Encore un simulateur FPV ? Oui, mais celui-là donne vraiment envie d'essayer. ShramkoGSFPV est l'œuvre d'Andrii Shramko, un développeur polonais, et il coche plusieurs cases d'un coup : il est gratuit, il fonctionne directement dans le navigateur (Chrome de préférence), il est open source et il s'appuie sur des décors en Gaussian Splatting, une technique de modélisation 3D qui permet d'afficher des environnements complexes de façon fluide.
Les terrains de jeu viennent de SuperSplat (https://superspl.at), où des passionnés partagent leurs scans 3D — il y en a plus de 1 300. On passe d'un environnement à l'autre avec la touche N, et on peut même y déposer son propre scan. Le revers de la médaille : ces modèles sont parfois incomplets et n'ont souvent pas de notion de murs. Si la scène paraît trop étroite ou trop vaste, il suffit de mettre en pause et d'ajuster sa taille.
Côté pilotage, on se retrouve aux commandes d'un nano racer façon BetaFPV (plusieurs modèles de la marque sont proposés, même si l'auteur précise n'avoir aucun lien avec elle). Les réglages sont étonnamment complets : radio EdgeTX branchée en USB, mode 1 ou mode 2, tous les sticks et boutons configurables, vol en Acro ou en modes stabilisés, FOV et inclinaison de la caméra, physique du drone, PID et rates façon Betaflight. Sur certaines scènes (avec l'accord de leurs auteurs), on peut même enregistrer ses vols.
Les premiers retours sont bons : ça tourne de manière fluide sur un Mac Mini M2 comme sur un PC un peu vieillissant. L'interface n'est pas encore traduite en français, mais pour un outil gratuit et sans téléchargement, c'est une belle façon de s'entraîner entre deux sessions sur le terrain. À tester ici : https://gsfpv.flyreelstudio.eu/en/
Als ich diese Videos aus der Ich-Perspektive sah, in denen Drohnen zwischen Gebäuden hindurchflitzen und unter Brücken durchtauchen, wusste ich, dass ich früher oder später mit FPV-Drohnen anfangen würde. Die Dinger haben mit einer normalen Kameradrohne überhaupt nichts zu tun: Eine Kameradrohne will „ruhig filmen“, eine FPV-Drohne will „mit Spaß fliegen“. Es gibt kein GPS-Halten und keine Hinderniserkennung, keine dieser „Babysitter-Funktionen“ – dafür bekommt man eine viel wildere Wendigkeit und eine viel aufregendere Perspektive. 2025 wurde es eine Disziplin bei Chinas Nationalen Spielen, 2026 kam es zu den World Games – der Hype ist also echt.
Die erste Falle für Einsteiger ist aber die Wahl der Drohne. Mein Rat: Kauf nicht gleich etwas Teures. Liegt dein Budget unter 1.500 Yuan, ist die BetaFPV Cetus Pro (ab etwa ¥658) ein sehr ausgereiftes Einsteigerset – Drohne, Fernsteuerung und Brille sind komplett dabei. Durch ihre Whoop-Bauweise mit Propellerschutz prallt sie bei einem Zusammenstoß einfach ab, damit ist sie fürs Üben drinnen sehr sicher. Außerdem gibt es eine dreistufige Schwierigkeitsprogression: Der N-Modus hält die Höhe, der F-Modus stabilisiert, der M-Modus ist voll manuell – genau richtig, um vom „Automatikgetriebe“ zur „Handschaltung“ zu wechseln.
Wenn das Budget reicht und du dich nicht mit Löten und Einstellen herumschlagen willst, ist die DJI Avata 2 das Nonplusultra unter den Ready-to-Fly-Drohnen: O4-Digitalbildübertragung mit 24 ms Latenz und 1080p-Bildqualität, und mit der Bewegungssteuerung hat man den Dreh in fünf Minuten raus. Wer DIY ausprobieren möchte, aber Angst vor dem Lötkolben hat, sollte sich modulare Kits wie das SpeedyBee Bee25 ansehen, die man wie LEGO zusammenbaut.
Über die Bildübertragung sollte man sich vorher klar werden: Als Einsteiger direkt auf digital setzen. Lass dir den ersten Eindruck nicht von den 200 ms Latenz und dem 480p-Bild der analogen Übertragung verderben – das ist nicht das wahre Niveau von FPV, sondern die Ausrüstung bremst dich aus. Leg dir außerdem mehrere Akkus zu, denn FPV-Drohnen fliegen meist nur 4–8 Minuten.
Zum Schluss noch ein ehrliches Wort: Kauf dir vor der Bestellung erst einen Simulator und übe gut zehn Stunden damit. Stell sicher, dass du mit der Lernkurve der vollmanuellen Steuerung klarkommst, und entscheide dann, ob du Geld ausgibst. Ich habe damals auch erst mit dem Simulator und dann mit der echten Drohne angefangen und mir so so manchen Umweg erspart.
Oscar Liang hat seine Budgetteilelisten für eine 5-Zoll-FPV-Drohne aktualisiert, und die Schlagzeile ist etwas traurig: Vor zwei Jahren war ein Aufbau um die 100 Dollar noch realistisch, dieses Jahr kostet die günstigste komplette Liste, die er zusammenstellen kann, rund 170 Dollar.
Dieser 170-Dollar-Aufbau (Rahmen, ein F405-Flugcontroller mit 60-A-ESC, 2207-Motoren mit 1950 KV, ein 800er-VTX mit Kamera, ein generischer ELRS-2.4-GHz-Empfänger, ein 6S-LiPo und Propeller) ist rein nach dem Preis ausgewählt. Er stellt klar, dass man nicht dieselbe Qualität, Zuverlässigkeit und Konstanz wie bei etablierten Marken erwarten sollte.
Für alle, denen die Leistung wichtiger ist, zeigt er einen 250-Dollar-Aufbau: Source-One-Rahmen, Taker-F405-Stack, Axisflying-Motoren, SpeedyBee-TX800-VTX, Foxeer-Razer-Micro-Kamera und Bayck-ELRS-Empfänger, insgesamt etwa 256 Dollar. Um die Kosten niedrig zu halten, basiert er auf Analogvideo, doch Rahmen und Elektronik lassen Raum für ein späteres Digitalsystem. Außerdem nennt er günstiges Zubehör, das man zum Losfliegen braucht: eine RadioMaster-Pocket-Fernsteuerung, VR04-Brille und ein SkyRC-B6Neo-Ladegerät.
Der nützlichste Teil ist für mich der Abschnitt „Build vs. Buy“. Wenn man sich beim Löten unsicher ist, kann eine Bind-and-Fly-Drohne günstiger sein als der Eigenbau: Er verweist auf die GEPRC Vapor X5 Analog für 236,99 Dollar, die unter der 250-Dollar-Teileliste liegt. Selbst bauen lehrt viel, aber es ist gut, eine ehrliche Anmerkung zu lesen, dass es nicht immer der günstigere Weg ist.
Die Preise ändern sich mit Wechselkursen und Aktionen, und er erinnert daran, dass sich AliExpress-Angebote lohnen, wenn man zwei bis drei Wochen auf den Versand warten kann.
Oscar Liang hat gerade eine unterhaltsame Liste mit FPV-Trends veröffentlicht, die nie Mainstream wurden. Beim Lesen fühlte es sich an wie eine Reise durch die Geschichte des Hobbys. Sein Punkt ist, dass Verschwinden nicht heißt, dass eine Idee schlecht war. Manchmal ist die Technik einfach einen anderen Weg gegangen, oder eine günstigere Lösung hat sich durchgesetzt.
Nehmen wir die schrägen Motorhalterungen von etwa 2014 und 2015. Keile unter den Motoren neigten sie nach vorn, damit der Quad bei hohem Tempo nicht so stark nicken musste, was auch den Luftwiderstand senken konnte. Rahmen wurden leichter, und Piloten gewöhnten sich an steile Kamerawinkel, sodass sich die zusätzlichen Teile nicht mehr lohnten. Individuelle PDB-Bodenplatten für Rahmen wie den ZMR250 machten Aufbauten sehr sauber, passten aber nur zu wenigen Rahmen, und moderne FCs und 4-in-1-ESCs integrieren das meiste davon bereits.
Weichgelagerte Motoren waren um 2017 ein großes Thema, als Gyro-Rauschen ein echtes Problem war. Sie brachten Gewicht und sich lockernde Schrauben mit sich. Das Ende kam vor allem, weil FC-Hersteller den Gyro oder die ganze Platine weich lagerten und Betaflight deutlich besser filterte. Nylon-Abstandshalter sollten im Crash als mechanische Sicherungen dienen, brachen aber manchmal schon bei leichten Überschlägen, also gewann das Metall.
Mein Favorit aus der Liste ist die Chickadee Polystack von 2016, ein stapelbarer, quelloffener modularer Flight Controller, bei dem man nur die Module hinzufügt, die man braucht, fast wie Lego. Sie unterlag, weil Module Geld und Platz kosten, während normale FCs auf einer günstigen Platine immer mehr OSD, BEC, Blackbox-Speicher und UARTs unterbrachten. Die Liste behandelt außerdem 3D-stereoskopische FPV-Kameras, servogeneigte Arme, 16x16-mm-Stacks und 4- bis 6-Blatt-Propeller an 5-Zoll-Quads.
Persönlich finde ich die Idee des modularen FCs am spannendsten, um sie wieder aufzugreifen, auch wenn die Wirtschaftlichkeit nie wirklich aufging.
Wer FPV fliegt, weiß: Die Frage ist nicht, ob man abstürzt, sondern wann. Deshalb habe ich mir einen niederländischsprachigen Baubericht von Zelpio aus Ende Juni 2026 angesehen. Er beschreibt, wie man einen soliden Reserve-Quad baut, der harte Landungen verkraftet.
Die Teileliste sieht so aus: Der Rahmen ist der IT'S FPV ERA mit integrierten Abstandshaltern, einer Haube, die gleichzeitig als Kamerahalter und Stoßfänger dient, und einem zentral verriegelten Armteil. Die Motoren sind T-HOBBY 2306.5 1750KV, zusammen mit IT'S FPV entwickelt und für 6S gedacht. Der Flight-Controller ist der KISS FC Ultra, als passenden Regler nennt der Bericht den Voltara ESC. Für das Video kommt eine DJI O4 Pro zum Einsatz, für die Verbindung ein TBS-Crossfire-Empfänger mit einem TBS Tango 2 als Sender. Laut Anleitung reicht bei 6S 14-AWG-Kabel für die Stromleitungen.
Die Reihenfolge beim Bau fand ich logisch. Zuerst die Motoren montieren, dabei Loctite auf die Schrauben gegen Vibrationen. Danach den Videosender früh einbauen und das Kamerakabel verlegen, bevor der Stack aufgesetzt wird. Der Stack wird von unten nach oben aufgebaut: ESC, weiche Dämpfer, dann der Flight-Controller, damit Vibrationen den Gyro nicht erreichen. Beim Löten zuerst die Pads verzinnen und bei Bedarf vorwärmen. Empfänger und Buzzer bekommen eine eigene Stromversorgung, was hilfreich ist, um einen verlorenen Quad wiederzufinden.
Dann folgt die Konfiguration: Über die KISS GUI im Browser die neueste Firmware installieren, die empfohlenen Presets als Ausgangspunkt nehmen und Rates und Schalter nach eigenem Geschmack anpassen. Launch Mode und Turtle Mode aktivieren und vor dem Start im Reiter Data Output die Drehrichtung der Motoren prüfen. Ein falsch drehender Motor lässt sich mit dem ESC Flasher umkehren.
Der Vollständigkeit halber: Die Seite enthält Affiliate-Links zu Amazon, und die Leistungsangaben sind nicht durch Testdaten belegt. Als Teileliste und Baureihenfolge ist sie für mich trotzdem ein guter Ausgangspunkt.
Ich habe eine gute Nachricht aus der FPV-Rennszene gefunden. Die zweite Etappe der TEKNOFEST-Drohnenmeisterschaft 2026 fand am 5. und 6. September auf der Leichtathletikbahn in Batman statt. Veranstaltet wird der Wettbewerb vom Ministerium für Industrie und Technologie und der T3-Stiftung, die Durchführung übernimmt STM.
Die Zahlen sind beeindruckend. In diesem Jahr bewarben sich 847 Teams, und 24 Piloten, die den Prozess abgeschlossen hatten und aus neun Provinzen kamen, qualifizierten sich für die zweite Etappe. Jeder Pilot fliegt einzeln mit einer FPV-Renndrohne, und bewertet werden Zeit, Geschwindigkeit, Wendigkeit und das erfolgreiche Überwinden von Hindernissen.
Das Programm erstreckt sich über zwei Tage. Am ersten Tag gibt es ein Pilotenbriefing und eine Sicherheitseinweisung, danach folgen Zeitläufe und Ausscheidungsgruppen; die abendlichen Ausscheidungsrunden entscheiden, wer am zweiten Tag ins Finale kommt. Am zweiten Tag gehen die Ausscheidungen weiter, dann folgen die Finalrunden, und die Veranstaltung endet mit der Preisverleihung. Die ersten drei Piloten erhalten 40.000, 30.000 beziehungsweise 20.000 türkische Lira.
Am interessantesten fand ich die technischen Regeln, die eine gute Orientierung für alle sind, die einen Renn-Quadrocopter bauen wollen. Der Rahmendurchmesser muss zwischen 180 und 250 mm liegen, der Akku darf höchstens 6S (22,2 V) haben, und der Rahmen muss aus Kohlefaser bestehen. Die Video-Übertragung ist nur analog erlaubt, HD-Systeme sind verboten. Um Störungen zu vermeiden, werden die VTX-Frequenzen vom Veranstalter zugewiesen, und die VTX-Sendeleistung ist auf 25 mW begrenzt. ESC, Flugcontroller, Motoren, Propeller und Empfänger bereiten die Piloten selbst vor, während die Schiedsrichter die Drohnen auf Sicherheit und technische Konformität prüfen.
Piloten, die in einer Etappe des Wettbewerbs gut abschneiden, erwerben das Recht, an der internationalen World Drone Cup teilzunehmen. Ich finde es ermutigend, dass der FPV-Rennsport in der Türkei eine so systematische Struktur bekommt, und ich hoffe, dass dieses Interesse auch auf der Hobby-Seite neue Piloten gewinnt.
Oscar Liang hat eine Bauanleitung für einen kleinen analogen 1S-3-Zoll-Toothpick veröffentlicht, der mich als Parkflieger sehr anspricht. Er sagt, dass 1S-3-Zoll-Builds in den letzten Jahren zu seinen Favoriten geworden sind, unter anderem weil die Drohnenvorschriften immer strenger werden. Sie wiegen meist unter 50 g, sind sehr leise und brauchen wenig Platz zum Fliegen.
Seine Version wiegt inklusive Akku nur 49 g und schafft trotzdem mehr als fünf Minuten Flugzeit. Ein 1S-Setup hat nicht übermäßig viel Power, aber er findet die Leistung für die Größe respektabel, und der geringe Lärm bedeutet, dass man an vielen Orten fliegen kann, ohne die Nachbarn zu stören.
Der Bau geht schnell, weil alles Plug and Play ist, ohne Löten oder komplizierte Einrichtung. Er hat einfach die Elektronik eines BetaFPV Air65 oder Air75 Tiny Whoop übernommen, konkret den Matrix-5-in-1-Flugcontroller, die FPV-Kamera und die Haube, und sie auf einen 3-Zoll-Crux3-Rahmen gesetzt. Das Kit mit Rahmen, Happymodel-1202.5-11500KV-Motoren und Gemfan-3018-2-Propellern stammt von AliExpress, und die Teile listet er separat auf, falls das Kit nicht verfügbar ist. Außerdem braucht man vier M2-Schrauben und Nylonmuttern für die Haube, ein Gummiband zum Halten des Akkus und ein kleines Stück Schaumstoff.
Ein Tipp hat mir gefallen: Oft befestigt er nur die beiden diagonalen Motorschrauben statt aller vier. Das ist sicher genug und spart etwas Gewicht, und das Gummiband dient gleichzeitig als Halterung für die Motorkabel.
Für alle, die in der Stadt leben und mit wenig Stress in FPV einsteigen wollen, wirkt dieses Projekt sehr zugänglich.
Wenn du schon einmal einen Flight Controller verkehrt herum oder gedreht montiert und dich danach mit Roll-, Nick- und Gierversatz herumgeschlagen hast, ist diese Nachricht für dich. Laut Oscar Liang enthält der neueste Betaflight Configurator (2026.6) einen FC-Ausrichtungsassistenten, der die richtige Einbaurichtung der Platine automatisch ermittelt.
Warum das wichtig ist: Die meisten FCs haben einen aufgedruckten Pfeil, der zeigt, was Betaflight als vorne betrachtet. Manchmal lässt sich die Platine nicht so montieren. Vielleicht soll der USB-Anschluss oder der SD-Kartenslot besser erreichbar sein, die Platine ist umgedreht oder sitzt in 45 Grad, was bei Micro-Quads und Tiny Whoops üblich ist. Eine falsche Ausrichtung kann dazu führen, dass der Quad nicht abhebt, direkt nach dem Armen umkippt oder bei der ersten Gasbewegung nach oben schießt.
Der Assistent befindet sich im browserbasierten Configurator unter Sensors als auto-detect board alignment. Eventuell musst du zuerst den Beschleunigungssensor kalibrieren. Nach einem Klick auf Start legst du den Quad flach hin, die Kamera zeigt von dir weg, kippst die Nase nach unten und wieder zurück in die Waage, kippst ihn seitlich und richtest ihn wieder aus und drehst ihn schließlich um die Gierachse. Betaflight misst die Reaktion des Beschleunigungssensors, berechnet die Ausrichtung, und du klickst auf Apply.
Der Hinweis aus dem Artikel, den ich am besten finde: Prüfe das Ergebnis, bevor du Propeller montierst. Bewege auf der Setup-Seite den echten Quad und beobachte das 3D-Modell. Bewegt es sich in die falsche Richtung, nicht fliegen, sondern den Assistenten noch einmal ausführen.
Eine kleine Funktion, aber sie entfernt einen verwirrenden Schritt für Einsteiger, und auch erfahrene Bauer sparen ein paar Minuten.
Auf Habr ist eine ausführliche Analyse des digitalen Videosenders BETAFPV P1 Air Unit erschienen. Der Autor erklärt, dass es auf dem Markt für FPV-Videosysteme früher nur wenige digitale Hersteller gab, die man an einer Hand abzählen konnte: DJI, Walksnail, HDZero und Siyi. Inzwischen haben BETAFPV, HGLRC und andere eigene Systeme herausgebracht, und Enthusiasten bemerkten schnell, dass alle dieselben Platinen mit Artosyn-Chips verwenden.
Im P1 Air Unit steckt ein Artosyn AR9311-SoC mit Linux 4.9 und BusyBox, während die Funkverbindung von einem separaten AR8030-Chip mit FreeRTOS übernommen wird. Dem Autor gelang es, eine UART mit Root-Konsole zu finden, und das Passwort stand schließlich unter wenigen kontextbezogenen Kandidaten. Genau ein Fall, in dem der Hersteller offenbar nicht erwartet hat, dass jemand hineinschaut.
Der spannendste Teil kommt danach. Den gesamten Encoder-Stream auszutauschen funktionierte nicht: Die Brille kann ihn zwar dekodieren, aber nicht zuverlässig. Deshalb fing der Autor mit LD_PRELOAD die Funktion ab, die Bilder an den Hardware-H.265-Encoder übergibt, und ersetzte die Pixel an dessen Eingang. Die Brille zeigt dadurch ein fremdes Bild, als käme es von der eigenen Kamera. Ein kurioses Detail: Der Encoder komprimiert jedes 1080p-Bild in zwei unabhängigen Streifen (1920×560 und 1920×552), vermutlich um die Latenz niedrig zu halten.
Ich finde, solche Artikel sind auch für Leute nützlich, die einfach nur fliegen: Sie zeigen, wie die neuen, günstigen Digitalsysteme aufgebaut sind und warum sie sich so leicht untersuchen lassen. Wer sich für Reverse Engineering interessiert, sollte den ganzen Text lesen.
Vor der offiziellen Vorstellung, die DJI für den 26. März 2026 angekündigt hatte, hat PickDrones zusammengetragen, was über die Avata 360 durchgesickert war. Ich fand den Überblick für alle, die die FPV-Szene verfolgen, interessant. Klar ist: Zum Zeitpunkt des Textes vom 4. März hatte DJI nichts davon bestätigt.
Das Gerät soll die erste FPV-Drohne des Herstellers mit 360°-Kamera werden und die Linie von DJI FPV und Avata fortsetzen. Die Leaks sprachen von 360°-Video mit 8K/60fps und HDR sowie einem möglichen Einzelkameramodus, bei dem der Hauptsensor wie eine herkömmliche Kamera arbeiten würde. Das Gewicht sollte etwas über dem der Avata 2 liegen, die 377 g wiegt.
Außerdem war von O4-Übertragung die Rede, von einem Cinewhoop-Design mit vollständigem kugelförmigem Schutz um die Propeller und von vier bis sechs frontalen Hindernissensoren. Die geschätzten Preise in China lagen bei 2.988 Yuan für Drohne und Akku allein, 3.988 Yuan mit der RC-2-Fernsteuerung und 5.688 Yuan für das Fly More Combo. Dazu kam ein Set mit der DJI Goggles N3 für etwa 1.200 Dollar. Hauptkonkurrent wäre die Insta360 Antigravity A1 mit rund 1.599 Dollar, und die Avata 360 sollte weniger als die Hälfte kosten.
Für Brasilien schätzte der Autor das Basismodell auf 4.000 bis 5.500 Real. Er weist außerdem darauf hin, dass oberhalb von 250 g eine Registrierung bei der ANAC und eine Versicherung nötig sind und dass FPV-Flüge direkten Sichtkontakt oder einen Beobachter erfordern.
Ich persönlich finde es gut, dass die Cinewhoop-Klasse damit eine so erschwingliche Option bekommt. Da ein großer Teil des Textes auf Leaks beruht, lohnt es sich aber, vor einer Kaufentscheidung die endgültigen Spezifikationen auf der DJI-Website zu prüfen.
Über Dronewatch bin ich auf einen FPV-Simulator gestoßen, den ich gern teilen möchte. ShramkoGSFPV ist kostenlos, läuft direkt im Browser und stammt vom polnischen Entwickler Andrii Shramko. Das Besondere: Du fliegst nicht in einer eigens gebauten Simulationsumgebung, sondern in 3D-Scans realer Orte wie Gebäude und Straßen. Das Projekt befindet sich noch in der Alphaphase.
Die Scans entstehen mit Gaussian Splatting, einer Technik, bei der eine Umgebung aus sehr vielen kleinen 3D-„Splats“ besteht statt aus einem normalen Polygonnetz. Die Szenen kommen von SuperSplat, der Plattform von PlayCanvas. Anfang Oktober waren laut dem Entwickler über 1.300 öffentliche Scans zum Laden verfügbar. Bei Liftoff oder VelociDrone fliegst du in Umgebungen, die für den Simulator gebaut wurden, hier ist der Ansatz also ein anderer.
Das Flugmodell ist ein echt simulierter Quadcopter, standardmäßig ein 2,2-Zoll-Cinewhoop im Stil des BetaFPV Pavo20 Pro, dazu fünf weitere Presets, darunter Meteor65 Pro und Air65. Du kannst Betaflight-, Actual-, KISS- und Raceflight-Rates nutzen und sogar einen Betaflight-Diff importieren, damit deine eigenen Rates und PID-Einstellungen übernommen werden. Ein EdgeTX-Sender wird per USB über WebHID angeschlossen, wobei diese Unterstützung noch im Test ist.
Ein Scan bringt von Haus aus keine Kollisionen mit. Der Simulator löst das mit einem Voxelmodell, das als unsichtbare Wände dient. Du kannst schwebende Teile oder „Phantomwände“ aus den Kollisionsdaten entfernen oder Kollisionen ganz abschalten. Außerdem kannst du einen eigenen Scan importieren, zum Beispiel von deiner Drohne, deinem Smartphone oder einer 360-Grad-Kamera.
Besonders gut finde ich die Idee, einen Ort vorab zu scannen und deine Flugstrecke zu Hause zu üben. Für Cinewhoop-Piloten halte ich das für sehr stark. Du brauchst allerdings einen Browser mit WebGPU, derzeit vor allem Chrome oder Edge. Der Code ist unter der MIT-Lizenz als Open Source auf GitHub verfügbar.
Ich habe die Nachricht gelesen, dass der 15-jährige Oberschüler und FPV-Drohnenrennfahrer Yuki Yamamoto in der Pro-Klasse der 6. Runde der 2025 JAPAN DRONE LEAGUE (JDL) gewonnen hat. Das Rennen fand am 21. September 2025 auf dem Sky Ground in Kato in der Präfektur Hyogo statt. Es ist eine Nachricht aus dem Herbst 2025, aber der Erfolg eines so jungen Piloten hat mich beeindruckt, deshalb teile ich sie hier.
Über 50 Personen nahmen teil. Yamamoto qualifizierte sich als Erster, zog ins Halbfinale ein und setzte sich im Finallauf gegen seine Rivalen durch. Den zweiten Platz belegte Rikuto Nakazawa, den dritten Takahiro Kodaka. Es war sein erster Titel nach fünf Jahren in der JDL, und er sagte: »Endlich bin ich ganz oben angekommen.«
Davor, vom 12. bis 14. September, war Yamamoto außerdem bei der 2025 MultiGP European Championship in Aichtal in Deutschland am Start. Bei diesem Event mit 86 Piloten aus 18 Ländern qualifizierte er sich als Siebter für das A-Main (die besten 16), und er beendete es auf dem 15. Platz. Die Reise wurde per Crowdfunding finanziert: Rund 1,03 Millionen Yen kamen von 111 Personen zusammen. 2024 vertrat er Japan bei der FAI-Weltmeisterschaft in Hangzhou in China, und das Team wurde Dritter der Welt.
FPV-Drohnenrennen wird oft als »F1 des Himmels« bezeichnet: Die Piloten fliegen, indem sie das Kamerabild ihrer Drohne über eine Brille verfolgen, und erreichen auf dreidimensionalen Strecken über 200 km/h. Dass Teilnehmer zwischen Teenagern und Menschen in den Siebzigern antreten, gehört ebenfalls zum Reiz. Ich hoffe, dass die Szene im Inland weiter wächst.