Caudexpflanzen

Elefantenfuß: der Flaschenbaum, der kaum Wasser braucht

Der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata), auch Flaschenbaum oder Wasserpalme genannt, ist eine der unkompliziertesten Pflanzen mit verdickter Stammbasis. Die Basis speichert Wasser, deshalb verzeiht er Vergessen besser als zu viel Fürsorge. Er ist nicht giftig, wächst im Zimmer auf etwa 1,5 Meter und trägt bis zu 50 cm lange, graugrüne Blätter. In den trockenen Wäldern Mexikos kann er bis zu 9 Meter hoch und über 350 Jahre alt werden – eine Zahl, die ich ziemlich beeindruckend finde.

Er mag es sehr hell bis sonnig, am besten am Süd- oder Westfenster; die pralle Mittagssonne wird im Sommer mit einer Gardine gemildert. Im Sommer darf er hinaus, sobald er an die Sonne gewöhnt ist. Unter 8 °C Außentemperatur muss er zurück ins Haus. Im Winter sind 10 bis 15 °C ideal, unter 7 °C verträgt er nicht, und Zugluft sollte man meiden.

Gegossen wird, wenn die Erde zwischen den Gaben vollständig abgetrocknet ist: im Frühjahr und Sommer etwa alle 14 Tage, im beheizten Raum im Herbst und Winter ungefähr einmal im Monat, bei kühler Überwinterung fast gar nicht. Gedüngt wird nur in der warmen Jahreszeit, einmal im Monat mit halber Dosis Kakteen- oder Grünpflanzendünger. Als Substrat eignet sich durchlässige Kakteenerde mit viel grobem Sand.

Umgetopft wird nur alle drei bis fünf Jahre, am besten zwischen Mitte Februar und Ende März, in einen flachen Topf mit Drainage. Gelbe, weiche Blätter deuten meist auf Staunässe hin, braune Spitzen auf Wassermangel oder trockene Luft. Vermehren lässt sich der Elefantenfuß am besten über Samen oder Nebensprosse; Stecklinge aus dem Stamm wurzeln laut Artikel kaum.

Spannend finde ich den Hinweis, dass ein Rückschnitt im Frühjahr Seitentriebe fördert – die Schnittstelle sollte mit Wundverschluss oder Wachs geschützt werden.

Quelle: Gartenjournal

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