Indie-Spiele

ReStory: Elektronik reparieren im Tokio der Nullerjahre

Ein Spiel, das vom Zerlegen kaputter Handys und alter Konsolen handelt, hat sofort meine Neugier geweckt. Gamereactor Deutschland hat ReStory getestet, eine Simulation von Mandragora, die Tiny Build veröffentlicht. Sie erschien am 6. August 2026 für den PC.

Du führst einen kleinen Elektronik-Reparaturladen im Tokio der Mitte der 2000er-Jahre. Du kaufst defekte Geräte, nimmst sie auseinander, reinigst Bauteile, tauscht beschädigte Teile aus und verkaufst alles weiter. Das Spiel setzt auf die Nostalgie der Jahrtausendwende, mit Klapphandys, tragbaren Musikplayern, Kameras und älteren Konsolen.

Die Reparaturen sind laut Testerin Emily-Maisy Milburn der stärkste Teil. Jeder Auftrag verlangt sorgfältiges Zerlegen Stück für Stück. Über einen Online-Hub bestellst du Ersatzteile und nimmst Kundenwünsche an. Mit Lizenzen und Upgrades baust du Laden und Ruf aus, und genau diese Schleife wird als ziemlich süchtig machend beschrieben. Die bunte, gemütliche Optik wird gelobt.

Schwächer fällt der Rest aus. Der Soundtrack wirkt wenig inspiriert und stellenweise repetitiv, sodass die Testerin empfiehlt, eigene Musik aufzulegen. Die verzweigte Geschichte verspricht Konsequenzen für deine Entscheidungen, bleibt aber oberflächlich. Die Kundendialoge bieten meist nur ein oder zwei Zeilen pro Option, und manche Figuren und Situationen wirken schlicht oder im Ton uneinheitlich.

Die Wertung lautet 6 von 10, im Netzwerkschnitt von 21 Gamereactor-Ausgaben ebenfalls 6,0. Das Fazit der Testerin gefällt mir: Es sei eine schöne Sammlung von Ideen, die sich nicht immer so weit entwickeln, wie sie könnten. Für mich klingt das nach einem Spiel für entspannte Abende, bei dem man Atmosphäre und Handwerk genießt und über die Story großzügig hinwegsieht.

Quelle: Gamereactor Deutschland

Kommentare 0

Schreib den ersten Kommentar, in jeder Sprache.

Zum Kommentieren anmelden