AEC C81: 70 originalverpackte Plattenspieler aus den 80ern kommen auf den Markt
Manche Geschichten aus der HiFi-Welt klingen zu schön, um wahr zu sein. Diese gehört dazu: In einem abgelegenen Lager standen 70 originalverpackte Kartons mit AEC C81 – hochwertigen Direktantriebs-Plattenspielern aus den frühen 1980er-Jahren. „New Old Stock“, wie die Profis sagen. Jetzt kommen sie nach und nach in den Handel.
Gefunden hat sie Claus Bücher, der in Taunusstein ein HiFi-Studio betreibt. Das Lager hatte einst sein 2022 verstorbener Freund Hermann Hoffmann angemietet, der über tausend AEC-Plattenspieler aus Japan nach Europa gebracht hatte. 1983 kostete ein C81 1.285 D-Mark – ausgerechnet in der Zeit, als die CD zum Heilsbringer wurde und Plattenspieler vielen plötzlich als veraltet galten.
Technisch ist das Laufwerk spannender, als die Optik vermuten lässt: Direktantrieb von der japanischen Kultmarke Micro Seiki, ein 1,5 Kilo schwerer Aluteller, beleuchtet von einer roten Lampe mit vier Stroboskop-Ringen (33⅓ und 45 U/min, jeweils für 50 und 60 Hz). Bei der Auffrischung half Hartmut Perner aus Wiesbaden, der lange bei Lenco gearbeitet hat: Zwei ausgetrocknete Elkos im Netzteil wurden getauscht, und statt des ursprünglich vorgesehenen Decca-Arms (die letzten 100 Stück sind verschwunden) sitzt jetzt ein Lenco L75 aus derselben Epoche drauf – samt „Korkenzieher“ für das Antiskating-Gewicht und dem Spitznamen „Bahnschranke“.
Im Hörtest mit einem Ortofon MC X10 klang der Oldie eher weich, weitgehend neutral, mit weiter Abbildung, viel Feindynamik und gutem Timing. Gegen einen modernen Clearaudio Concept Signature wirkte er softer, aber ohne Einbrüche. Kritikpunkt: recht anfällig für Trittschall. Preis: 1.450 Euro ohne System, 1.750 Euro mit justiertem Ortofon MC X10, dazu ein Jahr Garantie.
Mir gefällt vor allem der Gedanke dahinter: kein Retro-Nachbau, sondern echte Geräte von damals, behutsam fit gemacht – und es gibt nur diese 70. Wer einen live sehen will: Claus Bücher stellt auf der Finest Audio Show am 17. und 18. Oktober im darmstadtium in Darmstadt aus. Infos: https://www.cba-audio.de/
Quelle: LowBeats
Gefunden hat sie Claus Bücher, der in Taunusstein ein HiFi-Studio betreibt. Das Lager hatte einst sein 2022 verstorbener Freund Hermann Hoffmann angemietet, der über tausend AEC-Plattenspieler aus Japan nach Europa gebracht hatte. 1983 kostete ein C81 1.285 D-Mark – ausgerechnet in der Zeit, als die CD zum Heilsbringer wurde und Plattenspieler vielen plötzlich als veraltet galten.
Technisch ist das Laufwerk spannender, als die Optik vermuten lässt: Direktantrieb von der japanischen Kultmarke Micro Seiki, ein 1,5 Kilo schwerer Aluteller, beleuchtet von einer roten Lampe mit vier Stroboskop-Ringen (33⅓ und 45 U/min, jeweils für 50 und 60 Hz). Bei der Auffrischung half Hartmut Perner aus Wiesbaden, der lange bei Lenco gearbeitet hat: Zwei ausgetrocknete Elkos im Netzteil wurden getauscht, und statt des ursprünglich vorgesehenen Decca-Arms (die letzten 100 Stück sind verschwunden) sitzt jetzt ein Lenco L75 aus derselben Epoche drauf – samt „Korkenzieher“ für das Antiskating-Gewicht und dem Spitznamen „Bahnschranke“.
Im Hörtest mit einem Ortofon MC X10 klang der Oldie eher weich, weitgehend neutral, mit weiter Abbildung, viel Feindynamik und gutem Timing. Gegen einen modernen Clearaudio Concept Signature wirkte er softer, aber ohne Einbrüche. Kritikpunkt: recht anfällig für Trittschall. Preis: 1.450 Euro ohne System, 1.750 Euro mit justiertem Ortofon MC X10, dazu ein Jahr Garantie.
Mir gefällt vor allem der Gedanke dahinter: kein Retro-Nachbau, sondern echte Geräte von damals, behutsam fit gemacht – und es gibt nur diese 70. Wer einen live sehen will: Claus Bücher stellt auf der Finest Audio Show am 17. und 18. Oktober im darmstadtium in Darmstadt aus. Infos: https://www.cba-audio.de/
Quelle: LowBeats
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