Indie-Spiele

Diener des Sees: Rusty Lake lädt in eine Küche des 19. Jahrhunderts und zu blutigen Pflichten ein

Rusty Lake gehört seit Langem zu meinen Lieblingsnamen, wenn es um kleine, seltsame Puzzlespiele geht. Deshalb hat es mich gefreut, dass Gamereactor Schweden über Servant of the Lake geschrieben hat. Es ist ein neues PC-Spiel von Rusty Lake selbst, das auch selbst entwickelt und veröffentlicht wird, und es erschien am 13. August 2026. Das Genre sind Puzzles mit einer ordentlichen Portion Horror.

Die Prämisse ist einfach und verstörend. Du wirst im 19. Jahrhundert zum Diener im Haus der Familie Vanderboom. Die Aufgaben beginnen alltäglich: putzen, servieren, Bilder aufhängen. Doch je weiter du kommst, desto blutiger und surrealer werden die Pflichten. Die Handlung spielt mehrere Jahrzehnte vor Rusty Lake: Roots, zu einer Zeit, in der die Brüder Aldous und William noch mit Alchemie experimentieren. Das Spiel fungiert daher als eine Art Vorgeschichte für alle, die die Reihe bereits kennen.

Der Rezensent Joel Pettersson findet, dass die Rätsel ein angenehmes Niveau haben. Es gibt genug Hinweise, um sie selbst zu lösen, manchmal braucht man aber diese eigenartige Rusty-Lake-Logik, die einen innehalten und nachdenken lässt. Die Atmosphäre, die handgemalten Umgebungen, die Musik und der trockene Humor werden als Stärken hervorgehoben. Die Geschichte wird als klarer und zusammenhängender beschrieben als in vielen älteren Teilen, bleibt aber rätselhaft.

Nachteilig sind die kurze Spielzeit, für den Rezensenten etwa fünf Stunden, und dass das Spiel die Formel nicht wirklich neu erfindet. Das Fazit: Es revolutioniert die Reihe nicht, ist aber ein sehr gutes Rusty-Lake-Spiel, das sowohl langjährige Fans als auch Neulinge ansprechen dürfte.

Für mich ist genau diese Art kurzer, klar gezeichneter Indie-Spiele der Reiz. Man braucht keine vierzig Stunden, nur einen Abend, einen dunklen Raum und ein bisschen Neugier darauf, was in dieser Küche wirklich vor sich geht.

Quelle: Gamereactor Schweden

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