Argo-Floats tauchen bis 6000 Meter: Ifremer lootet die Tiefsee
Eine kleine Nachricht vom französischen Ifremer hat mich in letzter Zeit gefreut. Zwei Prototypen der Argo-Deep-6000-Floats haben ihre ersten autonomen Tauchgänge auf offener See nördlich der Antillen absolviert. Seit dem 11. Januar hat jeder bereits fünf vollständige Zyklen bis in 6000 Meter Tiefe hinter sich.
Was mich interessiert, ist das Warum. Etwa 10 % der gesamten Erwärmung des Ozeans finden unterhalb von 2000 Metern statt, und die Daten deuten darauf hin, dass unterhalb von 4000 Metern im Südpolarmeer ein deutliches Erwärmungssignal existiert, das sich anschließend nach Norden ausbreitet. Bisher reichten die meisten Floats nicht so tief. Diese Geräte messen Salzgehalt, Temperatur, Sauerstoff und Druck nahezu in Echtzeit und übertragen ihre Daten per Satellit.
Technisch ist das ziemlich clever: Der Körper besteht aus Verbundwerkstoff statt aus Titan, und das Gerät wiegt 40 kg gegenüber 20 kg bei einem herkömmlichen Float. Ein Zyklus dauert zehn Tage, und die Konstruktion ist auf sieben Jahre Einsatzdauer ausgelegt. Die Prototypen wurden in Plouzané zusammen mit dem Unternehmen nke Instrumentation entwickelt, das die Elektronik und die Software beisteuerte.
Frankreich wird damit nach den USA und China das dritte Land, das Argo-Profiler entwickeln kann, die diese Tiefen erreichen. Ziel ist es, bis 2028 30 Floats für 6000 Meter zu betreiben, vor allem im Nordatlantik. Das 2000 gestartete Argo-Programm umfasst rund 4000 Floats, von denen knapp 1250 bis unter 2000 Meter tauchen können.
Ich finde es berührend, dass man die Tiefsee nicht mit einem großen, spektakulären U-Boot erkundet, sondern mit einem kleinen, geduldigen Gerät, das jahrelang alle zehn Tage auf- und abtaucht. Es ist eine stille Form der Forschung, aber sie wird uns am Ende wirklich verraten, wie sich der Ozean verändert.
Quelle: Ifremer / ANR
Was mich interessiert, ist das Warum. Etwa 10 % der gesamten Erwärmung des Ozeans finden unterhalb von 2000 Metern statt, und die Daten deuten darauf hin, dass unterhalb von 4000 Metern im Südpolarmeer ein deutliches Erwärmungssignal existiert, das sich anschließend nach Norden ausbreitet. Bisher reichten die meisten Floats nicht so tief. Diese Geräte messen Salzgehalt, Temperatur, Sauerstoff und Druck nahezu in Echtzeit und übertragen ihre Daten per Satellit.
Technisch ist das ziemlich clever: Der Körper besteht aus Verbundwerkstoff statt aus Titan, und das Gerät wiegt 40 kg gegenüber 20 kg bei einem herkömmlichen Float. Ein Zyklus dauert zehn Tage, und die Konstruktion ist auf sieben Jahre Einsatzdauer ausgelegt. Die Prototypen wurden in Plouzané zusammen mit dem Unternehmen nke Instrumentation entwickelt, das die Elektronik und die Software beisteuerte.
Frankreich wird damit nach den USA und China das dritte Land, das Argo-Profiler entwickeln kann, die diese Tiefen erreichen. Ziel ist es, bis 2028 30 Floats für 6000 Meter zu betreiben, vor allem im Nordatlantik. Das 2000 gestartete Argo-Programm umfasst rund 4000 Floats, von denen knapp 1250 bis unter 2000 Meter tauchen können.
Ich finde es berührend, dass man die Tiefsee nicht mit einem großen, spektakulären U-Boot erkundet, sondern mit einem kleinen, geduldigen Gerät, das jahrelang alle zehn Tage auf- und abtaucht. Es ist eine stille Form der Forschung, aber sie wird uns am Ende wirklich verraten, wie sich der Ozean verändert.
Quelle: Ifremer / ANR
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