Analoge Filmkameras

Praktica VF212: ein Film-Kompaktkamera für 37 Euro zum Einstieg

Der Name Praktica taucht wieder auf einer ganz einfachen Analogkamera auf: der VF212, im Juli 2026 von Phototrend vorgestellt. Es ist eine komplett aus Kunststoff gefertigte Point-and-Shoot-Kompaktkamera, die wie eine Einwegkamera funktioniert, mit einem großen Unterschied: Ist der Film voll, kann man ihn wechseln.

Zu den Daten: Die Kamera misst 119 x 67 x 41 mm und wiegt 98 g. Sie nimmt 35-mm-Film mit 24 oder 36 Aufnahmen auf, hat ein Festbrennweitenobjektiv mit 31 mm und Blende f/9 bis f/11 sowie einen Tunnelsucher. Filmtransport und Rückspulen erfolgen manuell, der eingebaute Blitz läuft mit einer AAA-Batterie. Der angekündigte Preis liegt bei 37 Euro, erhältlich in Cremeweiß oder Grau, verkauft über Amazon.fr.

Amüsant finde ich die Geschichte, die der Name mitbringt. Praktica waren zunächst Kameras aus Dresden, ab 1949: Metallgehäuse-Spiegelreflexkameras mit M42-Bajonett, die Antwort der DDR auf die japanischen Kameras im Kalten Krieg. Das letzte deutsche Modell, die BX20s, erschien im Juni 2001. Seitdem wird die Marke lizenziert für Analog- und Digitalkameras aus China genutzt, und die VF212 ist die jüngste davon.

Der Artikel stellt sie als Einstieg in die Analogfotografie vor, besonders für junge Fotografen, und hebt das Retro-Design, das geringe Gewicht und die Schlichtheit hervor. Er weist außerdem darauf hin, dass die Konkurrenz gut etabliert ist, etwa mit der Simple-Use-Reihe von Lomography. Ich finde es gute Nachricht, dass es solche Optionen zu diesem Preis gibt. Um Film ohne großen Einsatz auszuprobieren, ist genau diese Art von Kamera das, was gefehlt hat.

Quelle: Phototrend

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