Fermentation & Sauerteig

Was kann man außer Gurken noch einlegen? Rote Bete, Möhren, Knoblauch und Radieschen

Saure Gurken und Sauerkraut sind ein polnischer Klassiker, doch in einem Artikel stieß ich auf den Hinweis, dass sich fast jedes Gemüse milchsauer vergären lässt. Die Autoren schreiben, dass alte Rezepte wieder in Mode kommen und immer mehr Menschen gern mit Eingemachtem experimentieren.

Der Vorgang ist einfach erklärt: Milchsäurebakterien wandeln ohne Sauerstoff den Zucker im Gemüse in Milchsäure um. Diese Säure sorgt für die lange Haltbarkeit und den typisch säuerlichen Geschmack. Außerdem sind Fermentiertes eine Quelle für Probiotika, die den Darm unterstützen und die Aufnahme von Mineralstoffen fördern.

Zu den ungewöhnlichen Kandidaten gehört die rote Bete, die Grundlage für selbstgemachte Rote-Bete-Sauerbrühe, mit süßsaurem, leicht erdigem Geschmack und schöner rubinroter Farbe. Dann die Möhre, deren natürliche Süße durch die Vergärung betont wird und die mit Chili oder Ingwer einen scharfen Abschluss bekommt. Knoblauch verliert nach der Vergärung seine Schärfe und wird milder, ideal für Soßen, Pasten und Brote. Schließlich das Radieschen: Es gewinnt an Knackigkeit, während die Schärfe abnimmt. Es passt gut zu Dill, Knoblauch oder Lorbeerblatt.

Mir gefällt dieser Ansatz, weil er zeigt, dass Einlegen nicht bei einem Glas Gurken enden muss. Wenn der Garten viele Radieschen oder Möhren hergibt, ist die Lake eine einfache Möglichkeit, sie länger haltbar zu machen. Im Herbst, wenn es im Haus kühler wird, dauert die Gärung eben etwas länger.

Quelle: ESKA.pl

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