Ich war lange mit einem viel zu schweren Rucksack unterwegs, aber kürzlich habe ich einen Ratgeber zum Ultraleicht-Wandern gelesen, der mich zum Umdenken gebracht hat. Die Grundidee ist einfach: Fang mit den großen Drei an – Zelt, Rucksack und Schlafsystem. Wer dort leichte Varianten wählt, kann sofort mehrere Kilo einsparen.
Am meisten geholfen hat mir, die gesamte Ausrüstung zu wiegen und die Gewichte in eine Tabelle einzutragen. So sieht man schnell, woraus der Rucksack eigentlich besteht. Ein guter Richtwert ist „drei für drei“: Zelt, leerer Rucksack, Schlafsack und Isomatte dürfen zusammen höchstens drei Kilo wiegen.
Beim Schlafsack lässt sich leicht sparen – Daune isoliert bei geringerem Gewicht besser als Kunstfaser, und eine aufblasbare Isomatte lässt sich viel kleiner packen als eine Schaumstoffmatte. Auch die Küche kann leichter werden: Wer nur Wasser kochen will, kommt mit einem kleinen Schraubkartuschenkocher aus.
Das Wichtigste, was ich gelernt habe: sich trauen, Dinge wegzulassen, statt immer mehr dazuzunehmen. Lass die „Nice to have“-Sachen zu Hause, dann hältst du länger durch und genießt die Natur mehr, statt nur auf deine Füße zu starren.
Quelle: Scandinavian Outdoor
Eine der ehrlichsten Ausrüstungsgeschichten, die ich in letzter Zeit gelesen habe, stammt von The Trek. Katie Jackson ersetzte für eine Herbst-Durchwanderung des Long Trail in Vermont ihr Zelt Durston X-Mid Pro 1 durch eine Zpacks Hexamid Pocket Plane, vor allem um weniger Gewicht zu tragen. Der Tausch sparte 11,6 Unzen, der größte Teil davon durch den Verzicht auf Moskitonetz und Zeltboden.
Die Überraschung ist, dass der eigentliche Gewinn beim Volumen lag. Das Zelt ließ sich auf etwa 3,5 Liter verstauen, die Plane brauchte nur 0,7 Liter, sodass in einem kleinen Rucksack mehr Essen Platz hatte. In 13 Nächten übernachtete sie zweimal wild am Boden, zehnmal in den hölzernen Unterständen des Wanderwegs und baute die Plane nie auf. Dennoch spürte sie den Vorteil der leichteren und kleineren Ausrüstung.
Sie spricht auch offen über die Nachteile, die sie auf späteren Touren fand. Ohne Netz fehlte mehr Windschutz als erwartet, Nächte unter null fühlten sich kälter an, und an staubigen Stellen wachte sie mit Sand und Dreck auf. Ohne Boden sind Regen, der vom verdichteten Boden zurückspritzt, und Grundwasser größere Probleme, weshalb die Platzwahl sehr wichtig ist. Insekten und Privatsphäre sind die offensichtlichen Kosten.
Auf der Plusseite gab es deutlich weniger Kondenswasser, das DCF-Gewebe trocknet in der Sonne in Minuten, und es gibt schlicht weniger, was kaputtgehen kann: keine Reißverschlüsse, keinen Boden zum Einreißen, nur eine Stange. Sie genießt es, die Sterne zu sehen, und wachte einmal auf und fand einen Puma nur wenige Meter entfernt.
Ihr Fazit: Es gibt keine einzig richtige Antwort. Für den Continental Divide Trail wählte sie ohne Zögern ein Zelt, wegen Höhe, Wind und Monsunwetter. Das fand ich gut: Ultraleicht heißt, die Ausrüstung auf die Tour abzustimmen, nicht, auf die niedrigste Zahl auf der Waage zu zielen.
Quelle: The Trek
Im OUTDOOR-Magazin ist im August eine Ultraleicht-Packliste erschienen, die mir gut gefällt, weil sie nicht gleich mit dem Teuersten anfängt. Autor Robert Klink setzt die Grenze, ab der man von ultraleicht spricht, bei einem Basisgewicht von unter fünf Kilogramm, also ohne Essen, Wasser und Brennstoff.
Sein Ausgangspunkt sind die „großen Vier“: Zelt, Rucksack, Isomatte und Schlafsystem. Dort lässt sich am meisten Gewicht sparen, dort wird man aber auch am schnellsten zu radikal. Als leichtes Zelt nennt er zum Beispiel ein Dyneema-Modell wie das Tarptent Rainbow Li, als komfortablere Variante das Durston X-Dome 1. Bei den Rucksäcken reicht die Spanne vom Zpacks Nero mit 38 Litern bis zu deutlich günstigeren Modellen von Naturehike oder Quechua.
Besonders einleuchtend finde ich seinen Rat zur Isomatte: Hier sollte man am wenigsten sparen, denn schlechter Schlaf verdirbt jede Tour. Auch beim Schuhwerk plädiert er für leichte Modelle, weil Gewicht am Fuß viel stärker zu spüren ist als Gewicht im Rucksack.
Spannend ist auch die Preisfrage. Eine funktionierende Liste bekommt man laut Artikel schon für 500 bis 800 Euro, sie ist dann nur etwas schwerer und sperriger. Eine echte High-End-Ausrüstung kostet dagegen weit über 5.000 Euro. Ultraleicht muss also nicht teuer sein.
Mein Fazit nach dem Lesen: Erst solide starten und nach jeder Tour prüfen, was wirklich gestört hat – und erst dann gezielt aufrüsten, am besten zuerst bei Isomatte, Schlafsystem und Zelt. Das nehme ich als Leitfaden mit.
Quelle: OUTDOOR Magazin
Brad McCartney, ein Australier, der die Triple Crown (PCT, CDT und AT) abgeschlossen hat, hat im Juli 2026 seine Leichtwander-Packliste veröffentlicht. Sie ist eine praktische Referenz, wenn du deinen Rucksack erleichtern willst. Sein Ziel ist ein Basisgewicht unter 10 lb (4,5 kg). In der Praxis liegt er meist unter 13 lb (6 kg) und steigt bei sehr kalten Bedingungen mit Schneeschuhen und Winterkleidung auf etwa 20 lb (9 kg).
Die Kernausrüstung, also Rucksack, Trekkingstöcke und Schlafsystem, wiegt rund 5 lb (2,28 kg). Dazu gehören der Zpacks Arc Haul Ultra 50 L (585 g), das Zelt Zpacks Plex Solo (395 g), die Gossamer-Gear-LT5-Stöcke (280 g), der Schlafsack Sea to Summit Spark (665 g) und die Isomatte Therm-a-Rest NeoAir XLite NXT (350 g). Die Kochausrüstung ist winzig: PocketRocket-Deluxe-Kocher, ein 550-ml-Titantopf und ein Spork, zusammen rund 171 g.
Einige seiner Tipps haben mich besonders angesprochen. Leichtere Zelte, Matten und Schlafsäcke gehen auf Kosten von Haltbarkeit und Isolierung, deshalb sollte man auf Wärmeleistung unter dem Gefrierpunkt achten und den R-Wert der Matte prüfen. Ein Quilt funktioniert gut über dem Gefrierpunkt, ein Schlafsack ist darunter besser. Carbonstöcke sind leichter, können aber brechen, während Aluminiumstöcke sich zurückbiegen lassen. Eine Regenhose eignet sich auch als Windhose, und eine Regenjacke kann man zum Aufwärmen mit ins Bett ziehen.
Ich mag, dass er ehrlich über Kompromisse spricht, etwa dass Cold Soaking für ihn nicht funktioniert hat. Die Seite enthält allerdings Affiliate-Links, das sollte man bei den Ausrüstungsempfehlungen im Hinterkopf behalten.
Quelle: Bike Hike Safari
Wenn man den Rucksack erleichtern will, ist Kleidung oft der Bereich, in dem man zu viel einpackt. Der Leitfaden von François Jourjon auf Randonner Malin zum Drei-Schichten-System schien mir eine gute Grundlage: möglichst wenig Kleidung für maximale Wirkung und eine angenehme Temperatur, sowohl beim Gehen als auch im Stehen.
Die erste Schicht liegt auf der Haut und soll Schweiß ableiten und schnell trocknen. Der Autor rät von Baumwolle ab, die Feuchtigkeit aufnimmt und abkühlt, und vergleicht schnell trocknende Kunstfasern mit Merinowolle, die wärmer, aber empfindlicher ist. Die zweite Schicht isoliert, indem sie Luft einschließt: Fleece oder synthetisch gefüllte Jacken, die auch feucht noch wärmen, oder Daunen, die bei gleichem Gewicht deutlich besser isolieren, aber mit Nässe schlecht zurechtkommen. Die dritte Schicht hält Wind und Regen ab und lässt gleichzeitig Schweiß entweichen, denn es bringt nichts, dem Regen auszuweichen, um am Ende vom eigenen Schweiß durchnässt zu sein.
Für einen leichten Rucksack war für mich besonders hilfreich, dass man nicht immer alle drei Schichten braucht. Bei starkem Wind ohne große Kälte lässt sich ein Merino-Shirt mit einer atmungsaktiven Regenjacke kombinieren. Bei trockenem, sehr kaltem Wetter reichen eine Basisschicht und ein bis zwei Zwischenschichten. Manche Kleidungsstücke erfüllen mehrere Funktionen, etwa Softshells oder winddichte Fleeces, sodass man die Zahl der Teile reduzieren kann.
Der letzte Tipp lautet, sich beim Gehen nicht zu warm anzuziehen: Man schwitzt und friert dann, sobald man stehen bleibt. Besser ist es, eine Schicht auszuziehen, bevor man ins Schwitzen kommt, und die Belüftung zu nutzen, etwa die Reißverschlüsse unter den Achseln. Ein einfacher Artikel, der aber verhindert, dass man einen ganzen Haufen Kleidung mitschleppt.
Quelle: Randonner Malin
Decathlon legt unter der Marke Simond eine ultraleichte Trekking-Serie für Fernwanderer und Fastpacker auf. Das Motto laut Outdoor Magazin: "Die Tour genießen, nicht das Gepäck tragen." Fünf Produkte stehen im Mittelpunkt, und die Zahlen sind für Gramm-Zähler interessant.
Der Trekkingrucksack MT900 UL 50 l wiegt 880 g, besteht aus wasserabweisendem 100D-Polyamid und hat einen Rolltop-Verschluss, große Außentaschen und ein belüftetes, höhenverstellbares Tragesystem. Die Carbon-Trekkingstöcke Sprint kommen auf 184 g pro Stock (110 bis 130 cm, zusammengelegt 36,5 cm). Der Daunen-Quilt Sprint 0 °C wiegt 640 g in Größe L, hat 900 cuin RDS-Gänsedaunen und ein Packmaß von 33×18 cm.
Die Luftmatratze MT900 bringt 615 g auf die Waage (570 g ohne Hülle), ist 9 cm dick und hat einen R-Wert von 5,4. Die Redaktion merkt an, dass der R-Wert nicht immer völlig aussagekräftig ist. Das Highlight ist das Dyneema-Tarpzelt für zwei Personen: 510 g, Außenzelt DCF15, Boden DCF18, Wassersäule 15.000 bzw. 20.000 mm, Aufbau mit zwei Trekkingstöcken, windfest bis 70 km/h. Preis: voraussichtlich 749,99 € ab Mai 2026.
Ich finde spannend, dass Dyneema-Material jetzt in der Preisklasse eines großen Händlers ankommt. Wer ernsthaft Gewicht sparen will, sollte die Angaben trotzdem selbst nachwiegen, denn es sind Herstellerzahlen.
Quelle: Outdoor Magazin
Ich habe eine Bergausrüstungsliste mit 2,8 kg Basisgewicht gelesen, die ULコンパス (UL Compass) veröffentlicht hat, aktualisiert im Februar 2026. Verfasst wurde sie von Karu-kichi, der seit neun Jahren Ultraleicht praktiziert. Die Gewichte wurden mit einer elektronischen Waage gemessen und nicht aus Herstellerangaben übernommen. Vorausgesetzt werden schneefreie Zeit, eine Höhe um 2.000 m, zwei Nächte und drei Tage, rund 20 km Gehstrecke pro Tag und nächtliche Tiefstwerte bis 1 °C.
Die Summe beträgt 2.863 g, aufgeteilt in Tragen 486 g, Schlafen 651 g, Kleidung 818 g, Essen 259 g und Stützen 649 g. Der Rucksack ist ein Yamato MINI2 (448 g), der Unterschlupf ein Zpacks Hexamid Pocket Tarp (142 g), der Schlafsack ein CUMULUS X-LITE200 (297 g) und die Isomatte 75 g. Allein die Zahlen sind schon lehrreich.
Der Autor stützt sich auf vier Grundgedanken: einen Rucksack ohne Gestell, einen Unterschlupf ohne Bodenplane, einen Daunenschlafsack mit 900 FP sowie einen Titantopf mit Spirituskocher. Das Essen besteht überwiegend aus Gefriergetrocknetem, deshalb beschränkt sich das Kochgerät auf das Erhitzen von Wasser.
Am meisten hat mich der Satz »Leicht ausgerüstet, gut vorbereitet« beschäftigt. Bei der Vorbereitung zu sparen, um leicht zu werden, ist nicht dasselbe wie Ultraleicht, und die sicherheitsrelevanten Teile bleiben vollständig. Wichtiger als ein Wettlauf um das Basisgewicht ist die Frage, warum man sich für ein bestimmtes Teil entscheidet. Gut fand ich auch, dass die Liste ihre Definitionen offen angibt: Smartphone und Wechselkleidung fehlen, Trekkingstöcke sind dabei. Beim Vergleich mit fremden Listen muss man genau diese Punkte zuerst angleichen.
Quelle: ULコンパス
Auf dem Trail hat man oft den Eindruck, dass alle einen Quilt, ein Zelt mit Trekkingstöcken und einen DCF-Rucksack dabeihaben. Deshalb fand ich es spannend, dass The Trek die eigenen Umfragezahlen ausgewertet hat, um zu fragen, ob sich Ultraleicht beim Fernwandern wirklich durchsetzt.
Die übliche Definition von Ultraleicht ist ein Basisgewicht unter 10 Pfund (etwa 4,5 kg). In der Appalachian-Trail-Umfrage von The Trek aus dem Jahr 2025 mit 279 Teilnehmenden fiel nur ein kleiner Teil in diese Spanne. Der durchschnittliche Wanderer startete mit einem Basisgewicht von 20 Pfund und beendete die Tour mit 18 Pfund. Als die Umfrage diese Daten 2016 erstmals erhob, lag der typische Wert bei 19 Pfund, also hat sich praktisch nichts verändert. Der PCT zeigt ein ähnliches Bild: Die Umfrage von Halfway Anywhere aus dem Jahr 2025 ergab ein durchschnittliches Startgewicht von 17,8 Pfund und ein Endgewicht von 15 Pfund.
Der Autor bietet einige Erklärungen an. Die Umfragedaten reichen nicht weit genug zurück, um die großen Ausrüstungsinnovationen zu erfassen, und viele Menschen kaufen leichteres Material, um Platz für Komfort zu schaffen, etwa eine breitere Isomatte, zusätzliche Socken oder ein Taschenbuch. Vielleicht wird die Ausrüstung eher mainstream als die minimalistische Philosophie dahinter. Auch die Zeltwahl erzählt dieselbe Geschichte: Das Zpacks Duplex und das Durston X-Mid belegten Platz eins und zwei, doch das nicht ultraleichte Big Agnes Copper Spur kam auf Platz drei. Leichte, aber nicht ultraleichte Rucksäcke wie der Osprey Exos und der ULA Circuit dominierten, und die durchschnittliche Rucksackgröße lag bei 53 Litern.
Mein Fazit: Ultraleicht ist ein Spektrum. Die meisten Wandernden kombinieren einige leichte Teile mit normaler Ausrüstung, und viele sind mit etwa 18 Pfund zufrieden. Der Autor fragt außerdem, wann es zu leicht wird, denn Gewicht zu sparen lohnt sich nicht, wenn man am nächsten Morgen steif und wund ist. Wer unter 10 Pfund bleiben will, hat es heute so leicht wie nie, doch die Daten zeigen, dass die meisten dieses Ziel nicht teilen.
Quelle: The Trek
Fastpacking ist für mich keine Disziplin mit festen Regeln, sondern eine Art der Fortbewegung in den Bergen: schneller als ein klassischer Wanderer, aber ohne den Leistungsdruck eines Ultralaufs. Lange Tage, ein kontrolliertes Tempo. Laufen, wandern, Klettern, Absteigen.
Das Projekt heißt "Pyrenean Triple Crown Adventure": drei komplette Querungen durch die Pyrenäen, von der Atlantischen Küste bis zum Mittelmeer. Keine geraden Linien, sondern hohe Grate, abgelegene Pässe und tiefe Täler.
Das Packgewicht beträgt maximal sechs Kilogramm, ist aber dennoch vollständig:
- ein Laufrucksack wie der Rab Veil XP 20L oder 30L (letzterer maximal mit 25 Litern gefüllt)
- ein ultraleichter Ridge Raider Bivi von Rab als Unterschlupf
- für die Nacht eine Mythic Ultra 120 Modular mit einer Ultrasphere 4.5 Isomatte
- eine isolierende Basisschicht, eine Windstopper-Jacke und eine wasser- und winddichte Laufjacke
- Wasser in Softflaschen, nachgefüllt aus Bergquellen
- für Notfälle ein Erste-Hilfe-Set, eine Stirnlampe, ein Notbiwaksack und ein Telefon.
Das wichtigste Prinzip: leicht, aber niemals leichtfertig. In den Pyrenäen kann man an einem Tag gleißende Sonne auf kahlen Felsen und Kälte in einem windigen Pass erleben. Ein nasser Körper, Wind in der Höhe und Müdigkeit bilden eine gefährliche Kombination, daher ist es keine Frage des Komforts, sondern eine Notwendigkeit, warm und trocken zu bleiben.
Dörfer und Hütten sind Ankerpunkte, aber keine Garantien: Öffnungszeiten ändern sich und Vorräte können zur Neige gehen. Selbstständigkeit bleibt oberstes Gebot. Und die eigentliche Arbeit beginnt zu Hause, mit dem Studium von Höhenlinien und der Überlegung verschiedener Szenarien: wo kann ich absteigen, wo kann ich Schutz finden?
Je weniger ich trage, desto mehr erlebe ich. Das klingt wie ein Klischee, aber jede Tour bestätigt es immer wieder.
Quelle: Geert van Nispen
Viele zögern bei der Wahl der Brennstoffflaschengröße für einen MSR-Benzinkocher. ULCompass hat einen übersichtlichen Vergleich nach Gewicht und Brenndauer veröffentlicht. Hier ist eine Zusammenfassung.
Zuerst die Frage, warum man die Originalflasche wählen sollte. Das Gewinde ist eigens auf die Pumpe des Kochers abgestimmt und verhindert, dass unter Druck Brennstoff austritt. Bei Flaschen anderer Hersteller steigt schon bei einer geringfügigen Abweichung im Gewinde das Risiko von Undichtigkeiten oder sich lösenden Teilen, und MSR schließt Schäden durch nicht originale Produkte von der Garantie aus. Der Artikel erwähnt außerdem, dass die Flaschen aus einem Stück Aluminium stranggepresst sind, sodass Boden und Schultern von Natur aus dicker und damit stabiler werden.
Die Daten im Überblick: Die 11-oz-Flasche fasst 325 ml und wiegt in der Praxis 126 g. Die 20-oz-Flasche fasst 591 ml und wiegt 180 g. Die 30-oz-Flasche fasst 887 ml und wiegt 223 g. Mit Benzin im Whisperlite International erreicht die 20-oz-Flasche laut MSR-Angabe etwa 110 Minuten Dauerbetrieb, die 11 oz etwa 60 Minuten und die 30 oz etwa 165 Minuten. Die Werte für 11 oz und 30 oz sind allerdings Richtwerte aus dem Volumenverhältnis, und die tatsächliche Zeit hängt von Temperatur, Wind, Höhe und Flammenstärke ab.
Der Autor empfiehlt für Solotouren die leichte 11-oz-Flasche als Standard, bei größeren Gruppen oder aufwendigem Kochen die 20 oz. Die 30 oz eignet sich für lange Durchquerungen und Winterbergtouren, ist dafür aber deutlich schwerer.
Für Ultraleicht-Fans zählen auch ein paar Dutzend Gramm, doch die Idee, den nötigen Brennstoff aus Tagen und Personenzahl rückwärts zu berechnen und eine zu große Flasche zu vermeiden, ist ein nützlicher Gedanke.
Quelle: ULCompass
Adventure Alan (Alan Dixon) und Jaeger Shaw haben im März 2026 ihre bekannte Ultraleicht-Ausrüstungsliste für Rucksacktouren unter 10 Pfund überarbeitet. Ein Blick lohnt sich, egal ob man das eigene Gepäck abspecken möchte oder einfach wissen will, wo der Maßstab liegt.
Die Grundaussage ist einfach: Mit weniger als zehn Pfund Ausrüstung lässt sich in der Wildnis sicher, warm und komfortabel übernachten. Die Autoren schreiben, dass die Liste seit über zwanzig Jahren verfeinert wurde und auf Routen von Alaska bis Patagonien getestet wurde. Ziel ist es, das getragene Gewicht zu senken und gleichzeitig Qualität und Funktion zu verbessern.
Die Definition ist entscheidend, deshalb fand ich gut, dass sie sie ausdrücklich erklären. Das Basisgewicht umfasst hier den Rucksack und alles, was sich beim Wandern darin befindet. Am Körper getragene oder in der Hand gehaltene Dinge, optionale oder situationsabhängige Ausrüstung sowie Verbrauchsmaterial wie Essen, Wasser, Brennstoff und Sonnencreme bleiben außen vor. Das entspricht der Konvention der meisten Listen, ist aber das Erste, was man prüfen sollte, wenn man Zahlen verschiedener Personen vergleicht.
Die Autoren betonen außerdem, dass dies ein Ausgangspunkt und keine Vorschrift ist. Passt die Liste an eure Tour, das Klima und die Annehmlichkeiten an, auf die ihr nicht verzichten wollt. Die vollständige Liste mit allen Einzelposten steht auf der Website von Adventure Alan; die Seite, die ich gelesen habe, ist daher eher ein Überblick über die Denkweise.
Am meisten gefällt mir der Gedanke, dass leichter nicht schlechter bedeuten muss. Bessere Materialien erlauben es, weniger zu tragen, ohne sich benachteiligt zu fühlen, und ein klar definiertes Basisgewicht macht sichtbar, wo die nächste echte Einsparung möglich ist.
Quelle: Sawyer Products Blog (Adventure Alan)
Eine einfache Möglichkeit, den Rucksack zu erleichtern, ist, das Zelt zu Hause zu lassen und in Unterständen zu schlafen. Utemagasinet hat eine kurze Anleitung mit sieben Tipps, die daran erinnert, wie viel Gewicht und Platz man sparen kann. Ohne Zelt lässt sich ein kleinerer Rucksack tragen, und die Wanderung wird leichter.
Ein Unterstand ist ein Bau, der vor Wetter und Wind schützt und auf einer Seite offen ist. Man findet sie oft entlang von Wanderwegen im Flachland, manchmal mit einer Feuerstelle. Aber nicht alle Unterstände sind zum Übernachten gedacht; manche haben nur Bänke zum Sitzen, deshalb lohnt sich ein Blick im Voraus. Zu finden sind sie über Google Maps und die Website der Gemeinde.
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ist der Unterstand groß, muss man den Platz eventuell mit Fremden teilen, und stadtnahe Unterstände in beliebten Outdoorgebieten sind oft ausgebucht, also rechtzeitig kommen. In der Nebensaison hat man den Platz oft für sich. Die meisten lassen sich nicht buchen, aber es gibt architektonisch gestaltete, spektakuläre Unterstände, die in manchen Gegenden reserviert werden können.
Die Ausrüstung bleibt ohnehin minimal: eine Isomatte, ein Schlafsack und Kleidung, die zur Temperatur passt. Wollunterwäsche eignet sich gut als Schlafanzug. Für etwas mehr Gemütlichkeit empfiehlt der Artikel gutes Essen, eine Lichterkette und eine Laterne, dazu ein Moskitonetz, wenn es viele Mücken gibt.
Mir gefällt, dass der Tipp für alle, die leicht wandern wollen, in die richtige Richtung zeigt: Statt noch ein Leichtgewichtsprodukt zu kaufen, überlässt man Dach und Wände dem Weg. Das ist günstig, einfach und passt gut zu einer Herbstwanderung.
Quelle: Utemagasinet