Tee & Teezeremonie

Liebe auf den zweiten Schluck: Warum Weißer Tee einen Versuch wert ist

Während Matcha und Grüntee in den sozialen Medien viel Aufmerksamkeit bekommen, bleibt Weißer Tee bisher eher unauffällig. Der Deutsche Tee & Kräutertee Verband meint in einer Pressemitteilung vom 9. März 2026, dass sich das ändern könnte.

Weißer Tee wird aus jungen Knospen und Blättern der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen und kaum verarbeitet. Die Blätter welken 24 bis 72 Stunden in schattiger, belüfteter Umgebung und werden dann in der Sonne oder bei niedriger Temperatur getrocknet. So bleibt der silbrige Flaum der Knospen erhalten, das Aroma ist mild, leicht süßlich bis blumig. Weißer Tee ist nur leicht fermentiert, etwa 5 bis 10 Prozent, enthält weniger Gerbstoffe und weniger Koffein als Grüntee und ist reich an Antioxidantien wie Catechinen und Polyphenolen.

Für die Zubereitung empfiehlt der Verband in der Regel 70 bis 80 Grad heißes Wasser. Einsteigern werden Pai Mu Tan (blumig, aus der Provinz Fujian), das kräftigere Shou Mei und die besondere Variante Silver Needles genannt. Kyra Schaper vom Verband beschreibt die zurückhaltende Milde als Überraschung für alle, die sonst Schwarz- oder Grüntee trinken.

Ich finde den Gedanken sympathisch, dass manche Teesorten nicht auf den ersten, sondern erst auf den zweiten Schluck überzeugen. Wer Lust hat, sich langsam an feine Aromen heranzutasten, findet hier einen guten Anfang.

Quelle: Deutscher Tee & Kräutertee Verband

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