Indie-Spieleentwicklung

Order of the Sinking Star: Fünf Stunden im Puzzle-Monster von Jonathan Blow

Thekla, das Studio von Jonathan Blow (Braid, The Witness), hat nach rund zehn Jahren Entwicklungszeit Order of the Sinking Star veröffentlicht. Ahmet Iscitürk von Eurogamer.de hat fünf Stunden gespielt und schreibt ausdrücklich keinen Test, sondern einen Eindruck. Seine Erkenntnis: Das Spiel macht überraschend viel Spaß, obwohl es ihn ständig mit der eigenen Beschränktheit konfrontiert.

Im Zentrum steht eine große, nichtlineare Oberwelt, von der aus man verschiedene Areale mit eigenen Figuren, Geschichten und Rätselmechaniken erkundet. Mehr als 1.000 handgefertigte Rätsel stecken im Spiel, für besonders engagierte Knobler spricht das Studio von über 500 Stunden Spielzeit. Das Studio nennt das Konzept einen "Game-Design-Supercollider": Die Grundlage bilden vier bestehende Puzzlespiele von Alan Hazelden, Sean Barrett und Jonah Ostroff.

Was ich daran spannend finde, ist die Haltung zur Belohnung. Es gibt kein Level-up-Konfetti und keinen Fortschrittsbalken, die Belohnung besteht darin, etwas verstanden zu haben. Dazu passt, dass das Spiel Ideen schnell wieder beiseiteschiebt, statt eine einzige Mechanik endlos zu variieren.

Ob der gewaltige Umfang trägt, kann auch der Autor nach fünf Stunden nicht sagen. Das ist ein ehrlicher Vorbehalt. Für Indie-Entwickler ist das Spiel in jedem Fall ein interessantes Beispiel: ein kleines Team, das ein Jahrzehnt lang an einer einzigen Vision arbeitet.

Erschienen ist das Spiel am 8. Oktober 2026 für PC via Steam, PlayStation 5 und Nintendo Switch 2; auf Steam und im Nintendo eShop kostet es 30,49 Euro.

Quelle: Eurogamer.de

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