Birkenrindenmehl: ein altes Hungernahrungsmittel und wie man es erntet, ohne den Baum zu schädigen
Ich habe immer angenommen, Baumrinde werde nur in verzweifelten Überlebensgeschichten gekaut. Dieser Leitfaden von Survival Sullivan hat meine Meinung geändert: Die inneren Schichten mancher Bäume, besonders der Birke, werden seit Generationen zu Mehl verarbeitet, und der Vorgang ist einfacher als erwartet.
Gefragt ist nicht die papierdünne äußere Rinde, die sich so gut als Zunder eignet, sondern das Kambium und der dünne, weiche Bast darunter. Man löst die äußere Schicht ab und trennt dann mit einem Zugmesser oder Schaber die Innenrinde vom Holz, ohne sich in das Holz selbst zu graben. Der Artikel merkt an, dass skandinavische Völker und Indianer Nordamerikas daraus Brot, Kuchen und Cracker backten.
Die Verarbeitung ist schlichte Küchenarbeit. Die Streifen werden im Ofen oder Dörrautomaten gründlich getrocknet, in der Küchenmaschine zerkleinert und dann in einem Gefrierbeutel mit dem Nudelholz fein gerollt; für ein feineres Ergebnis nimmt man Mörser und Stößel. Laut Autor gibt das Mehl Backwaren eine erdige, dichte Textur und eine leichte Süße.
Am meisten geschätzt habe ich die Warnung zur Ernte. Rinde wächst nicht so schnell nach, wie viele denken, und eine Wunde lockt Krankheiten und Schädlinge an. Der Rat lautet, Rinde nur von Bäumen zu nehmen, die ohnehin gefällt werden, bereits liegen oder vom Wind umgeworfen wurden. Von einem stehenden Baum nimmt man nur einige senkrechte Streifen, niemals einen Ring um den Stamm, denn Ringeln tötet den Baum.
Wer die Bushcraft-Idee mag, das zu nutzen, was der Wald bietet, bekommt hier eine gute Erinnerung daran, dass Können und Ethik zusammengehören. Das Experiment überlasse ich gern einer umgestürzten Birke.
Quelle: Survival Sullivan
Gefragt ist nicht die papierdünne äußere Rinde, die sich so gut als Zunder eignet, sondern das Kambium und der dünne, weiche Bast darunter. Man löst die äußere Schicht ab und trennt dann mit einem Zugmesser oder Schaber die Innenrinde vom Holz, ohne sich in das Holz selbst zu graben. Der Artikel merkt an, dass skandinavische Völker und Indianer Nordamerikas daraus Brot, Kuchen und Cracker backten.
Die Verarbeitung ist schlichte Küchenarbeit. Die Streifen werden im Ofen oder Dörrautomaten gründlich getrocknet, in der Küchenmaschine zerkleinert und dann in einem Gefrierbeutel mit dem Nudelholz fein gerollt; für ein feineres Ergebnis nimmt man Mörser und Stößel. Laut Autor gibt das Mehl Backwaren eine erdige, dichte Textur und eine leichte Süße.
Am meisten geschätzt habe ich die Warnung zur Ernte. Rinde wächst nicht so schnell nach, wie viele denken, und eine Wunde lockt Krankheiten und Schädlinge an. Der Rat lautet, Rinde nur von Bäumen zu nehmen, die ohnehin gefällt werden, bereits liegen oder vom Wind umgeworfen wurden. Von einem stehenden Baum nimmt man nur einige senkrechte Streifen, niemals einen Ring um den Stamm, denn Ringeln tötet den Baum.
Wer die Bushcraft-Idee mag, das zu nutzen, was der Wald bietet, bekommt hier eine gute Erinnerung daran, dass Können und Ethik zusammengehören. Das Experiment überlasse ich gern einer umgestürzten Birke.
Quelle: Survival Sullivan
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