Zigarren & Pfeifen

CLE und FIU gründen ein Forschungslabor für Zigarrentabak

Eine Partnerschaft, die diese Woche bekannt gegeben wurde, ist mir aufgefallen, weil sie den unscheinbarsten Teil des Zigarrengeschäfts betrifft, nämlich die Landwirtschaft. Gerade deshalb halte ich sie für wichtig. CLE Cigar Co. und die Florida International University haben eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der der Eiroa Innovation Fund entsteht. Er arbeitet mit dem Programm für Agrarökologie der FIU zusammen.

Christian Eiroa, Gründer von CLE, sagt, die Arbeit konzentriere sich auf drei Dinge: günstigere Tabakscheunen, kürzere Trocknungszeiten und niedrigere Anbaukosten, egal wo der Tabak angebaut wird. Ziel ist es, kleineren Anbauern den Einstieg in den dunklen luftgetrockneten Tabak zu erleichtern, der in handgefertigten Zigarren verwendet wird.

Ausgangspunkt ist die Trockenscheune. Eine übliche Scheune kostet etwa 70.000 Dollar, was viele kleine Betriebe abschreckt. Geplant ist, als Alternative gekühlte Container zu testen, die hoffentlich auch die Zeit, in der die Blätter hängen, um fast die Hälfte verkürzen.

Das neue CLE Research Lab entsteht auf einem Gelände der FIU in Redlands, Florida, etwa 30 Kilometer von Miami entfernt. Der erste Schritt ist der Bau einer Container-Scheune, erst danach sollen Deckblatt- und Füllertabak als Test angebaut werden. Eiroas langfristiges Ziel ist, dass die Anbaukosten in den USA mit denen in Mittelamerika gleichziehen. Zwei Forscherinnen und Forscher, Daphne K. Sugino Souffront und Jordan Prats, leiten das Labor; die finanziellen Bedingungen wurden nicht veröffentlicht.

Persönlich finde ich das spannender als die meisten Produktneuheiten. Alles, was die Hürden für kleine Anbauer senkt, könnte irgendwann auch in den Humidoren landen, die wir füllen.

Quelle: halfwheel

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