Musik & Instrumente

Marek Grechuta 20 Jahre nach seinem Tod: Die Krankheit hinter den Schwierigkeiten auf der Bühne

Heute jährt sich der Tod von Marek Grechuta zum 20. Mal, und Interia Muzyka hat an seine Geschichte erinnert. Ich möchte diesen Text zusammenfassen, weil er den Künstler von einer weniger bekannten Seite zeigt.

Grechuta starb am 9. Oktober 2006 in Krakau im Alter von 60 Jahren an Herzversagen. Er wurde auf der Allee der Verdienten des Rakowicki-Friedhofs beigesetzt. Seine Musik verband Lyrik mit Chanson, Jazz, Rock und klassischen Instrumenten. Zu seinen bekanntesten Liedern gehören „Dni, których nie znamy“, „Niepewność“, „Będziesz moją panią“ und „Wiosna, ach to ty“.

Für das Architekturstudium zog er von Zamość nach Krakau. 1966 gründete er zusammen mit Jan Kanty Pawluśkiewicz das Architektenkabarett Anawa, das später seine Band wurde. Ihr Debütalbum von 1970, „Marek Grechuta & Anawa“, enthielt „Nie dokazuj“, „Niepewność“ und „Będziesz moją panią“. Mit der Gruppe WIEM („W Innej Epoce Muzycznej“) erkundete er den Jazz auf den Alben „Droga za widnokres“ und „Magia obłoków“.

Am meisten Beachtung fand seine Krankheit. Grechuta litt an einer bipolaren Störung, und schwierige Phasen beeinträchtigten seine Arbeit und seine Auftritte. Manchmal unterbrach oder sagte er Konzerte ab und vergaß Liedtexte. Manche machten Alkohol dafür verantwortlich, doch seine Angehörigen bestritten das. In Marta Sztokfisz' Buch „Chwile, których nie znamy“ beschreibt Magda Umer, wie schwer es in schlechten Zeiten war, mit ihm zu arbeiten; die einzige Person, die seine Ängste ertrug, war seine Frau Danuta, die er 1970 heiratete. Kora erinnert sich an den Stress der Tourneen und an seine Empfindlichkeit gegenüber Kritik.

Kurz vor seinem Tod erhielt er 2006 beim Festival in Opole den Grand Prix für sein Lebenswerk. Für mich verändert diese Geschichte die Art, wie ich seine Lieder höre: Unter der Ruhe lag viel mehr.

Quelle: Interia Muzyka

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