Speedrunning

Ein neuer Zeitsprung in der Switch-Portierung von Pokémon Feuerrot bringt das Speedrunning durcheinander

Die Portierung von Pokémon Feuerrot, die zum 30. Jubiläum der Serie erschienen ist, hat Speedrunnern ein neues Ziel gegeben, und ein Bericht von Kotaku schildert, wie eine Entdeckung ganz zufällig passierte. Der Schweizer Runner iamClemi war im Labor von Professor Eich und wollte ein Glumanda mit guten Werten bekommen, als er die L-Taste drückte, die auf der Switch größer ist als auf dem Game Boy Advance. Dadurch öffnete sich das Hilfemenü, und er bemerkte, dass der Soundeffekt fehlte, der normalerweise beim Aufheben eines Pokéballs ertönt.

In dem Moment sparte das keine Zeit, aber er forschte weiter. Das Öffnen des Hilfemenüs bricht viele Tonsignale im Spiel ab. Beim Aufnehmen von Gegenständen oder Heilen in Pokécentern steht die Spielfigur still und lautlos da, als würde sie den fehlenden Jingles Respekt zollen. Beim Fangen wilder Pokémon wird dagegen die übliche Pause für die Fanfare komplett übersprungen, und man landet direkt im Pokédex-Eintrag.

Der Runner Gunnermaniac nannte es mit Abstand die größte Zeitersparnis, die seit der Entdeckung der RNG-Manipulation vor fast zehn Jahren in einem Game-Boy-Pokémon-Spiel gefunden wurde. Der Trick spart 2,68 Sekunden pro gefangenem Pokémon. Das klingt wenig, summiert sich aber in Kategorien mit vielen Fängen. Gunnermaniac hält den Rekord im Elite 4 Round 2, einer Epilog-Herausforderung, bei der mindestens 60 verschiedene Pokémon gefangen werden müssen, und er räumte ein, dass der Fund seinen eigenen Rekord gefährdet.

Ich mag diese Geschichte, weil sie zeigt, wie eine neue Plattform längst festgelegte Bestenlisten wieder öffnen kann. Eine größere Schultertaste auf neuer Hardware, ein unerwartetes Menü, und plötzlich werden alte Routen wieder diskutiert.

Quelle: Kotaku

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