Ein Triodenverstärker mit wenig Gegenkopplung und null Ausgangsimpedanz
audioXpress hat einen DIY-Projektartikel von Tim Mellow und Peter Farrow erneut veröffentlicht, der ursprünglich im Mai 2024 erschienen ist. Er befasst sich mit einem alten Problem beim Bau von Röhrenverstärkern. Teil 1 stellt das Konzept des Zero-Output-Impedance-Verstärkers (ZOI) vor und führt durch den Entwurf einer Variante mit unsymmetrischem Eingang.
Das Problem ist folgendes: Trioden-Verstärker mit wenig Gegenkopplung sind seit den 1990er-Jahren beliebt wegen ihrer offenen Bühne, der natürlichen Klangfarbe, sauberen Transienten und weichen Übersteuerung. Doch genau die Gegenkopplung senkt üblicherweise die Ausgangsimpedanz, damit sich die schwankende Impedanz eines realen Lautsprechers nicht auf den Klang auswirkt. Lautsprecher sind aber kein reiner Widerstand. Es gibt eine große Impedanzspitze bei der Grundresonanz, die Spuleninduktivität lässt die Impedanz mit der Frequenz steigen, und Chassis mit unterschiedlicher Nennimpedanz oder steile Weichen verursachen zusätzliche Unregelmäßigkeiten.
Ohne Gegenkopplung hängt das Ergebnis vom Ausgangsbauteil ab. Halbleiter, Pentoden und Strahltetroden haben eine hohe Ausgangsimpedanz und verhalten sich fast wie Stromquellen, sodass die Ausgangsspannung der Lautsprecherimpedanz folgt, was den Bass dröhnen und schlecht kontrolliert klingen lassen kann. Trioden schneiden besser ab, mit einer Ausgangsimpedanz von etwa einem Viertel bis zur Hälfte der Nennlast, aber auch sie ist nicht null.
Die Autoren fragen, ob sich der Charakter eines Verstärkers mit wenig Gegenkopplung beibehalten lässt und zugleich eine Ausgangsimpedanz von null erreicht werden kann. Sie stellen zwei Entwürfe vor: einen für unsymmetrischen Eingang auf Basis einer Topologie aus den 1950er-Jahren und einen für symmetrischen Eingang, eine neue Konfiguration. Teil 2 behandelt die symmetrische Version, Messungen und Entwurfsberechnungen.
Gut finde ich, dass zuerst das Warum erklärt wird und erst dann der Schaltplan kommt. Lesenswert ist der Artikel, wenn man einen Röhrenverstärker baut oder plant.
Quelle: audioXpress
Das Problem ist folgendes: Trioden-Verstärker mit wenig Gegenkopplung sind seit den 1990er-Jahren beliebt wegen ihrer offenen Bühne, der natürlichen Klangfarbe, sauberen Transienten und weichen Übersteuerung. Doch genau die Gegenkopplung senkt üblicherweise die Ausgangsimpedanz, damit sich die schwankende Impedanz eines realen Lautsprechers nicht auf den Klang auswirkt. Lautsprecher sind aber kein reiner Widerstand. Es gibt eine große Impedanzspitze bei der Grundresonanz, die Spuleninduktivität lässt die Impedanz mit der Frequenz steigen, und Chassis mit unterschiedlicher Nennimpedanz oder steile Weichen verursachen zusätzliche Unregelmäßigkeiten.
Ohne Gegenkopplung hängt das Ergebnis vom Ausgangsbauteil ab. Halbleiter, Pentoden und Strahltetroden haben eine hohe Ausgangsimpedanz und verhalten sich fast wie Stromquellen, sodass die Ausgangsspannung der Lautsprecherimpedanz folgt, was den Bass dröhnen und schlecht kontrolliert klingen lassen kann. Trioden schneiden besser ab, mit einer Ausgangsimpedanz von etwa einem Viertel bis zur Hälfte der Nennlast, aber auch sie ist nicht null.
Die Autoren fragen, ob sich der Charakter eines Verstärkers mit wenig Gegenkopplung beibehalten lässt und zugleich eine Ausgangsimpedanz von null erreicht werden kann. Sie stellen zwei Entwürfe vor: einen für unsymmetrischen Eingang auf Basis einer Topologie aus den 1950er-Jahren und einen für symmetrischen Eingang, eine neue Konfiguration. Teil 2 behandelt die symmetrische Version, Messungen und Entwurfsberechnungen.
Gut finde ich, dass zuerst das Warum erklärt wird und erst dann der Schaltplan kommt. Lesenswert ist der Artikel, wenn man einen Röhrenverstärker baut oder plant.
Quelle: audioXpress
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