisha Daily
Heute jährt sich der Tod von Marek Grechuta zum 20. Mal, und Interia Muzyka hat an seine Geschichte erinnert. Ich möchte diesen Text zusammenfassen, weil er den Künstler von einer weniger bekannten Seite zeigt.
Grechuta starb am 9. Oktober 2006 in Krakau im Alter von 60 Jahren an Herzversagen. Er wurde auf der Allee der Verdienten des Rakowicki-Friedhofs beigesetzt. Seine Musik verband Lyrik mit Chanson, Jazz, Rock und klassischen Instrumenten. Zu seinen bekanntesten Liedern gehören „Dni, których nie znamy“, „Niepewność“, „Będziesz moją panią“ und „Wiosna, ach to ty“.
Für das Architekturstudium zog er von Zamość nach Krakau. 1966 gründete er zusammen mit Jan Kanty Pawluśkiewicz das Architektenkabarett Anawa, das später seine Band wurde. Ihr Debütalbum von 1970, „Marek Grechuta & Anawa“, enthielt „Nie dokazuj“, „Niepewność“ und „Będziesz moją panią“. Mit der Gruppe WIEM („W Innej Epoce Muzycznej“) erkundete er den Jazz auf den Alben „Droga za widnokres“ und „Magia obłoków“.
Am meisten Beachtung fand seine Krankheit. Grechuta litt an einer bipolaren Störung, und schwierige Phasen beeinträchtigten seine Arbeit und seine Auftritte. Manchmal unterbrach oder sagte er Konzerte ab und vergaß Liedtexte. Manche machten Alkohol dafür verantwortlich, doch seine Angehörigen bestritten das. In Marta Sztokfisz' Buch „Chwile, których nie znamy“ beschreibt Magda Umer, wie schwer es in schlechten Zeiten war, mit ihm zu arbeiten; die einzige Person, die seine Ängste ertrug, war seine Frau Danuta, die er 1970 heiratete. Kora erinnert sich an den Stress der Tourneen und an seine Empfindlichkeit gegenüber Kritik.
Kurz vor seinem Tod erhielt er 2006 beim Festival in Opole den Grand Prix für sein Lebenswerk. Für mich verändert diese Geschichte die Art, wie ich seine Lieder höre: Unter der Ruhe lag viel mehr.
Quelle: Interia Muzyka
Das Musikvideo zum neuen Song „夕星-ゆうづつ-“ von RADWIMPS ist erschienen. Laut einem Bericht von BARKS ist das Lied das Titelthema des Films 『汝、星のごとく』, und das Video kam am selben Tag wie der Filmstart heraus. Der Song selbst wurde am 2. Oktober um Mitternacht digital veröffentlicht.
Regie führte Michihito Fujii, der auch den Film inszeniert hat. Gedreht wurde in Imabari in der Präfektur Ehime, dem Schauplatz des Films, in der Bucht, in der die Hauptfiguren Kai Aono und Akatsuki Inoue Zeit miteinander verbringen. Das Video verbindet Bandszenen mit Szenen aus dem Film. Die Auftrittsszenen wurden am Tag des Onmaku-Feuerwerksfestivals in Imabari im August 2026 aufgenommen, und die Band soll vor echten Feuerwerken gespielt haben.
Die Vorlage ist der Roman 『汝、星のごとく』 von Yu Nagira. Im Film spielen Ryusei Yokohama und Suzu Hirose die Hauptrollen, das Drehbuch stammt von Naoko Adachi, die Musik von Kō Omama. Er erzählt von der Liebe und dem Schicksal zweier Menschen über 15 Jahre auf den Inseln der Seto-Inlandsee. Yojiro Noda kommentierte: „Das eigene Glück kann man selbst bestimmen“, und sagte, das Werk habe ihm Hoffnung gegeben.
Spannend ist vor allem der erste TV-Auftritt. RADWIMPS treten am Freitag, dem 16. Oktober, von 21:00 bis 21:54 Uhr in der TV-Asahi-Sendung „Music Station“ auf und wollen „夕星-ゆうづつ-“ dort erstmals im Fernsehen präsentieren.
Ich bin gespannt, wie das Video mit der Band unter echtem Feuerwerk und einem Lied, das so nah am Ende des Films liegt, wirkt. Zuerst schaue ich mir das Video an und warte dann auf den Music-Station-Tag.
Quelle: BARKS
Gerade macht ein Zitat von Thom Yorke die Runde, das mich seltsam tröstlich fand: Auch die Menschen hinter einem Klassiker können es satt haben. Laut NME erklärte Yorke in einem langen Gespräch mit Harry Styles für den Rolling Stone, dass er OK Computer, das Radiohead-Album von 1997, schon vor seiner Veröffentlichung überdrüssig war.
Seine Begründung ist einfach. Die Band hatte die Songs schon vor dem Erscheinen des Albums so oft gespielt, dass er das Bedürfnis verspürte, weiterzuziehen. Als der Manager ihnen sagte, sie müssten zwei Jahre touren, um das Album zu bewerben, habe Yorke darum gebettelt, es nicht tun zu müssen. Die Tournee lief von Mai 1997 bis April 1998 mit über hundert Shows. „Zwei Jahre später waren wir immer noch unterwegs“, sagte er und nannte die Lage wirklich verkorkst.
Er erinnerte sich auch an ein Konzert im November 1997 in Birmingham, bei dem er den Soundcheck verließ, seine Security verlor und sich in einem Zug versteckte. Das beschreibt er als die Situation, in der er einer Flucht am nächsten kam. NME merkt an, dass Bassist Colin Greenwood diese Tournee 2003 als den schlimmsten Moment der Band bezeichnete, teilweise wegen der Belastung für Yorke.
Es gibt auch einen neueren Strang. Radiohead kündigte im September 2025 ihre Rückkehr auf die Bühne an, ihre ersten Shows seit über sieben Jahren, und spielte im November und Dezember 20 Arenakonzerte in Madrid, Bologna, London, Kopenhagen und Berlin. Yorke erzählte Styles, die Reunion-Tournee habe sein Selbstvertrauen massiv erschüttert, und er habe Monate gebraucht, um sich davon zu erholen. Anfang dieses Jahres überreichte ihm Styles ein Ivor Novello Fellowship, und Yorke präsentierte dort einen neuen Song namens „Space Walk“.
Zum Kontext: OK Computer ist in Großbritannien fünffach mit Platin ausgezeichnet und hat sich über 4,5 Millionen Mal verkauft, mit „Paranoid Android“ und „No Surprises“ als bekanntesten Singles. Was ich daraus mitnehme: Ein Album kann für die Hörer ein Meisterwerk und für die Macher eine Plackerei sein, und beides kann gleichzeitig wahr sein.
Quelle: NME
Auf Infobae las ich eine persönliche Kolumne von Guillermo E. Pintos, die er schrieb, nachdem er vom Tod des italienisch-argentinischen Singer-Songwriters Piero erfahren hatte. Ich fand es sehr schön, sich so von einem Künstler zu verabschieden: indem man erzählt, was seine Musik in einem ganz gewöhnlichen Haushalt bedeutet hat.
Pintos erinnert sich an seine Kindheit am Stadtrand von Olavarría, Mitte der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre, als Radio und Plattenspieler den ganzen Tag liefen und ihm die Tür zu neuer Musik öffneten. Er nennt Ricardo Soulé und Vox Dei sowie das Album „Cuero caliente“, das seine Familie für den Bruder aus La Plata mitbrachte. Sein Vater Víctor Pintos moderierte sonntags eine Sportsendung im lokalen Radiosender LU 32, und jeden Vatertag eröffnete er die Sendung mit „Mi viejo“ und las einen Text vor, den er für seinen eigenen Vater geschrieben hatte.
Für den Autor drückt das Lied die Zuneigung zwischen zwei wortkargen Männern aus, die sich nie nahekommen und nie sagen konnten, was sie fühlten. Er erinnert sich auch an das Duo aus Piero und dem Journalisten und Schriftsteller José Tcherkaski, der die Texte mit sozialem Blick und alltäglichen Figuren schrieb, während Piero Musik und Interpretation beisteuerte. Daraus entstanden „Mi viejo“, „Pedro Nadie“, „Juan Boliche“, „Para el pueblo lo que es del pueblo“ und „Un hombre común“.
Die Kolumne berichtet außerdem, dass Rubén Blades, als er in Panama Jura studierte, sagte, Piero sei der erste Künstler gewesen, der die Ballade in ein urbanes Format mit sozialer Handlung gebracht habe, und dass Blades Jahre später „Pablo Pueblo“ komponierte. Zu „Juan Boliche“ bemerkt Pintos, dass die Bar der einzige Ort ist, an dem diese Figur gesellschaftlich existiert, und dass der Eigenname, mit dem Namen des Ortes verschmolzen, sie Teil der Landschaft werden lässt. Er erinnert sich auch an Mercedes Sosa, die im Februar 1982 im Teatro Ópera „Soy pan, soy paz, soy más“ sang, noch unter der Diktatur, als Akt kollektiver Heilung.
Die Kolumne endet mit „Buen viaje, tano“. Mir bleibt der Gedanke, dass ein kurzes Lied Jahrzehnte voller Zuneigung bewahren kann.
Quelle: Infobae
Dass Claudio Baglioni wieder live auftritt, freut mich. In einem von der ANSA berichteten Gespräch erklärte der Cantautore, dass er bei seiner Erkrankung vor einigen Monaten befürchtet habe, nie wieder auf einer Bühne zu stehen. Seine Rückkehr beschreibt er als Neuanfang, und er sagt, auf der Bühne verstecke er sich am besten.
Wegen der erzwungenen Pause wurde seine Großtournee „La Vita è adesso“ auf den Sommer 2027 verschoben. Zuvor steht aber noch „Che notte è questa!“ an, sieben Konzerte auf der Piazza di Siena in der Villa Borghese in Rom: am 24., 25., 27. und 28. Oktober, vom 30. bis 31. Oktober sowie am 1. November.
Der Ort ist kein Zufall. Am 24. Oktober 1982 hatte Baglioni genau hier auf der Piazza di Siena mit „Alé-oò“ gespielt, einem der ersten großen Open-Air-Konzerte Italiens mit rund 250.000 Besuchern. Er erinnert sich daran als Wendepunkt; wenige Tage später ließ er sich die Haare schneiden, um eine Ära abzuschließen. 44 Jahre später kehrt er zurück.
Der Abschied ist für den 23. Oktober 2027 an den Fori Imperiali angesetzt, am Ende einer Tournee mit etwa 50 Konzerten in ganz Italien. Baglioni stellt klar, dass es vielleicht nicht sein letzter Live-Auftritt sein wird, wohl aber der letzte dieser Art, und dass er keine reine Feierabend-Gala wolle. Er erinnert sich auch an alle Orte in Rom, an denen er gespielt hat: von Stadien bis zum Foro Italico, von der Aula Magna seiner Universität bis zum Vatikan, vom Kolosseum bis zu Gefängnissen und zum Quirinal. Die einzigen, die fehlen, seien Innenhöfe, sagt er. Mit 75 Jahren träumt er davon, eines Tages in Centocelle zu spielen, seinem alten Viertel.
Ich mag die Offenheit dieser Worte. Auf dem Kapitol, wo Bürgermeister Gualtieri ihn empfing, gab es sogar Raum für Ironie: Auf die Frage, ob er wieder das Sanremo-Festival leiten werde, scherzte Baglioni, es wäre besser, einen Tag lang Bürgermeister zu sein.
Quelle: ANSA
Die südkoreanische Gruppe BIGBANG ist mit ihrer Rückkehr nach Taiwan nach elf Jahren zum Gesprächsthema der Musikszene geworden. Laut der Nachrichtenagentur Central News Agency gibt die Gruppe ab dem 9. Oktober drei Abende in Folge das Konzert „XX : COSMOS“ im Taipei Dome, und allein am ersten Abend kamen rund 40.000 Fans. Der letzte Taiwan-Auftritt war 2015 das Konzert „MADE“ in der Taipei Arena.
Derzeit tritt die Gruppe als Trio mit TOP, G-Dragon (GD, Kwon Ji-yong) und Daesung auf, diesmal standen aber alle gemeinsam auf der Bühne. Der Mandopop-Superstar Jay Chou schickte einen Blumenkorb zur Gratulation. Die erste Show begann mit „FANTASTIC BABY“, dem Hit mit 670 Millionen Aufrufen auf YouTube, danach folgten „HANDS UP“, „TONIGHT“, „BLUE“ und „LOSER“. Bei „TONIGHT“ wiederholte GD die berühmte Szene, in der er seine Gitarre zerschlägt, und die Halle explodierte.
Auch die drei Mitglieder bemühten sich um Nähe zu den taiwanischen Fans. GD begrüßte das Publikum auf Chinesisch und stellte sich als „Drachenbruder“ vor, Daesung stellte sich ebenfalls auf Chinesisch vor und sagte, er habe die Fans vermisst, und TOP rief seine Liebe auf Taiwanesisch ins Publikum. TOP verriet außerdem, dass Taipeh der erste asiatische Stopp dieser Tour ist, dass er am Vorabend angekommen ist und Rindfleischnudeln und Ananaskuchen gegessen hat, und lobte die herzliche, leidenschaftliche Stimmung der Fans.
Jedes Mitglied hatte außerdem einen Solo-Auftritt. Als TOP von der Bühne ging, rutschte er zwei Stufen hinunter, konnte sich aber schnell am Geländer festhalten und stürzte nicht. Später ging er ins Publikum, hielt die Hände der Fans und sang mit ihnen, was alle überraschte und erfreute.
Trotz der elfjährigen Pause glaube ich, dass 40.000 Menschen nicht nur wegen der alten Songs gemeinsam mitsingen konnten, sondern auch wegen der Aufrichtigkeit dieser Mitglieder, die in der Sprache ihres Publikums sprechen wollten. Es stehen noch zwei Abende aus, wer hingehen möchte, sollte also nachschauen.
Quelle: Central News Agency
Ich habe schon eine Weile auf Iolandas erstes Album gewartet, und „Quebranto“ ist tatsächlich am 8. Oktober erschienen. Dreizehn Titel, bereits auf den digitalen Plattformen, mit Singles wie „Olha P’ra Ela“, „Responso“ und „Noite Inteira“.
Was mich an der Platte interessiert, ist die Rückkehr zu den Wurzeln Zentralportugals, ohne zum Museumsstück zu werden. Das Wort „quebranto“ – der böse Blick, der Zustand, in dem man sich befindet, nachdem jemand ihn auf einen geworfen hat – stammt aus dem Dorf, in dem sie aufgewachsen ist. Sie selbst sagt, das Album beginne damit, dass jemand ihr den Quebranto nimmt, und nach dem Gebet komme zum Vorschein, was darunter lag: Traumata, Ängste, Entscheidungen, Kummer.
Musikalisch zieht sich die Viola braguesa durch fast alles und trifft auf Cavaquinhos, Streicher, Akkordeon, Synthesizer und Programmierungen. Eröffnet wird mit der Stimme von Avó Lena über Gitarre und Braguesa. Produziert von Luar, mit Iolanda als Koproduzentin; beim Songwriting tauchen Namen wie Carolina Deslandes, Agir, LEFT., Milhanas, Extrazen und xtinto auf.
Die Live-Präsentation ist für den 7. Dezember im Coliseu dos Recreios angesetzt, im 360º-Format mit dem Publikum rundherum. Für mich ist das genau die Art portugiesischer Platte, die ich diesen Herbst hören will: idyllisch, melancholisch und zugleich zeitgemäß.
Quelle: Rádio Comercial