Amateurfunk (HAM)

Ionosonden: was sie sind und wofür sie dienen, ein neuer Vortrag der URE-Reihe

Wer oft auf Kurzwelle funkt, hat sich sicher schon einmal gefragt, warum sich ein Band plötzlich öffnet und ein anderes völlig still bleibt. Die URE hat in ihre Vortragsreihe einen Beitrag über Ionosonden aufgenommen, ein sehr praktisches Thema für jeden Funkamateur.

Der Vortrag mit dem Titel „Ionosonden: was sie sind und wofür sie dienen“ war für Mittwoch, den 30. September, um 19:30 Uhr spanischer Festlandzeit (17:30 UTC) angesetzt und wurde über den YouTube-Kanal der URE übertragen. Referent war David Altadill Felip, Forscher am Observatorium Ebro der Universität Ramon Llull.

Laut Ankündigung analysieren Ionosonden die Struktur der Ionosphäre und liefern die Informationen, die man braucht, um die HF-Ausbreitung zu verstehen und vorherzusagen. Ihre Daten fließen in Vorhersageprogramme wie VOACAP ein, mit denen man Tageszeit und Frequenz für die Verbindung mit einer bekannten Gegenstelle wählen kann. Außerdem bieten sie im Internet Echtzeitinformationen über die Ausbreitungsbedingungen in einem großen Gebiet rund um jede Ionosonde.

Im Vortrag ging es auch darum, wie das Observatorium Ebro die Bewegung ionisierter Wolken und das Verhalten der Ionosphäre in außergewöhnlichen Situationen untersucht, etwa bei der Sonnenfinsternis im Juli 2026. Diese Forschung ist relevant für schmalbandige digitale Betriebsarten wie FT4, FT8 und WSPR, auf die sich viele von uns verlassen, um mit geringer Leistung Verbindungen zu schaffen.

Ich persönlich finde, dass man als Funker besser wird, wenn man versteht, woher die Ausbreitungsdaten kommen. Man schaut dann nicht mehr nur auf die Sonnenfleckenzahl, sondern liest, was die Ionosphäre gerade tut. Eine sehr willkommene Initiative des Vereins.

Quelle: URE (Unión de Radioaficionados Españoles)

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