Miniaturen

Puppenhäuser, Miniaturessen und Dioramen.

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Modelleisenbahn – meine Leidenschaft im Kleinformat

Als Kind habe ich stundenlang vor den Schaufenstern mit Modelleisenbahnen gestanden, und heute, wo die Modelleisenbahn wieder im Rampenlicht steht, fühle ich mich wie zu Hause. Ich habe gerade einen Beitrag von TGR Molise gesehen, der über die Gruppe von Enthusiasten „Freccia del Molise“ berichtet: In Baranello haben sie Züge und Eisenbahnen im Miniaturformat aufgebaut, die Besucher angezogen haben, Erwachsene wie Kinder, sogar von außerhalb der Region.

Was mich beeindruckt, ist die Sorgfalt: Jede Lok, jede Weiche, jedes Detail der Landschaft ist mit akribischer Genauigkeit maßstabsgetreu nachgebildet. Und das Schöne ist, dass es nicht nur um Technik geht – es ist eine Möglichkeit, die Leidenschaft für Züge in einer Region lebendig zu halten, die, wie der Beitrag sagt, unter echten Mängeln im Bahnverkehr leidet.

Der Vorsitzende des Vereins und die anderen Modellbahner sagen es klar: Eine Modellbahnanlage zu bauen ist Teamarbeit, eine Sache der Geduld und vieler Jahre. Aber wenn ein Kind verzaubert vor einem fahrenden Zug stehen bleibt, hat sich all die investierte Zeit gelohnt.

Ich habe wieder Lust bekommen, meine alte Anlage aus dem Keller zu holen. Vielleicht ist jetzt der richtige Moment, wieder Hand anzulegen und, warum nicht, eine Gruppe von Gleichgesinnten in meiner Nähe zu suchen.

Quelle: RaiNews
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Ausstellung „Die Welt der Miniatur-Bistros“: Miniaturen rund ums Essen erstmals in Tachikawa

Ich habe erfahren, dass die „Ausstellung Die Welt der Miniatur-Bistros“, eine gemeinsame Schau von Miniaturwerken rund ums Essen, erstmals im Lalaport Tachikawa-Tachihi stattfinden wird. Sie läuft vom 27. Oktober (Dienstag) bis 3. November (Dienstag, Feiertag) und wird von der BACON Co., Ltd. veranstaltet.

Daran beteiligen sich 48 Kreative. Werke, die von Bäckereien und Konditoreien inspiriert sind, werden erstmals in Tachikawa gezeigt, und ich bin schon gespannt, wie die winzigen Croissants und Torten texturell umgesetzt wurden. Außerdem wird es einen Sonderbereich mit Themen wie Tavernen aus aller Welt und fiktiven Restaurants geben.

Vor Ort gibt es Workshops und limitierte Merchandise-Artikel. Dass man nicht nur schauen, sondern auch selbst Miniaturen basteln kann, finde ich schön. Der Eintritt kostet 500 Yen, Kinder bis drei Jahre haben freien Zutritt.

Das Faszinierende an Puppenhäusern und Miniaturfood ist, dass eine ganze Welt in eine Handfläche passt. Da sich die „kleinen Essenswelten“ aller 48 Kreativen so bequem vergleichen lassen, lohnt sich ein Besuch über das Feiertagswochenende, wenn man in der Nähe wohnt. Die genauen Zeiten findet man auf der offiziellen Seite.

Quelle: Livedoor News
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Die Wunderlok: Miniatur Wunderland schickt eine Lok durch Europa

Zum 25-jährigen Jubiläum hat sich das Miniatur Wunderland in Hamburg etwas Besonderes einfallen lassen. Nach einer bunten S-Bahn, einem LKW und einem getauften ICE rollt jetzt eine farbenfroh gestaltete Güterzuglok im echten europäischen Schienenverkehr. Am 10. August 2026 kam sie in Hamburg an.

Die Lok ist eine Bombardier TRAXX F140 AC2 der Baureihe 185.2 mit der Betriebsnummer 185 666 und gehört zum Betreiber Lokomotion. Gestaltet wurde sie von Lokomotion und dem Designteam von Railcolor gemeinsam mit dem Wunderland. Frisch foliert wurde sie Ende Juli 2026 im österreichischen Kufstein ausgeliefert.

Im Alltag fährt die Wunderlok im normalen Güterverkehr und verbindet unter anderem München, Köln, Bremen und Hamburg. Ihr Hauptrevier ist der Alpenkorridor über die Brenner-Achse, und pro Jahr kommen rund 180.000 Kilometer zusammen. Gründer Gerrit Braun verabschiedete sie gemeinsam mit den Verantwortlichen von Lokomotion offiziell auf ihre Strecke, nachdem sie über den Hamburger Hauptbahnhof zum Terminal Billwerder gefahren war.

Besonders schön finde ich, dass es das Unikat nicht nur in echt gibt, sondern auch als Modell im Maßstab 1:87 auf der Anlage des Wunderlands. Das Vorbild und die Miniatur ergänzen sich, und Eisenbahnfans können nun auf den Strecken zwischen Deutschland und Österreich nach dem seltenen Fotomotiv Ausschau halten.

Quelle: Miniatur Wunderland
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Simon Laveuve: Miniaturbehausungen im Maßstab 1:35, die an Felsen und Pfählen kleben

Simon Laveuve baut Miniaturbehausungen im Maßstab 1:35, die auf Pfählen und Felsbrocken stehen. Kate Mothes von Colossal hat über seine neueste Serie geschrieben.

Die Szenen sind voller kleiner Details: winzige Stühle, Gemüsekisten, Angelgerät und Fundstücke, die als Werkzeug und Möbel weiterverwendet werden. Menschen sind nirgends zu sehen, doch die Spuren des Alltags lassen den Eindruck entstehen, die Bewohner seien gerade erst weggegangen. Die Arbeiten handeln von Häusern an unwahrscheinlichen, prekären Orten, errichtet von Menschen, die mit dem auskommen, was sie haben. Der Artikel liest sie als Metapher für das Leben inmitten politischer und wirtschaftlicher Umbrüche. Laveuve erzählte Colossal, die Arbeit kreise um das grundlegende Bedürfnis, einen Halt zu finden und von dort aus zu leben.

Genannt werden fünf Mischtechnik-Arbeiten aus dem Jahr 2026, mit Titeln wie Eau-delà Du Gouffre und Demain Sera Comme Hier. Seine Einzelausstellung Ancré dans la roche (Im Fels verankert) läuft in der Galerie Loo & Lou in Paris vom 12. November bis 22. Dezember; die Galerie zeigt seine Arbeiten außerdem während der Luxembourg Art Week vom 20. bis 22. November.

Was mir hier gefällt: Die Miniatur ist nicht nur niedlich. Die winzigen Objekte tragen eine ganze Geschichte von Unterkunft und Überleben in sich, und genau das kann dieses Hobby am besten.

Quelle: Colossal
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Aus Abfall eine Harley-Davidson im Miniaturformat: die Geschichte von Eri Sutriadji

Eri Sutriadji ist 72 Jahre alt, doch seine Hände sind noch immer geschickt, wenn er mit PVC-Rohrstücken, Holz, Feilen und Schleifpapier arbeitet. Auf der Veranda des Hauses, das er von seinen Eltern im Stadtteil Tebet in Süd-Jakarta geerbt hat, verbringt der Mann, den alle Eric nennen, viel Zeit mit Basteln. Große Produktionsmaschinen gibt es keine. Aus PVC-Rohren, Holz, Draht und Glasfaser entstehen nach und nach Motorrad-Nachbildungen, bis in die kleinsten Details.

Am häufigsten baut er Harley-Davidsons, und der Grund dafür ist sehr persönlich. Erics Vater war Soldat und hatte einst für Eskortaufgaben eine Harley-Davidson WLA aus dem Jahr 1942 zugeteilt bekommen. Das Motorrad ist längst verschwunden, aber seine Form ist in Erics Erinnerung nie verblasst. Er wollte es im kleinen Maßstab wieder lebendig werden lassen.

Angefangen hat er in den 1990er-Jahren, als er noch einen kleinen Kolonialwarenladen führte. Wenn im Laden wenig los war, nahm er Materialien zur Hand und schnitt, formte, feilte und baute Miniaturteile zusammen. Die Leute in seiner Umgebung waren oft verwundert, weil er ständig zwischen verschiedenen Projekten wechselte. Von seinem Verkaufserlös legte er jeden Tag 10.000 Rupiah für Materialien und Werkzeug beiseite.

Für mich zeigt diese Geschichte, dass das Hobby Miniaturen nicht unbedingt teure Materialien braucht. Mit Gebrauchtem und Ausdauer lassen sich Kindheitserinnerungen wieder greifbar machen.

Quelle: Kompas.com
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Der Panik-Express: Udo Lindenbergs Leben im Zug des Miniatur Wunderlands

Das Miniatur Wunderland in Hamburg hat gemeinsam mit Udo Lindenberg den „Panik-Express“ gebaut, eine Modelleisenbahn-Garnitur im Maßstab 1:87 (H0), die eine Zeitreise durch sein Leben erzählt. Laut Pressemitteilung ist es der aufwendigste Zug, den das Wunderland bisher umgesetzt hat. Lindenberg eröffnete ihn am 24. März 2026 persönlich; seither fährt er durch den Hamburg-Abschnitt der Anlage, und am Bahnhof Dammtor ist ein Stück aus „Sonderzug nach Pankow“ zu hören.

Der Zug besteht aus einer Lok und acht Waggons, die jeweils als kleine Bühne eine Lebensphase zeigen. Die Lok greift sein Kunstwerk „Menschenfamilie 1“ auf, Brille und Hut wurden maßstabsgetreu im 3D-Druck gefertigt. Der Waggon der 1950er zeigt Gronau in Schwarz-Weiß, nur sein erstes Schlagzeug ist farbig. Es folgen die US-Basis Wheelus in Libyen, kurz darauf die Kneipe „Onkel Pö's Carnegie Hall“ in Hamburg-Eppendorf und das Konzert im Palast der Republik 1983.

Der Waggon der 1990er besteht aus einer Reichsbahn- und einer Bundesbahn-Hälfte mit einer Bühne vor einer gefallenen Mauer. Die 2000er stehen unter dem Motto „Phönix aus der Flasche“, die 2010er sind als Zeppelin gestaltet und zeigen das MTV-Unplugged-Konzert mit Clueso, und den Abschluss bildet der Hit „Komet“ mit Apache 207 auf einem blauen Kometenschweif. Sogar Erich Honecker ist in einem Abteil mit Gitarre zu sehen.

Mir gefällt, dass hier Zeitgeschichte in Miniatur erzählt wird: Auf wenigen Zentimetern Waggonlänge stecken Anspielungen, die man erst bei genauem Hinsehen entdeckt. Frederik Braun nennt den Zug den wohl aufwendigsten des Hauses, Udo Lindenberg spricht von einer großen Ehre.

Quelle: Miniatur Wunderland Hamburg (Presse)
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Derrick Lins Dioramen spielen mit Maßstab, Einsamkeit und riesigen Bleistiften

Colossal hat in einem Artikel von Kate Mothes vom Juni 2026 die Miniatur-Dioramen des Künstlers Derrick Lin vorgestellt. Lin inszeniert und fotografiert Szenen mit handbemalten Figuren in nostalgischen Umgebungen: eine Person, die einen Ozeandampfer betritt, eine Frau, die auf die Straßenbahn wartet, ein Mann mit Fedora auf historischen Stufen, ein Mann am Telefon am Flughafen und ein Mann, der mit seinem Hund wandert.

Was mir auffällt, ist sein Spiel mit dem Maßstab. Übergroße Gegenstände wie ein riesiger Bleistift oder eine gewaltige Kaffeetasse tauchen in den Szenen auf und stellen das Größengefühl des Betrachters auf den Kopf. Die Kulissen entstehen aus Pappe und gefundenen Objekten: Dächer, die wie Milchtüten aussehen, Bücher, die hochkant als Architektur und Treppen dienen, ein Fluss voller Blüten. Lin arbeitet so seit 2013, baut die Kulissen auf seinem Schreibtisch auf und beleuchtet sie filmisch.

Seine Figuren wenden sich oft von der Kamera ab, was den Blick in ihre innere Welt zieht. Der Artikel nennt als Themen den Stress der Stadt und Einsamkeit, das Staunen über das Reisen, das Vergehen der Zeit und Trauer. Lin sagt, er glaube, dass die Gedanken und Gefühle, die wir für uns behalten, uns wirklich prägen, und seine Figuren seien eine Verkörperung dieser stillen Gedanken.

Der Artikel nennt keinen Maßstab für die Modelle, doch die Wirkung hängt nicht davon ab. Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie Miniaturen Emotionen transportieren können statt nur Details, und wie Alltagsmaterialien zu einer ganzen Stadt werden können. Weitere Arbeiten teilt Lin auf Instagram unter dem Namen marsder.

Quelle: Colossal
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Frank Kunerts Miniaturszenen: Ein Detail ist immer ein kleines bisschen daneben

Der deutsche Fotograf Frank Kunert baut und fotografiert seit den 1990er-Jahren architektonische Miniaturszenen. designboom hat gerade ein schönes Porträt seiner Arbeit veröffentlicht, und mir hat es wieder gezeigt, dass eine Szene im Puppenhausmaßstab eine ganze Geschichte erzählen kann.

Seine Szenen reichen etwa vom Maßstab 1:12 bis 1:43 und sind handgefertigt, meist aus leichtem Schaumstoffkarton. Jede bekommt Böden, Fenster, Möbel, bemalte Oberflächen und Schindeldächer, bevor Kunert sie ausleuchtet und fotografiert. Der Trick: Gewöhnliche Gebäude enthalten genau eine Entscheidung, die leicht falsch ist. Eine Laufbahn umrundet ein Stadion, während eine Spur in eine unterirdische Treppe abfällt. Eine schmale Wohnung ist unter einer Autobahnbrücke eingeklemmt. Ein Hotel, dessen Gäste ihre Zimmer nur über Leitern an der Außenwand erreichen.

Kunert hat Fotografie gelernt und begann mit Landschaften, bevor er zu Studio-Miniaturen überging. Seine frühen Szenen enthielten Tonfiguren, die er entfernte, je realistischer die Architektur wurde. Stattdessen ließ er etwa ein Glas zurück, als hätte gerade jemand dort gestanden. Er behandelt die Szenen wie Bühnenbilder, in die Betrachter eigene Gedanken hineinprojizieren können, und der Maßstab erlaubt ihm, Regeln zu brechen, an die sich ein echtes Gebäude halten müsste.

Sein Arbeitsprozess ist langsam. Ideen können monatelang oder jahrelang im Skizzenbuch liegen, und manchmal fängt er mit dem Bauen an, bevor die endgültige Komposition feststeht. Besondere Sorgfalt widmet er gealterten Oberflächen, damit die Szene glaubwürdig wirkt, bevor das Merkwürdige auffällt. Unter dem Humor liegt oft eine dunkle Kante, was menschliche Hoffnungen, Scheitern und Notlösungen angeht. Genannte Titel sind „Underpass“, „Balconia“ und „A Room with a View“. Seine Website ist frank-kunert.de.

Quelle: designboom
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Miniatur- und Modellausstellung in Combs-la-Ville am 11. Oktober

Wer Puppenhäuser und kleine Welten mag, sollte sich den Termin notieren: Am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, von 10 bis 18 Uhr findet im Festsaal André Malraux in Combs-la-Ville im Département Seine-et-Marne der Salon de la miniature et du modèle réduit statt.

Die Ausstellung wird seit 2015 jährlich vom Club de la maison miniature organisiert, der vollständig ehrenamtlich geführt wird. Laut Veranstaltungshinweis sind rund fünfzig Ausstellende dabei, aus ganz Frankreich, aber auch aus Belgien, Spanien, den Niederlanden und Italien. Sie präsentieren und verkaufen ihre Werke: Puppenhäuser, Vitrinen, Läden, Modelleisenbahnen und Schiffsmodelle sowie Arbeiten aus Textil, Keramik und Holz.

Die Maßstäbe reichen von 1:12 bis 1:144, was die Vielfalt zeigt: Man kann vom Puppenhausmobiliar bis zu den kleinsten Dioramen alles sehen. Die Veranstalter rechnen mit rund 400 Besuchern. Die Ankündigung nennt außer Ausstellung und Verkauf keine weiteren Programmpunkte und keine Eintrittspreise. Es lohnt sich daher, vor der Anreise bei den Veranstaltern nachzufragen.

Was ich an solchen Treffen schätze, ist, dass sie Begeisterte aus mehreren Ländern um die gemeinsame Liebe zum Detail versammeln. Für Einsteiger ist es außerdem eine gute Gelegenheit, die Maßstäbe mit eigenen Augen zu sehen und direkt mit denen zu sprechen, die diese kleinen Stücke herstellen.

Quelle: Agenda des sorties
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Miniatur-Häuser aus dem Mekong-Delta: ein neuer Beruf für ein junges Paar aus Cà Mau

Mir gefällt die Geschichte von Trần Vũ Trường (31) und Võ Thị Nha (28), die in der Gemeinde Nguyễn Việt Khái in der Provinz Cà Mau leben. Die beiden bauen Miniaturhäuser aus dem Mekong-Delta nach alten Fotos oder nach den Erinnerungen ihrer Kundschaft.

Im Jahr 2022 arbeitete Trường noch als Arbeiter in Đồng Nai. Damals sah er auf sozialen Medien Miniaturhäuser und probierte selbst aus, eines mit Karton, Zahnstochern und Kleber in seinem Mietzimmer nachzubauen. Er hatte früher bei einer Verpackungsfirma die Druckfarben betreut und konnte deshalb recht gut Farben mischen. Nach etwa sechs Monaten im Selbststudium nahm er die ersten Aufträge an. Mitte 2025 kündigten die beiden ihre Jobs, kehrten in ihre Heimat zurück und richteten neben dem Haus eine kleine Werkstatt ein, um nah bei ihren Eltern und Kindern zu sein.

Die Modelle entstehen vollständig von Hand aus Holzstäbchen, Bambus-Essstäbchen, Karton, Formex-Platten und sogar aus Bierdosen. Gängige Größen sind 40 x 50 cm, 60 x 60 cm und 80 x 80 cm, die Preise reichen von einigen hunderttausend Dong bis über 40 Millionen Dong. Ein einfaches Haus braucht etwa ein bis zwei Wochen, ein kompliziertes Bauwerk kann mehrere Monate dauern.

Ein Auftrag hat mich besonders bewegt: Ein Kunde aus Đồng Tháp wollte seinem Großvater ein Modell des Strohhauses schenken, in dem dessen Urgroßvater gelebt hatte, doch er besaß nur ein unscharfes Foto. Trường und der Kunde sprachen zwei Monate lang miteinander, um jede Säule und jedes Blatt des Dachs anzupassen. Die Werkstatt bringt heute etwa 30 bis 40 Millionen Dong im Monat ein. Für mich bewahren diese kleinen Häuser einen Teil der Erinnerung, die im echten Leben nicht mehr existiert.

Quelle: VnExpress
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25 Jahre Miniatur Wunderland: Von 300 Quadratmetern zur Weltattraktion

Am 16. August 2001 öffnete in einem alten Hamburger Speicher das Miniatur Wunderland seine Türen. Damals waren erst 300 von 544 Quadratmetern fertig. Jetzt feiert die Anlage ihren 25. Geburtstag, und die Zahlen aus der Pressemitteilung haben mich ziemlich beeindruckt.

Heute misst das Wunderland 1.694 Quadratmeter, die Gleislänge beträgt 16.491 Meter, und es sind 1.231 Züge mit mehr als 12.000 Waggons unterwegs. Zur Eröffnung hatten die Gründer Frederik und Gerrit Braun noch von 500 Zügen auf 5.000 Metern Gleis als Endausbau gesprochen und mit 100.000 Besuchern pro Jahr gerechnet. Im März 2025 wurde die 25-millionste Besucherin begrüßt, für 2026 erwartet man rund 1,6 Millionen Gäste. Die Deutsche Zentrale für Tourismus wählte die Anlage außerdem zum sechsten Mal zur beliebtesten Sehenswürdigkeit bei Deutschlandbesuchern aus dem Ausland.

Die Chronik liest sich wie ein Reiseführer im Kleinformat: Hamburg, Amerika, Skandinavien, die Schweiz, der Flughafen Knuffingen mit 52 Flugzeugtypen, die Miniatur-Elbphilharmonie, Italien, Rio de Janeiro, Patagonien und Monaco. Für die Zukunft nennt Sebastian Drechsler einen neuen Kinofilm, die letzten Bereiche des Südamerika-Abschnitts und die Vorbereitung eines Asien-Abschnitts.

Am schönsten finde ich die Jubiläumsnacht mit 600 Gästen: 100 Plätze gingen an Menschen, die sich den Eintritt nicht leisten konnten, fast 500 Bewerbungen kamen zusammen. Die letzten 80 Tickets wurden versteigert, dazu kamen 3.000 Euro für den Verein Kleine Wunder e.V. Hinter so viel Modellbau steckt offenbar auch viel Herz.

Quelle: Miniatur Wunderland (Pressemitteilung)