Speedrunning

Weltrekord in „Smuta“: 4 Stunden 58 Minuten und Stealth-Missionen, die man auswendig lernen musste

DTF hat die Geschichte von Jan Kotikow veröffentlicht, der als erster Mensch der Welt einen Speedrun von „Smuta“ geschafft hat. Seine Endzeit beträgt 4 Stunden, 58 Minuten und 3 Sekunden. Laut seiner Schilderung kam die Idee spontan: Auf Speedrun.com sah er, dass die Kategorie frei war und es keine Konkurrenz gab.

Der Autor beschreibt Speedrunning als Ausdauerprüfung. Es brauche Zeitmanagement, Routenoptimierung und Geduld. Er hat die Laufwege der NPCs in den Stealth-Missionen und die Positionen der Wölfe in den Wäldern auswendig gelernt. Als eigenes Risiko nennt er den Moment, in dem die Figur durch den Boden fällt oder in einem endlosen Fall hängen bleibt. Am meisten Qual bereiteten der Stealth-Teil und die vielen verpatzten Versuche.

Eine besonders witzige Beobachtung: Das Spiel wurde wegen technischer Probleme stark kritisiert, deshalb versuchte Jan gezielt, es zu brechen, um einen nützlichen Glitch oder einen Durchbruch durch die Wand zu finden. Fast keine Bugs tauchten auf; das Spiel lief genau dort stabil, wo er es kaputt machen wollte. Auch die üblichen Engine-Bugs funktionierten nicht, also hat er ehrlich durchgespielt. Er betont, dass er kein Glitch-Spezialist ist.

Die Spielseite auf Speedrun.com hat er selbst gestaltet. Er gibt zu, dass sie hübsch ist, aber wohl nur ihn selbst interessiert. Es gibt außerdem eine rohere Version des Laufs in 9 Stunden, die er nur für Masochisten geeignet findet. Mir gefallen die Selbstironie des Textes und die Herangehensweise: Manchmal ist ein Rekord einfach eine leere Kategorie und jede Menge Sturheit.

Quelle: DTF

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