Vanlife & Camper-Ausbau

Wie lange hält die Wohnmobil-Versorgungsbatterie? Eine einfache Rechnung

Wer die Elektrik eines Vans oder Wohnmobils plant, stellt sich fast sofort die Frage, wie lange die Versorgungsbatterie durchhält. MotorhomeFun hat dazu einen klaren Leitfaden, und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf drei Dinge an, nämlich die Batteriekapazität, den täglichen Verbrauch und den Solarertrag.

Bei der Kapazität macht der Batterietyp viel aus. Blei-Säure-Batterien sollte man nicht unter etwa 50 Prozent entladen. Eine 100-Ah-Batterie stellt daher nur rund 50 Ah bereit, also etwa 600 Wh bei 12 V. Eine 100-Ah-LiFePO4-Lithiumbatterie lässt sich bis etwa 90 Prozent nutzen, das sind knapp 1.080 Wh, und sie wiegt deutlich weniger.

Der Verbrauch ist die andere Hälfte. Ein Kompressorkühlschrank zieht etwa 45 W, schaltet aber ständig ein und aus und kommt über 24 Stunden im Mittel auf rund 450 Wh. Mäßiger Gebrauch von LED-Licht, Handyladen, Wasserpumpe und Kühlschrank liegt typischerweise bei 200 bis 400 Wh am Tag, Laptops, Fernseher oder CPAP-Geräte treiben den Wert deutlich nach oben. Bei 300 Wh am Tag und ohne Nachladen hält Lithium etwa 3,6 Tage, Blei-Säure etwa zwei.

Solar verändert das Bild. Im britischen Beispiel des Leitfadens erzeugt ein 200-W-Modul bei rund vier guten Sommerstunden etwa 800 Wh, die Batterie wird also langsam wieder aufgeladen. Im Winter schafft dasselbe Modul an einem ordentlichen Tag vielleicht nur 200 bis 300 Wh, also bestenfalls ein Nullsummenspiel, und graue Tage bringen ein Defizit.

Der Artikel weist außerdem darauf hin, dass ein Föhn mit 1.500 bis 2.000 W eine einfache Autarkiebatterie in wenigen Minuten leersaugt. Ein 12-V-Reisewasserkocher oder ein Gaskocher ist daher die klügere Wahl. Ich finde gut, wie praxisnah die Zahlen für alle sind, die einen Ausbau planen.

Quelle: MotorhomeFun

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