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Bentonit im Hobbybrauen: was es ist und wann man es einsetzt

Jacques Bertens beginnt seinen Artikel auf Hobbybrouwen.nl mit einem Geständnis: Er hat Bentonit mit Kieselgur verwechselt, als er im Forum über Getreidemilben in seinem Malzvorrat schrieb. Diesen Fehler hat er korrigiert, und daraus ist ein nützlicher Beitrag entstanden. Mir gefiel, dass ein Autor so offen anfängt.

Bentonit ist ein Tonmineral, das aus verwitterter vulkanischer Asche entsteht. Die negativ geladenen Tonplättchen binden die positiv geladenen Proteine, die Kältetrübung verursachen, danach setzt sich alles ab. Kieselgur wirkt anders: Es ist vor allem ein Filterhilfsmittel. Auch PVPP arbeitet anders, da es Polyphenole bindet.

Bei der Anwendung ist er eindeutig. Nicht im Kochen oder im Whirlpool; dort erledigt Carrageen (Irisch Moos, Whirlfloc) die Arbeit besser. Bentonit gehört auf die Kaltseite, nach der Hauptgärung, beim Umschlauchen in den Lagertank. Es passt zu klaren Bieren wie Pils, Helles, Kölsch und Blonden, weniger zu stark gehopften oder bewusst trüben Bieren wie NEIPA, Weizen oder Witbier.

Die praktischen Tipps sind hilfreich. Verwenden Sie lebensmittelechtes Natriumbentonit und lassen Sie es vorher quellen: 10 g in 100 ml warmem Wasser, 4 bis 8 Stunden oder über Nacht. Beginnen Sie mit 0,2 bis 0,3 g pro Liter, also 4 bis 6 g für 20 Liter. Testen Sie zuerst an kleinen Proben, denn zu viel entfernt auch Schaum- und Mundgefühl-Proteine. Rechnen Sie mit etwas mehr Bodensatz und Bierverlust, dosieren Sie nicht kurz vor dem Abfüllen und atmen Sie das trockene Pulver nicht ein.

Sein Fazit ist nüchtern: Man braucht Bentonit nicht zwingend, aber wenn man es verwendet, dann gezielt und niedrig dosiert.

Quelle: Hobbybrouwen.nl

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