Goncourt streicht Roman wegen des Verdachts auf KI-Nutzung von der Liste
Eine Meldung von Observador hat die französische Literaturszene aufgeschreckt, und sie verdient Aufmerksamkeit. An einem Freitag im September kündigte die Académie Goncourt an, dass der Roman des haitianisch-kanadischen Schriftstellers Thélyson Orélien von der Liste der Kandidaten für den wichtigsten literarischen Preis Frankreichs gestrichen wird. Die Akademie begründete dies mit dem Schutz der Integrität des Preises und erklärte, sie lehne es ab, Texte mit Hilfe künstlicher Intelligenz zu verfassen. Sie wolle sich erst am 6. Oktober wieder äußern, wenn die Finalisten bekannt gegeben werden.
Das Buch heißt „C'était ça ou mourir“ und erschien im März beim Verlag Éditions du Boréal in Quebec und im August bei Éditions Grasset in Frankreich. Der Verdacht kam am 21. September auf, genau an dem Tag, an dem Orélien den Prix Fnac für den besten Roman erhielt. Ein anonymes X-Konto mit dem Namen „Balance ton Claude“ behauptete, der Text sei fast vollständig von KI generiert worden und mehrere Passagen hätten im Detektor Pangram „100 % KI“ ergeben. Observador stellt klar, dass es sich bei dem Konto tatsächlich um ein Kollektiv handelt, zu dem der Essayist und Kolumnist des Figaro Samuel Fitoussi gehört.
Grasset, Teil der Vivendi-Gruppe, wies die Vorwürfe als Falschmeldungen zurück und argumentierte, KI-Detektoren seien selbst fehleranfällig. Der Autor bestreitet die Vorwürfe entschieden: Die beanstandeten Wiederholungen spiegelten eine haitianische und karibische literarische Tradition und seine eigene Poetik wider, er schreibe schon immer gern, und er stelle gemeinsam mit seinen Lektoren eine Dokumentation zusammen, um seine Urheberschaft zu belegen. Seit seinem Umzug nach Frankreich sei er außerdem rassistischen Angriffen ausgesetzt gewesen.
Der Goncourt wird seit 1903 von den „Les Dix“ vergeben, zehn Schriftstellern, die jedes Jahr den besten französischsprachigen Roman auswählen. Das Preisgeld ist symbolisch, kann aber Verkaufszahlen und Übersetzungen deutlich steigern.
Wer recht hat, kann ich nicht beurteilen, und die Erkennungswerkzeuge sind tatsächlich umstritten. Der Fall zeigt jedoch, wie sehr die Frage „Wer hat das geschrieben?“ inzwischen bei literarischen Preisen ins Gewicht fällt.
Quelle: Observador
Das Buch heißt „C'était ça ou mourir“ und erschien im März beim Verlag Éditions du Boréal in Quebec und im August bei Éditions Grasset in Frankreich. Der Verdacht kam am 21. September auf, genau an dem Tag, an dem Orélien den Prix Fnac für den besten Roman erhielt. Ein anonymes X-Konto mit dem Namen „Balance ton Claude“ behauptete, der Text sei fast vollständig von KI generiert worden und mehrere Passagen hätten im Detektor Pangram „100 % KI“ ergeben. Observador stellt klar, dass es sich bei dem Konto tatsächlich um ein Kollektiv handelt, zu dem der Essayist und Kolumnist des Figaro Samuel Fitoussi gehört.
Grasset, Teil der Vivendi-Gruppe, wies die Vorwürfe als Falschmeldungen zurück und argumentierte, KI-Detektoren seien selbst fehleranfällig. Der Autor bestreitet die Vorwürfe entschieden: Die beanstandeten Wiederholungen spiegelten eine haitianische und karibische literarische Tradition und seine eigene Poetik wider, er schreibe schon immer gern, und er stelle gemeinsam mit seinen Lektoren eine Dokumentation zusammen, um seine Urheberschaft zu belegen. Seit seinem Umzug nach Frankreich sei er außerdem rassistischen Angriffen ausgesetzt gewesen.
Der Goncourt wird seit 1903 von den „Les Dix“ vergeben, zehn Schriftstellern, die jedes Jahr den besten französischsprachigen Roman auswählen. Das Preisgeld ist symbolisch, kann aber Verkaufszahlen und Übersetzungen deutlich steigern.
Wer recht hat, kann ich nicht beurteilen, und die Erkennungswerkzeuge sind tatsächlich umstritten. Der Fall zeigt jedoch, wie sehr die Frage „Wer hat das geschrieben?“ inzwischen bei literarischen Preisen ins Gewicht fällt.
Quelle: Observador
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