Wenn Sie in einer Schule arbeiten oder eine Jugendgruppe leiten, merken Sie sich dieses Datum: Bis zum 23. Oktober 2026 nimmt ARISS Europe Bewerbungen für eine Live-Funkverbindung mit Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation entgegen.
Schulen aller Art und Jugendorganisationen aus der Region 1 der IARU (also Europa, Afrika und Naher Osten) können sich bewerben. Die ausgewählten Kontakte werden zwischen Juli und Dezember 2027 geplant und durchgeführt, sodass genügend Zeit bleibt, sich vorzubereiten.
Für mich ist das eine der schönsten Dinge in der Funkamateurlandschaft: Der kurze Überflug der ISS am Horizont, die vorbereiteten Fragen der Jugendlichen und die Stimme eines Astronauten, der live per Funk antwortet. Eine lehrreiche und wissenschaftliche Erfahrung, die man so schnell nicht vergisst. ARISS (Amateur Radio on the International Space Station) ist die Gruppe von Freiwilligen der Funkamateurvereinigungen der Partnerländer, die die Bordstation aufgebaut und betreibt, und viele der Besatzungsmitglieder besitzen eine Funkamateurlizenz.
Informationen zum europäischen Zweig des Programms:
https://www.ariss-eu.org/
Quelle: ARI
Bild: NASA · Public Domain
Neulich bin ich auf der Website von RA1OHX auf eine Nachricht gestoßen und habe mich richtig gefreut: Funkamateuren in Belarus wurde endlich das 6-Meter-Band freigegeben. Die Staatliche Kommission für Funkfrequenzen beim Sicherheitsrat der Republik hat mit Beschluss vom 18.09.2025 Nr. 27К/25 den Bereich 50–52 MHz für den Amateurfunkdienst und den Amateurfunkdienst über Satelliten zugewiesen.
Das 6-Meter-Band ist ein besonderes Band. Es liegt genau zwischen Kurzwelle und UKW, deshalb lässt sich gerade hier am besten experimentieren: die Ausbreitung von Funkwellen untersuchen, neue Betriebsarten erproben und ungewöhnliche Antennenkonstruktionen testen. Viele nennen es das unberechenbarste und gerade deshalb das spannendste Band.
Um eine Genehmigung für den Betrieb in diesem Bereich zu erhalten, können Funkamateure mit der Zeugnisklasse „A“ einen Antrag beim Unternehmen „BelGIE“ stellen. Die Freigabe des Bandes stärkt die Position der belarussischen Amateurfunk-Community spürbar und erinnert einmal mehr daran, dass Funk ein Teil des wissenschaftlich-technischen Fortschritts ist und nicht bloß ein Hobby.
Für mich ist das ein guter Anlass, den Transceiver wieder hervorzuholen und zu prüfen, wie sich das Band bei uns öffnet. Herzlichen Glückwunsch an alle Kollegen aus Belarus zu diesem Ereignis – wir hören uns auf der Frequenz, versuchen wir ein QSO auf 50 MHz!
Quelle: RA1OHX
Eine regulatorische Neuerung, die alle beachten sollten, die in Brasilien funken: Die Anatel hat die öffentliche Konsultation Nr. 39/2026 eröffnet, die einige betriebliche Anforderungen des Amateurfunkdienstes ändert und sich auf die Verwendung der Rufzeichen konzentriert. Die Nachricht wurde von LABRE verbreitet.
Am auffälligsten ist der neue Unterabschnitt 12.5.1, der erlaubt, dasselbe Rufzeichen den festen und mobilen Stationen desselben Funkamateurs zuzuweisen, sofern die Regeln der Verordnung eingehalten werden. Unterabschnitt 12.8 hingegen bekräftigt, dass es weiterhin verboten bleibt, dass verschiedene Stationen gleichzeitig dasselbe Rufzeichen verwenden.
Das Dokument wurde am 8. September 2026 vom Superintendenten für Vergabe und Ressourcen der Dienstleistungserbringung der Anatel, Vinícius Oliveira Caram Guimarães, elektronisch unterzeichnet. Laut LABRE treten die Änderungen mit der Veröffentlichung im elektronischen Dienstbulletin der Behörde in Kraft.
Meiner Einschätzung nach soll mehr Klarheit bei den Betriebsregeln geschaffen werden. Es geht darum, die Flexibilität, dasselbe Rufzeichen an der Heimstation und im Autofunkgerät zu nutzen, mit der Notwendigkeit abzuwägen, Konflikte zu vermeiden und das Spektrum sorgsam zu verwalten. Für alle, die sowohl von zu Hause als auch unterwegs QSOs fahren, ist das eine sehr praktische Änderung.
Da es sich um eine öffentliche Konsultation handelt, besteht noch die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Die Beteiligung erfolgt über das Portal Participa Anatel (apps.anatel.gov.br/ParticipaAnatel). Es lohnt sich, den vollständigen Text zu lesen, bevor man Beiträge einreicht.
Quelle: LABRE
Wer sich für Mikrowellen-Amateurfunk interessiert, sollte sich schon jetzt einen Termin notieren: Die nächste GHz-Tagung findet am 13. Februar 2027 in Dorsten statt. Der DARC hat dazu am 8. Oktober 2026 eine Meldung veröffentlicht.
Für die Tagung werden noch Vorträge und Beiträge für den Tagungsband gesucht. Willkommen sind rein technische Vorträge, Erfahrungsberichte von Contesten und Praxistipps. Das passt gut zu dem, was ich an solchen Treffen schätze: Im Gigahertz-Bereich entscheidet oft die Bastelei im Detail, etwa wie man eine Antenne sauber ausrichtet, ein Signal stabil bekommt oder einen Aufbau wetterfest macht, und genau dieses Wissen kommt selten in Lehrbüchern vor.
Laut der Meldung lebt die Tagung von der aktiven Mitarbeit der Teilnehmenden. Das heißt, man muss kein Profi sein, um etwas beizusteuern. Wer schon einmal ein Projekt auf 10 GHz oder höher aufgebaut hat oder von einem Contest mit lehrreichen Pannen berichten kann, hat vermutlich genau den Stoff, den andere gern hören möchten.
Wer einen Vortrag anbieten will, wendet sich an die Tagungsleitung; die Kontaktdaten und weitere Informationen stehen auf ghz-tagung.de. Ich finde es schön, dass solche Fachtreffen weiterhin stattfinden und den Austausch zwischen den Mikrowellen-Funkamateuren am Leben halten.
Quelle: DARC e.V.
Gute Nachrichten für junge Menschen, die sich für Amateurfunk interessieren: ORARI Riau Regional hat gemeinsam mit ORARI Pekanbaru Local offiziell die Anmeldung zum YOTA Squad eröffnet. Das Programm führt den Geist von YOTA (Youngsters On The Air) der IARU-Region 3 fort, und die Teilnehmenden werden über die YOTA Academy Riau fortlaufend betreut.
Das Ziel ist klar: Die junge Generation soll darauf vorbereitet werden, sich ernsthaft dem Amateurfunk zu widmen und künftig an der Durchführung von JOTA-JOTI mitzuwirken. Die Initiative wird vom Vorsitzenden von ORARI Riau Regional, Wirzamrisal (YB5WIR), und vom Vorsitzenden von ORARI Pekanbaru Local, Arvainal (YB5NKF), uneingeschränkt unterstützt. Koordinator ist Muhammad Rayhan Syah (YC5NCM), unterstützt von Muhammad Zaki (YD5NLG) und Suci Azliani (YD5NZR).
Besonders gefällt mir, dass das Programm mit den Pfadfindern (Pramuka) zusammenarbeitet. Die Hauptzielgruppe sind Pfadfindermitglieder, vor allem solche, die gerade an JOTA-JOTI teilgenommen haben. Doch auch Schülerinnen, Schüler und Studierende ohne Pfadfinderhintergrund können mitmachen, wenn sie sich für Elektronik und Funkkommunikation interessieren. Bewerbungen sind aus allen Regentschaften und Städten Riaus möglich, wobei die Stadt Pekanbaru Vorrang hat.
Die Inhalte gehen über die Theorie hinaus. Die Teilnehmenden lernen, Funkgeräte zusammenzubauen, Frequenzen und Antennen kennenzulernen, und gehen zur praktischen Arbeit ins Gelände, etwa zum Fuchsjagen (Fox Hunting). Sie werden außerdem ausgebildet, Operatoren und Moderatoren von JOTA-JOTI zu werden, erhalten eine Grundausbildung in Notfallkommunikation für Katastrophenfälle und lernen verwandte Technologien wie Robotik, Radioastronomie und das Internet der Dinge kennen.
Voraussetzungen sind: Schülerinnen und Schüler, Studierende oder ehemalige JOTA-JOTI-Teilnehmende im Alter von 17 bis 26 Jahren, mit Erlaubnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten und der Bereitschaft, an der gesamten Veranstaltungsreihe bei guter körperlicher und seelischer Gesundheit teilzunehmen. Die Anmeldung und alle Informationen gibt es unter yota.vercel.app. Meiner Meinung nach ist das ein attraktiver Einstieg, um die Generation bei ORARI zu erneuern.
Quelle: ORARI
Der Chinesische Funkverband (CRAC) hat Einzelheiten zum Standort Shanghai für den fünften Termin 2026 der Prüfung zur Betriebskompetenz für C-Amateurfunkstationen veröffentlicht. Wer sich anmelden möchte, sollte sich die wichtigsten Punkte schon jetzt notieren.
Die Prüfung beginnt am 24. Oktober 2026 um 14:00 Uhr, die Anmeldung erfolgt ab 13:10 Uhr. Austragungsort ist der Hörsaal im vierten Stock des Gebäudes A in der Tianbao-Straße 879, Bezirk Hongkou, Shanghai (Schulungszentrum von Shanghai Telecom). Die Prüfung wird in Zusammenarbeit mit dem Funkverband Shanghai durchgeführt.
Prüflinge müssen drei Arten von Dokumenten mitbringen: einen Personalausweis im Original, das Original des Befähigungsnachweises für B-Amateurfunk sowie eine von der Funkaufsichtsbehörde ausgestellte Bescheinigung, dass eine B-Station seit mindestens 18 Monaten eingerichtet ist (die Stationslizenz muss Amateurfunkfrequenzen unter 30 MHz umfassen). Wer eine elektronische Lizenz besitzt, bringt einen ausgedruckten Screenshot sowie die elektronische Lizenz auf der Abfrageseite der Website zur Prüfung durch das Personal mit. Nach der Kontrolle am Empfang werden die Unterlagen auf der dem Gang zugewandten Seite des Tisches abgelegt, damit die Aufsicht sie jederzeit erneut prüfen kann.
Auch die Regeln sind klar benannt. Füller, Kugelschreiber, 2B-Bleistifte und Radiergummis sind erlaubt. Mobiltelefone, Walkie-Talkies, andere Netzwerkendgeräte und Funkkommunikationsgeräte sind nicht erlaubt. Ebenso verboten sind Taschenrechner, Kameras und andere elektronische Geräte, Bücher und Notizen sowie Gegenstände wie kabellose Ohrhörer, die den Verdacht von Täuschung erwecken könnten. Die Mitteilung betont, dass die Prüfungsorganisation von Prüflingen keinerlei Gebühren erheben darf und dass Anreise und Verpflegung selbst zu tragen sind.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich die U-Bahn-Linie 10 oder 8 bis zur Station Siping Road, Ausgang 3. Am Eingang steht ein gut sichtbares Schild der Prüfung. Die C-Prüfung setzt klare Vorgaben zur Betriebsdauer der Station voraus. Prüflinge sollten daher ihren B-Nachweis und die Unterlagen zur Stationslizenz vorab prüfen, statt am Standort festzustellen, dass ein Dokument fehlt.
Quelle: Chinesischer Funkverband (CRAC)
Gute Nachrichten für Hörer: Für Donnerstag, den 8. Oktober 2026, war gegen 11:30 UTC, also 13:30 Uhr in Paris, ein Amateurfunkkontakt mit der Internationalen Raumstation (ISS) geplant. Er sollte auch in Frankreich zu hören sein.
Der Kontakt verbindet den kanadischen Astronauten Joshua Kutryk, Rufzeichen KJ5BFU, mit einer Schule in Wick im Vereinigten Königreich. Die Frequenz ist 145,800 MHz mit einer Toleranz von plus minus 3 kHz für den Dopplereffekt, in schmalbandigem FM. Gesprochen wird auf Englisch über die britische Station GB4WHS, weshalb man das Gespräch auch bei uns empfangen kann.
Ich mag solche Veranstaltungen sehr, weil sie zeigen, was Amateurfunk konkret ausmacht: Schülerinnen und Schüler stellen einem Astronauten ihre Fragen direkt per Stimme, ohne Bildschirm und ohne Internet dazwischen. Wer nur zuhören möchte, braucht einen Empfänger für schmalbandiges FM auf 145,800 MHz und eine freie Sicht zum Himmel, etwa mit einer einfachen Vertikalantenne, während die Station gerade überfliegt.
Die Meldung von Radioamateurs France verweist für Details auf die französische ARISS-Seite. Dieselbe Quelle erinnert außerdem daran, dass das JOTA-JOTI-Wochenende, das Pfadfinder aus aller Welt mit Funkamateuren verbindet, vom 16. bis 18. Oktober 2026 stattfindet. Zwei Gelegenheiten im Abstand weniger Tage, um den Jüngsten dieses Hobby näherzubringen.
Quelle: Radioamateurs France
Wer oft auf Kurzwelle funkt, hat sich sicher schon einmal gefragt, warum sich ein Band plötzlich öffnet und ein anderes völlig still bleibt. Die URE hat in ihre Vortragsreihe einen Beitrag über Ionosonden aufgenommen, ein sehr praktisches Thema für jeden Funkamateur.
Der Vortrag mit dem Titel „Ionosonden: was sie sind und wofür sie dienen“ war für Mittwoch, den 30. September, um 19:30 Uhr spanischer Festlandzeit (17:30 UTC) angesetzt und wurde über den YouTube-Kanal der URE übertragen. Referent war David Altadill Felip, Forscher am Observatorium Ebro der Universität Ramon Llull.
Laut Ankündigung analysieren Ionosonden die Struktur der Ionosphäre und liefern die Informationen, die man braucht, um die HF-Ausbreitung zu verstehen und vorherzusagen. Ihre Daten fließen in Vorhersageprogramme wie VOACAP ein, mit denen man Tageszeit und Frequenz für die Verbindung mit einer bekannten Gegenstelle wählen kann. Außerdem bieten sie im Internet Echtzeitinformationen über die Ausbreitungsbedingungen in einem großen Gebiet rund um jede Ionosonde.
Im Vortrag ging es auch darum, wie das Observatorium Ebro die Bewegung ionisierter Wolken und das Verhalten der Ionosphäre in außergewöhnlichen Situationen untersucht, etwa bei der Sonnenfinsternis im Juli 2026. Diese Forschung ist relevant für schmalbandige digitale Betriebsarten wie FT4, FT8 und WSPR, auf die sich viele von uns verlassen, um mit geringer Leistung Verbindungen zu schaffen.
Ich persönlich finde, dass man als Funker besser wird, wenn man versteht, woher die Ausbreitungsdaten kommen. Man schaut dann nicht mehr nur auf die Sonnenfleckenzahl, sondern liest, was die Ionosphäre gerade tut. Eine sehr willkommene Initiative des Vereins.
Quelle: URE (Unión de Radioaficionados Españoles)
Beim Lesen der JARL-Nachrichten habe ich erfahren, dass ab dem 1. Oktober Gebührenänderungen gelten, die den Amateurfunk betreffen. Ein Teil der Gebührenverordnung zum Funkgesetz wird überarbeitet: Die Gebühren für die staatlichen Funkprüfungen sowie für Stationsprüfungen und die damit verbundenen Verfahren werden ab dem 1. Oktober der Reiwa-Ära 8 (2026) neu festgelegt. Wer eine Lizenz anstrebt, sollte das vor der Prüfungsanmeldung prüfen.
Die Prüfungsgebühren sind mit 10.800 Yen für die Amateurfunk-Klasse 1, 9.400 Yen für Klasse 2, 6.000 Yen für Klasse 3 und 5.700 Yen für Klasse 4 angegeben. Wer sich auf die Einstiegsklassen 4 oder 3 vorbereitet, sollte den Betrag einmal nachschlagen, dann ist man auf der sicheren Seite.
Bei den Stationen sind auch die Gebühren für neue Stationsprüfungen, Änderungsprüfungen und Prüfungen nach Aktenlage nach Kategorien geregelt. Die Grundgebühr für eine neue Station richtet sich zum Beispiel danach, ob die Leistung höchstens 50 W oder mehr als 50 W beträgt, und das zweite Gerät wird gesondert berechnet. Bei manchen Verfahren unterscheidet sich außerdem die Antragsgebühr zwischen Papier- und elektronischem Antrag. Die detaillierten Tabellen sind auf der JARL-Seite zusammengefasst, daher ist es am sichersten, vor der Antragstellung die aktuelle Fassung zu prüfen.
Ich finde, man gerät leicht in Verlegenheit, wenn sich Regeln ändern, ohne dass man es weiß, deshalb möchte ich die Informationen früh in der Hand haben. Die genauen Beträge und Kategorien sind außerdem bei der japanischen Funkvereinigung und im Funkportal des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation zu finden.
Quelle: JARL
Für die Katastrophenkommunikation gibt es gute Neuigkeiten: Der neue UHF-Umsetzer, den TRAC auf dem Ulubaba Tepe in Adıyaman installiert hat, ist in Betrieb gegangen. Der Umsetzer wurde von der TRAC-Sektion Şanlıurfa genehmigt, und die Sektion übernahm auch die technischen Arbeiten.
Kurz zur Technik: Der Umsetzer steht auf dem Gipfel des Ulubaba Tepe in 2.500 Metern Höhe und arbeitet auf 439,3125 MHz mit einem CTCSS-Ton von 77,0 Hz. Er wird vollständig mit Solarenergie versorgt und ist für einen unterbrechungsfreien Betrieb ausgelegt. Auf abgelegenen Bergen halte ich das für die vernünftigste Lösung, denn auf einem Gipfel ohne Stromnetz gibt es kaum andere Möglichkeiten, einen Umsetzer dauerhaft am Laufen zu halten.
Bei den ersten Feldtests war der Umsetzer aus Teilen von Adıyaman, Gaziantep, Şanlıurfa, Diyarbakır und Kahramanmaraş erreichbar. Verbindungen gelangen auch im Raum Osmaniye und Hatay (Antakya), und auch in Richtung Malatya und Elazığ wurden gute Ergebnisse erzielt. TRAC kündigt an, die Leistung weiter zu beobachten und Schwachstellen und Verbesserungen in der kommenden Zeit anzugehen.
Dahinter steht ein größeres Vorhaben: Der Umsetzer am Ulubaba soll im Tandem mit dem Umsetzer am Karagöl Tepe arbeiten, einem der höchsten Gipfel der Schwarzmeerregion mit 3.107 Metern, sowie mit dem Umsetzer 145.600, der aus mehr als 20 Städten erreichbar ist. So wird die Abdeckung zwischen verschiedenen Regionen erweitert, mit dem Ziel, die Kommunikation auch in Ausnahmesituationen aufrechtzuerhalten.
Am Projekt haben viele Freiwillige mitgearbeitet, allen voran der TRAC-Vertreter in Adıyaman, Cengiz Gümüş (TA8CNG), das Vorstandsmitglied der Sektion Şanlıurfa, Mustafa Özbakır (TA8MOZ), Efe Özçağlar (TA2ZU), der die Installation technisch unterstützte, und Hüseyin Odabaş (TA1DF). Vielen Dank an alle. Solche ehrenamtlich getragenen Infrastrukturprojekte zeigen, warum der Amateurfunk nach wie vor wertvoll ist.
Quelle: Türkiye Radyo Amatörleri Cemiyeti (TRAC)
Immer wieder fragt mich jemand, wie man mit dem Amateurfunk anfangen soll. Deshalb hat es mich gefreut, im Blog Radio W Plecaku einen guten Leitfaden zur UKE-Prüfung zu finden. Die Zahlungsangaben im Text wurden am 24. Juni 2026 geprüft, es ist also eines der aktuellsten Dokumente.
Die Prüfung ist ein Single-Choice-Test mit vier Abschnitten. Geprüft werden die Grundlagen der Elektrotechnik und Funktechnik, die Bedienung von Funkgeräten, die Sicherheitsregeln sowie Kenntnisse der Vorschriften und Betriebsverfahren. In jedem Abschnitt gibt es acht Fragen. Je nach Regionalstelle der UKE wird die Prüfung auf Papier oder am Computer abgelegt.
In Polen gibt es zwei Arten von Funklizenzen. Klasse 1 gibt volle Rechte auf allen Amateurfunkbändern, Klasse 3 umfasst ausgewählte Bänder, darunter 160, 80, 40, 20, 15 und 10 Meter sowie VHF und UHF. Die Autoren raten, direkt die Klasse 1 anzustreben, da sie nur etwas schwieriger ist.
Die Formalitäten sind folgende: Man legt ein Konto im System egzaminy.uke.gov.pl an, bezahlt die Prüfungsgebühr, wählt Termin und Ort und reicht die Anmeldung spätestens sieben Tage vor der Prüfung ein. Am Prüfungstag genügt der Personalausweis, Minderjährige benötigen jedoch die schriftliche Einwilligung eines Elternteils oder Vormunds.
Die meisten Menschen brauchen für die Vorbereitung etwa einen Monat mit mittlerem Lernaufwand. Der schriftliche Teil kann für jemanden, der bisher keinen Bezug zur Elektronik hatte, am schwierigsten sein, obwohl das verlangte Niveau wirklich nur die Grundlagen umfasst. Mir gefällt besonders der Rat, neben Probeprüfungen auch echte Funkverbindungen anzuhören, zum Beispiel über Web-SDRs. Das gewöhnt einen gut daran, wie der Äther klingt. Wer über das eigene Rufzeichen nachdenkt, findet in diesem Beitrag einen guten Ausgangspunkt.
Quelle: Radio W Plecaku
Es ist etwa ein halbes Jahrhundert her, seit Single Sideband (SSB) die AM als bevorzugten Sprechmodus auf Kurzwelle verdrängt hat, vor allem weil SSB ungefähr die halbe Bandbreite benötigt. Jetzt gibt es einen digitalen Herausforderer, der denselben Trick wiederholen will, und ich finde das wirklich spannend.
Der Modus heißt RADE, kurz für Radio Autoencoder, und stammt aus dem FreeDV-Projekt. Laut Amateur Radio Digital Communications (ARDC), die die dahinterstehende Forschung finanziert hat, belegt RADE die halbe Bandbreite eines SSB-Signals und soll natürlicher klingen. Er kombiniert maschinelles Lernen mit klassischer digitaler Signalverarbeitung und kann bei Signal-Rausch-Verhältnissen von nur -2 dB arbeiten. Das Design zielt auf gute Nutzung des Spektrums, Sprachqualität und Energieeffizienz – alles Dinge, die auf einem vollen Band zählen.
Dass er mehr als eine Laborkuriosität ist, liegt daran, dass Hersteller beginnen, ihn einzubauen. ARDC zufolge ist der erste Schritt ein herunterladbares Modul für bestimmte FlexRadio-Modelle. Wer ein anderes Funkgerät nutzt, kann den Modus weiterhin über einen mit dem Gerät verbundenen Computer verwenden.
Bei großen Versprechen für neue Modi bin ich vorsichtig, und die Praxis wird entscheiden, ob er sich durchsetzt. Dennoch könnte ein Sprachmodus, der in die halbe SSB-Bandbreite passt, auf vollen Bändern und bei schwachen Signalverbindungen hilfreich sein. Weitere Details gibt es auf der FreeDV-Seite und der Website der ARDC, und ich werde verfolgen, wie sich das entwickelt.
Quelle: ARRL