Whisky

Erstmals schließen in den USA mehr Craft Distilleries, als neue eröffnen

Eine Zahl aus dem aktuellen Craft Spirits Data Project hat mich nachdenklich gemacht: Ende August 2026 gab es in den USA 2.131 aktive Craft-Brennereien, 6,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2.282). Zum ersten Mal haben demnach mehr Betriebe geschlossen, als neu eröffnet wurden.

Die American Craft Spirits Association (ACSA) und Park Street stellten die Daten bei ihrem jährlichen Wirtschaftsbriefing in Washington, D.C. vor. Sie beziehen sich auf das Kalenderjahr 2025 und wurden zwischen Juni und August 2026 direkt bei den Produzenten erhoben.

Der Absatz sank um 8,0 Prozent auf 11,7 Millionen 9-Liter-Kisten, der Wert um 3,7 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. Der Marktanteil der Craft-Spirituosen liegt bei 4,2 Prozent der Menge und 7,3 Prozent des Werts. Die Exporte brachen um 13,4 Prozent auf 123.000 Kisten ein, und die Zahl der Vollzeitstellen fiel um 25,6 Prozent auf 21.285.

Als Gründe nennen die Verbände schlankere Sortimente im Großhandel, der seine Lagerbestände abbaut, schrumpfende Exportmärkte unter Zöllen und das Verbot des Direktversands an Verbraucher in den meisten Bundesstaaten. Interessant finde ich, dass der Anteil der Tasting Rooms am Craft-Umsatz von 14 Prozent (2015) auf 26 Prozent (2025) gestiegen ist.

Für Whisky-Fans ist das keine reine Branchennachricht: Viele kleine Brennereien, die wir gern probieren, stehen offenbar unter Druck.

Quelle: WhiskyExperts

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