Holzbearbeitung

Gesellenstück aus Eiche: Finn Hoppmann behält seinen Schreibtisch

Auf Merkur online habe ich ein schönes Gesellenstück entdeckt: Der 21-jährige Finn Hoppmann aus München hat seinen Schreibtisch aus Eiche abgeliefert. In der Brucker Sparkasse an der Hauptstraße werden die Arbeiten der angehenden Schreiner seit einigen Jahren einen Monat lang ausgestellt, und Hoppmann hat seines gerade dort angeliefert.

Sein Weg zum Handwerk war nicht geradlinig: Nach der Realschule leistete er ein Jahr Bundesfreiwilligendienst beim THW, besuchte die FOS, arbeitete ein Jahr in der IT-Branche und begann dann eine Zimmerer-Ausbildung. Schließlich wechselte er in die Schreinerlehre, was er nach eigener Aussage bis heute nicht bereut.

Ausgebildet wurde er bei der Lindinger Holztechnik GmbH in Germering. Dort baute er neben Arbeiten im Messebau auch massive Badmöbel aus Eiche. Auch beim Gesellenstück setzte er auf Eiche: Der Schreibtisch sollte zeitlos, aber handwerklich anspruchsvoll sein. Verkauft wird er nicht, er soll Hoppmann an die Lehrzeit erinnern.

Sein Betrieb hat ihn übernommen. Mit der Meisterschule will er sich noch Zeit lassen, erst möchte er rund fünf Jahre Berufserfahrung sammeln. Dem Handwerk will er treu bleiben, weil es einen sicheren Arbeitsplatz verspricht. Mir gefällt, dass er sein Gesellenstück behält, ein Möbel, das nicht für den Markt, sondern für die eigene Erinnerung gebaut wurde.

Quelle: Merkur

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