Vintage-Mode

Kleidung nach Epoche, Stoffe, Ausbessern und Einkaufstipps.

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Wie ich Vintage-Kleidung aus den 80ern und 90ern kombiniere

Ich liebe es, in Vintage-Kleidung aus den 80er- und 90er-Jahren zu stöbern, und vor Kurzem habe ich einen Guide entdeckt, der mir jede Menge Ideen gegeben hat, wie man die Teile kombiniert, ohne verkleidet auszusehen.

Die Kombination, die ich am häufigsten trage, ist die Oversize-Jacke mit einer High-Waist-Jeans: strukturierte Schultern und klare Linien, aber darunter ein schlichtes T-Shirt, damit es leichter wirkt. Für einen sportlicheren Look funktioniert der 90er-Trainingsanzug mit weißen Sneakern immer, vor allem in knalligen Farben wie Pink oder Türkis.

Eine weitere Kombination, die nie danebengeht, ist das karierte Flanellhemd mit Schlaghose: purer Grunge, perfekt für ein lockeres Treffen. Für eine elegantere Variante trage ich dagegen einen farbigen 80er-Blazer mit einer schmalen Hose und Pumps.

Das Geheimnis ist, mit auffälligen Accessoires zu spielen – Oversize-Brille, große Ohrringe, eine Umhängetasche –, ohne zu übertreiben. Das Schöne an Vintage ist, dass jedes Teil eine Geschichte erzählt, und wenn man verschiedene Epochen mischt, wird der Look wirklich zu deinem eigenen.

Quelle: Yup Vintage
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Psicologia do garimpo: por que a geração Z se encontra nos brechós

Garimpar em brechó sempre teve algo de caça ao tesouro, e uma reportagem recente sobre a geração Z e o second hand colocou isso em palavras. A moda circular deixou de ser alternativa e virou a primeira opção para quem procura peças que contam história.

Os números ajudam a entender: um relatório da BCG encomendado pela Vestiaire Collective, com 7.800 pessoas em 70 países em 2025, mostra o mercado de segunda mão crescendo três vezes mais rápido que a venda de produtos novos, com projeção de US$ 360 bilhões até 2030. Nos Estados Unidos, 66% do guarda-roupa da geração Z já é de segunda mão — e a bolsa é o item mais popular.

O preconceito da "roupa de morto" ficou para trás. A advogada Victória Zattoni, que cresceu entre os brechós de Foz do Iguaçu, transformou as dicas que dava às amigas em conteúdo nas redes. Fiorella Mattheis, da plataforma de revenda de bolsas de luxo A Gringa, conta que muitas clientes jovens começam no luxo diretamente pelo usado, algo que não acontecia antes. E Yasmim Estevam, que começou com uma calça mom de R$ 5 e há 11 anos mantém o brechó no Fundinho, em São Paulo, aposta na curadoria autoral: cada peça passa pelas mãos dela.

O que mais me pegou foi a parte da "psicologia": achar uma raridade no meio das araras dá aquela descarga de prazer, e, num feed que cria e enterra tendências o tempo todo, o brechó corre em outro ritmo. Marina Roale, da Consumoteca, fala do desejo por autenticidade e do "valor de conversa" — a peça vira quebra-gelo quando alguém pergunta de onde ela veio. Há também quem faça upcycling dos próprios achados e quem organize noites de troca de roupas com as amigas.

Mas vale o alerta que aparece na própria reportagem: não é porque tem um baú de blusinhas a R$ 10 que você precisa levar tudo. Garimpar é ótimo; comprar por impulso, nem tanto.

Fonte: Glamour Brasil
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Warum es Converse aus den 1970ern heute noch gibt: Vulkanisierter Kautschuk und der Wechsel der Materialien

Warum sind Converse aus der Zeit vor den 1970ern in Secondhand-Läden noch in tragbarem Zustand erhalten? minobe fasst auf note die Gründe aus Sicht von Materialien und Fertigung zusammen.

Ausgangspunkt ist die Chemie der Sohle. Sportschuhe ab den 1980ern verwendeten Polyurethan-Zwischensohlen, doch diese Struktur wird durch Luftfeuchtigkeit hydrolysiert und zerfällt nach einigen Jahren bis Jahrzehnten. Im feuchten Japan haben viele ungetragene Lagerbestände angeblich bereits ihr Lebensende erreicht. Die All Stars und ähnliche Modelle von vor den 1970ern dagegen wurden vulkanisiert, indem dem Kautschuk Schwefel zugesetzt und er durch Hitze gehärtet wurde, und mit Baumwollcanvas gefertigt. Sie enthalten keine Bindungen, die anfällig für Hydrolyse sind. Der Artikel erklärt, dass genau diese chemische Stabilität der Hauptgrund ist, warum Paare von über einem halben Jahrhundert noch tragbar sind.

Anfang der 1970er wurde Basketball schneller, die Canvas-Seiten rissen leicht, und Converse wechselte zu Leder. Modelle wie All Star Leather (ab 1969), One Star (1974–75) und Pro Leather (ab 1976) erschienen. Das Leder schrumpfte jedoch ungleichmäßig durch die Hitze der Vulkanisierung, und die Klebefläche zur Sohle löste sich leicht, weshalb die frühen Ledermodelle laut Artikel nur kurz hielten.

Von 1971 bis 1979 gehörte die Marke zu Eltra. Das Flaggschiff All Star und das Einstiegsmodell Coach schufen eine Preisstaffelung. Vor dem Hintergrund steigender Lohnkosten in den USA sei die Einstiegslinie in Fabriken im Ausland verlagert worden, unter anderem nach Korea, heißt es ebenfalls. (Der Text selbst weist darauf hin, dass dieser Teil nicht belegt ist.)

Warum behalten diese Schuhe ihren Wert, obwohl sie kaum Dämpfung haben und sich nicht für lange Strecken auf hartem Asphalt eignen? Der Artikel nennt ihre physische Haltbarkeit über ein halbes Jahrhundert, die arbeitsintensive Fertigung und die Schönheit, die das Altern hervorbringt. Mein Blick auf gebrauchte Schuhe hat sich dadurch ein wenig verändert.

Quelle: note (minobe)
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Marion Vintage feiert 10-jähriges Jubiläum mit Pop-up in Shibuya

Die Marke MALION VINTAGE, die Deadstock-Stoffe und Vintage-Artikel neu gestaltet, feiert ihr zehnjähriges Bestehen seit dem Start 2016. Zur Feier findet vom 9. (Freitag) bis 10. Oktober (Samstag) ein zweitägiges Pop-up im „TRUNK(HOTEL) CAT STREET“ in Jingumae, Tokio, statt. Die Öffnungszeiten sind am 9. von 14:00 bis 20:00 Uhr und am 10. von 12:00 bis 18:00 Uhr.

Die Marke wird von Eriko Ishida und Aki Shimizu geführt. Beliebt sind vor allem Spitzenartikel wie Häkelarbeiten sowie Denim. Für die neue Kollektion wählten sie weiße Spitze aus dem Archiv der Marke und verbanden Vintage-Spitze mit Wolle im Nadelfilzverfahren. Beim Pop-up gibt es neue Stücke zur Vorbestellung, außerdem Archivartikel und Accessoires; die Preise liegen zwischen 17.000 und 220.000 Yen.

Das Konzept lautet „neues Leben für etwas, das jemand einst geschätzt hat“. Laut Artikel nutzen viele Kundinnen und Kunden den kostenpflichtigen Reparaturservice, und mich spricht die Idee an, Altes zu reparieren und lange zu tragen. Der Flagship-Store „ORT“ wurde letztes Jahr eröffnet; künftig soll die Unisex-Linie ausgebaut und vor allem in Asien ein internationaler Kundenstamm aufgebaut werden.

Interessant finde ich, wie hier mit Vintage umgegangen wird: Gebrauchte Kleidung wird nicht unverändert verkauft, sondern alte Materialien werden genutzt, um neue Kleidung zu machen.

Quelle: FASHIONSNAP
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Ankle Jeans aus den 90ern: Wie CBK den knöchellangen Schnitt prägte

Vogue Germany schreibt, dass die Ankle Jeans der 90er-Jahre im Herbst 2026 ein Comeback feiern. Ich finde daran vor allem die Rückschau spannend, weil hier ein Vintage-Schnitt wieder auftaucht, den viele aus alten Fotos kennen.

Die Autorin erinnert an eine Zeit, in der alles um weite Silhouetten ging und Jeans die Schuhe komplett verschluckten. Jetzt habe sich die Stimmung gedreht: Neben der Straight-Leg-Jeans, die sich als dominanter Denim-Trend etabliert habe, seien auch die verkürzten Varianten ganz vorne dabei. Als Vorbilder nennt sie Stilikonen der 90er wie Carolyn Bessette-Kennedy, Jennifer Aniston und Julia Roberts. Besonders CBK trug demnach häufig die Levi's "517", mit leicht ausgestelltem Bein und einem Saum knapp über dem Knöchel. Spätestens seit dem Hype um die Serie "Love Story" scheinen viele ihre innere CBK zu channeln, heißt es im Text.

Praktisch ist der Hinweis, dass die Länge entscheidend ist: Ist der Saum zu kurz, wirkt es, als wäre man herausgewachsen, ist er nicht kurz genug, geht der Ankle-Effekt verloren. Die Autorin greift gern zu Levi's-Modellen und rät, vor dem Kauf die eigenen Maße zu kennen. Als Marken in der Auswahl werden COS, Nudie Jeans und Levi's genannt.

Für alle, die gern in Second-Hand-Läden oder auf Flohmärkten stöbern, ist das eine nützliche Orientierung: Eine alte Levi's 517 oder ein ähnlicher Schnitt aus den 90ern könnte gerade wieder genau richtig sein. Im Original erschien der Artikel zuerst bei Vogue.it und wurde von Vogue.co.uk syndiziert.

Quelle: Vogue Germany
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70er-Jeans im Herbst 2026: fünf Schnitte mit Vorbildern aus der Zeit

Die Vogue Deutschland widmet sich gerade den Jeans der Siebziger, und mich hat daran vor allem die Mode­geschichte hinter den Schnitten interessiert. Weite Modelle dominieren dieses Jahrzehnt, und im Herbst 2026 tauchen sie in verschiedenen Retro-Silhouetten wieder auf: mit Paisley-Mustern, Patchwork-Details oder extraweitem Schlag.

Die Schlagjeans gilt als eines der kultigsten Kleidungsstücke der 70er. Farrah Fawcett machte sie als lässige Alternative zur Bootcut-Jeans bekannt, und sie lässt sich bis heute gut mit Hemden, Pullovern und Stiefeln mit Absatz kombinieren.

Die Patchwork-Technik kam vor allem in den 60ern bei Röcken und Jeans auf und war im folgenden Jahrzehnt noch präsent. Jane Birkin wurde 1975 in einem solchen Modell fotografiert, was ihren mühelos eleganten Look unterstrich.

Gerade Jeans gab es in den Siebzigern natürlich auch, obwohl weite Schnitte dominierten. Der zeitlose Schnitt passt zum Boho-Style mit langer Bluse und Stiefeletten ebenso wie modern zur Lederjacke. Für einen schnellen Siebziger-Look empfiehlt der Artikel Boho-Muster, etwa Paisley auf einer geraden oder ausgestellten Jeans, dazu eine weiße Bluse, Lederjacke und Plateaustiefel.

Zum Schluss kommen die Palazzo-Jeans. Sie erinnern an das Studio 54, wo Bianca Jagger und Cher immer wieder in Palazzohosen aus Denim erschienen. Hohe Taille und weites Bein machen sie glamourös, und laut Runway und Streetstyle erleben sie im Herbst ein Comeback, getragen mit hohen Schuhen.

Der Beitrag ist ein Trendstück mit Einkaufslinks, das gebe ich zu. Trotzdem finde ich die Verweise auf echte Vorbilder aus den Siebzigern nützlich, wenn man beim Stöbern auf dem Flohmarkt oder in Second-Hand-Läden besser einschätzen möchte, welche Schnitte wirklich aus dieser Zeit stammen könnten.

Quelle: Vogue Germany
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Gherardini: seit 1885 in Florenz, die Taschen, die die 60er und 70er prägten

Auf Vogue Italia habe ich die Geschichte von Gherardini gelesen, einer der ältesten Lederwarenmarken Italiens. Erzählt wird sie von Riccardo Braccialini, Geschäftsführer von Pelletteria Fiorentina Montecristo. Es ist eine gute Lektion in Vintage-Mode, weil sie Daten, Modelle und Materialien miteinander verknüpft.

Alles beginnt im Frühjahr 1885, als Garibaldo Gherardini im Herzen von Florenz seine erste Werkstatt eröffnet, um kleine Lederartikel herzustellen. Dreißig Jahre später eröffnet er die Boutique in der Via della Vigna Nuova. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen unter der zweiten Generation die ersten ikonischen Modelle: die Dodici Dodici von 1959 mit Federverschluss und doppelter Öffnung, die Vittoria von 1968 mit dem Verschluss «Chiodo» und 1970 die Plattina mit schlanker Silhouette, bis heute einer der langlebigsten Bestseller.

Die 60er und 70er Jahre waren die goldenen Jahre. Laut Braccialini waren die Taschen überall. Getragen wurden sie von Twiggy, dem Markengesicht, aber auch von Sophia Loren, Claudia Cardinale, Marcello Mastroianni und Alberto Sordi. 1969 wurde im Sala Bianca des Palazzo Pitti die erste Kollektion mit Lederbekleidung für Frauen gezeigt, und wenige Jahre später erweiterte sich das Angebot zum Total Look mit Kleidung, Brillen und Tüchern.

Mitte der 70er Jahre kamen mit der dritten Generation das Monogramm und der erste Softy, ein Material, das die Grenzen des Leders überwinden sollte: Gewicht, Vergilben und geringe Haltbarkeit. 1990 verkaufte die Gründerfamilie die Marke.

Die Wiederbelebung folgte 2024 durch die Partnerschaft von Itochu Corporation und Pelfim. Der Weg führt über die Archive: Eine historische Tasche wird wieder aufgelegt, und daraus entstehen aktuellere Varianten. Heute gibt es nur einen eigenen Laden, in Tokio, doch der Traum ist die Rückkehr nach Florenz. Für alle, die alte Taschen suchen, hilft es, die Modellnamen und Entstehungsjahre zu kennen, um sie zu erkennen.

Quelle: Vogue Italia
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Die Absätze der Neunziger sind zurück: fünf Modelle und ihre historischen Vorbilder

Vogue France widmet sich den Absatzschuhen der 1990er-Jahre, die nach langer Abwesenheit wieder stark im Kommen sind. Mir gefällt, dass jedes Modell mit einem bestimmten Moment der Modegeschichte verbunden ist. Das hilft auch, bei der Suche in Vintage-Läden echte Stücke aus dieser Zeit zu erkennen.

Das erste Beispiel sind die zweifarbigen Pumps, die Chanel populär gemacht hat. 1992 verewigte das Haus sie in seiner Frühjahr-Sommer-Show, die Linda Evangelista im schwarz-weißen Duo eröffnete. Die Varianten mit dreieckiger Spitze sollen sich besonders gut mit einem Kostüm oder mit Jeans und einer Tweedjacke kombinieren lassen. Bei der ersten Chanel-Show von Matthieu Blazy tauchten sie ebenfalls wieder auf.

Der zweite Verweis sind Loafer mit Absatz. Der Artikel erinnert an die roten Ancora-Loafer von Gucci, die Helena Christensen bei der Herbst-Winter-Show 1995/96 trug, mit eckiger Spitze, goldenem Steg und dickem Absatz. Miu Miu bietet außerdem eine weiße Version für einen Preppy-Look an.

Dann kommen die Mules, die den Geist des Jahrzehnts verkörpern: vorn offen oder geschlossen, minimalistisch, getragen von Kate Moss und Cindy Crawford. Der Text erwähnt außerdem die geometrischen Linien von Miu Miu und die Mary Janes von Prada.

Laut Artikel muss man nicht mehr in Vintage- oder Secondhand-Läden suchen, weil diese Modelle heute sowohl bei Luxusmarken als auch bei günstigeren Labels erhältlich sind. Ich lese das eher umgekehrt: Es ist eine gute Liste von Silhouetten, die man erkennen sollte, wenn man Originale aus den Neunzigern sucht. Diese Rückkehr von Minimalismus und selbstbewusster Eleganz ist auch ein guter Anlass, sich anzusehen, was im Schrank schon schläft.

Quelle: Vogue France
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Was jedes Jahrzehnt in die Garderobe 2026 zurückbringt

Ich bin auf einen Überblick gestoßen, der Jahrzehnt für Jahrzehnt zeigt, was in diesem Jahr zurückkommt. Für alle, die gern Vintage kaufen, liest sich das wie ein praktischer Spickzettel. Kurz gesagt: Die Leute wollen nicht mehr das komplette Kostüm vom Kopf bis zu den Füßen. Ein einziges Stück aus einer früheren Epoche reicht, um ein modernes Outfit zu verankern.

Die 1940er liefern die Konstruktion: betonte Taillen, Prinzessnähte, klar definierte, aber nicht gepolsterte Schultern und den Rockanzug aus Wollmischungen, Baumwollsatin oder Stoffen im Stil von Viskose. Die 1950er gelten als Ankerjahrzehnt von 2026. Fit-and-Flare-Schnitte sind seit Diors New Look von 1947 im Umlauf, und der aktuelle Dreh ist ein kräftiger Novelty-Print mit Kirschen, tropischen Motiven oder Katzen auf einem Swingrock, kombiniert mit einem schlichten Strickoberteil.

Die 1960er zeigen sich als Mod-Look: A-Linien-Shiftkleider, Colour Blocking, kontrastierende Kragen und große dekorative Knöpfe, Säume über dem Knie mit blickdichter Strumpfhose. Die 1970er tendieren zum Boho-Stil: weite Hosen, Wildleder, Prairie-Blusen und Midikleider in Senfgelb, Oliv, Rost und Creme. Laut Artikel ist die Stimmung eher Laurel Canyon als Studio 54, mit einer kleinen mittelalterlich-romantischen Linie aus geschnürten Mieder und Glockenärmeln.

Auf dem Laufsteg sind die 1980er die große Geschichte für Frühjahr 2026: Power-Schultern, Oversize-Blazer und Juwelentöne, aus Paris werden Chloé, Schiaparelli und Elie Saab genannt. Die 1990er antworten mit Minimalismus, Slipdresses und klaren neutralen Linien. Ein Styling-Tipp hat mir besonders gefallen: ein Seidentop im Stil der 90er mit einem Cardigan im Schnitt der 1950er zu kombinieren.

Ich finde den Wandel von der Kostümierung hin zu einzelnen Statement-Stücken am spannendsten. Außerdem ist das der einfachste Einstieg in Vintage: Man muss nicht eine ganze Epoche finden, sondern nur ein gutes Teil. Der Text stammt vom Blog eines Londoner Labels für Reproduktionen und Retro-Mode, deshalb verweist er naheliegenderweise auf die eigene Marke und ähnliche Labels, das sollte man im Hinterkopf behalten. Trotzdem ist es als Landkarte der Silhouetten nach Jahrzehnt eine nützliche Sache.

Quelle: Collectif London Blog
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Leser teilen ihre besten Secondhand-Funde zu Oxfams Second Hand September

Zur Feier von Oxfams Kampagne Second Hand September, die dazu auffordert, dreißig Tage lang keine neuen Kleider zu kaufen, hat der Guardian seine Leserinnen und Leser nach ihren liebsten Secondhand-Funden und den Geschichten dahinter gefragt. Spannend fand ich, wie verschieden die Antworten ausfallen, von einem Hut für 2 Pfund bis zu einem Designeranzug.

Nisha Daniel aus Kalkutta kaufte 2022 bei eBay einen rosa-roten Plisseerock aus Prada-Seidenjacquard für 28 Pfund. Er kam zerknittert an wie ein Papiertaschentuch, und die Falten wieder herzustellen dauerte rund drei Stunden und unzählige Durchgänge mit dem Bügeleisen. Deb Grant, Moderatorin bei BBC Radio 6, fand in Melbourne in einem Laden namens Shag ein blaues Kleid aus den 1960er-Jahren für 50 Dollar und trug es bei den Brit Awards.

Alicia aus Adelaide zahlte 1996 in einem Secondhand-Laden in Orange, New South Wales, 5 Dollar für ein Kleid aus den 1970er-Jahren. Ein paar Monate später hatte sie es in ihrer Handtasche, als sie heiratete. Heute ist es noch in gutem Zustand, und das Muster aus rosa Punkten wirkt aus der Ferne wie eine optische Täuschung. Rachels Mutter fand in einem Secondhand-Laden in Westaustralien eine Kette für 5 Dollar, ließ sie bei einem Juwelier reinigen und erfuhr, dass es sich um Sterlingsilber des italienischen Designers OP Orlandini handelte. Der Juwelier war so beeindruckt, dass er nichts berechnete.

Jane aus Lewes zögerte bei einem Preisschild von 50 Pfund an einem auffällig orangefarbenen Anzug, bis sie herausfand, dass er von Altuzarra stammt und neu mindestens 2.000 Pfund wert wäre. Außerdem gibt es die Strickmütze für 2 Pfund, die Graham Berridge in einem Laden der British Heart Foundation für seinen festivalbegeisterten Sohn kaufte.

Was ich aus der Sammlung mitnehme: Die Suche nach Vintage belohnt Geduld und einen genauen Blick auf Etiketten, Stoffe und Zustand. Die Geschichten erinnern außerdem daran, dass Kleidungsstücke früherer Jahrzehnte noch viele Jahre getragen werden können.

Quelle: The Guardian
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Warum kommt alte Mode zurück?

Ich habe einen kurzen Text von Tuniscope gelesen, der im Juni 2026 erschienen ist und eine Frage stellt, die sich jeder, der alte Kleidung mag, sicher schon einmal gestellt hat: Warum kommt die Mode von gestern wieder nach vorn? Die Grundidee lautet, dass Mode nie wirklich verschwindet. Sie kehrt Jahre später in neuer oder veränderter Form zurück, und genau das nennt der Artikel den Modezyklus.

Zuerst geht es um Nostalgie. Jüngere Generationen holen sich ihre Inspiration oft aus Kleidung der 90er- und 2000er-Jahre, über Fotos, Filme und Prominente, die diese Stücke wieder getragen haben. Dann kommen die sozialen Medien ins Spiel: Wenn Influencer und Stars klassische Designs erneut tragen, kann ein alter Stil in kurzer Zeit zu einem weltweiten Trend werden.

Auch Designer spielen eine Rolle. Viele greifen ältere Teile wieder auf und passen Farben, Schnitte oder Stoffe dem heutigen Geschmack an. Der Artikel nennt außerdem einen wirtschaftlichen Aspekt: Käufer suchen Kleidung, die sie auf verschiedene Weise wiederverwenden und kombinieren können. Alte Trends werden dadurch zu einer praktischen Wahl, die weniger kostet als Neuentwürfe.

Fazit: Die Rückkehr der Mode ist das Ergebnis von Kultur, Medien, Wirtschaft und kollektivem Gedächtnis, die zusammenwirken. Was heute alt wirkt, kann morgen der neueste Stil sein. Der Artikel bleibt allgemein und nennt weder Designer noch Zahlen, aber mir gefiel, wie er Nostalgie und Ökonomie verbindet. Genau das sieht man auch auf den Secondhand-Märkten hier.

Quelle: Tuniscope
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Party Girl: Wie Parker Posey zur Modeikone der 90er wurde

Vogue Frankreich blickt auf „Party Girl“ (1995) zurück, den Film, der Parker Posey in den 1990ern zur „Königin der Indie-Filme“ machte und der auch mehr als dreißig Jahre nach seinem Start noch inspiriert. Für Vintage-Fans ist das eine sehr vergnügliche Lektüre.

Der Film folgt Mary, einer Partygängerin aus der Underground-Clubszene New Yorks, die nach einer Feier in ihrer Wohnung in einer öffentlichen Bibliothek arbeiten muss, um ihre Kaution zurückzuzahlen. Genau dort entdeckt sie, dass sich Partys und Bücher nicht ausschließen.

Stilistisch konzentriert sich der Artikel darauf, wie Mary sich kleidet: Sie erscheint in der Bibliothek in einem Minimantel aus Leopardenfell, roten Strumpfhosen und mit Sonnenbrille, mischt Vintage mit Fundstücken aus Second-Hand-Läden und trägt drei T-Shirts übereinander. Zum 25. Jubiläum des Films sprach Parker Posey selbst über junge New Yorkerinnen, die sich über ihre Kleidung erfinden, etwa mit einer Matrosenhose aus den 1970ern, Absätzen und einem schönen Hemd.

Vogue weist außerdem darauf hin, dass der Film auch ästhetisch seiner Zeit voraus war: Er war der erste Spielfilm, der vorab im Internet gezeigt wurde. Mary wurde zur Ikone für alle, die sich für die Bibliothek anziehen, als würden sie abends ausgehen.

Persönlich nehme ich vor allem mit, dass der Look des Films weniger auf teuren Stücken beruht als auf dem Mut, sie zu kombinieren. Das ist eine schöne Lehre für alle, die gerne in Second-Hand-Läden stöbern.

Quelle: Vogue Frankreich