Bouldern

Downgrades, die die Boulder- und Kletterszene geprägt haben

Ein Griffausbruch, neue Beta oder schlicht eine Meinungsverschiedenheit: Es gibt viele Gründe, warum ein Boulder oder eine Route abgewertet wird. Lacrux hat fünf Downgrades gesammelt, die besonderes Aufsehen erregten oder historisch wichtig waren. Die Auswahl ist subjektiv, und ich fand sie trotzdem sehr lesenswert.

Der aktuellste Fall ist The Megg in Squamish. Gabe Lawson legte im Januar 2023 die Erstbegehung vor, was Kanadas erste 8C+ gewesen wäre. Andy Lamb wiederholte den Boulder im Juni 2023 und hielt ihn für höchstens 8B+. Laut einer Recherche des Climbing Magazine vom September 2026 konnte Lawson für seine Begehungen keine Beweise vorlegen.

Ein anderes Beispiel: Katie Lamb wurde 2023 mit Box Therapy im Rocky Mountain National Park die erste Frau in 8C+. Kurz darauf wiederholten Brooke und ein weiteres Raboutou-Geschwister den Boulder und werteten auf 8C ab, wonach auch Dave Graham und Drew Ruana nachzogen. Katie Lamb holte sich die erste 8C+ Frauenbegehung später mit The Dark Side in Camp 4 im Yosemite Valley zurück.

Und dann ist da "Barefoot" Charles Albert, der notorisch ohne Schuhe klettert. Seine erste 9A, No Kpote Only in Fontainebleau, wurde nach der Erstbegehung 2018 gleich zweimal abgewertet, 2019 auf 8C+ und 2020 auf 8C.

Mir gefällt die Grundaussage: Bewertungen sind subjektiv, und Konsens braucht Zeit. Auch ein Downgrade kann eine großartige Leistung nicht kleiner machen.

Quelle: Lacrux

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