3D-Druck

Anycubic Photon P1 Max: Ein Großformat-Harzdrucker im Test

Desktop-Harzdrucker stoßen oft an ihre Grenzen, wenn man einen lebensgroßen Helm oder eine große Serie von Teilen drucken möchte. Der Anycubic Photon P1 Max soll genau das lösen, und der Test von 3DWork gehört zu den gründlichsten, die ich dazu gelesen habe.

Die wichtigsten Daten: ein Bauraum von 285,5 x 214 x 300 mm (18,3 Liter), fast dreimal so groß wie beim Standard-Photon P1, sowie ein 14-Zoll-12K-Schwarzweißdisplay mit 24,8 Mikrometer großen Pixeln. Auf der Z-Achse sitzen eine C7-Kugelumlaufspindel und Linearführungen. Dazu kommen eine 3,5 kg schwere Stahlbauplatte, eine Wave-Release-Folie und ein beheizter 1,9-Liter-Tank, der bis 40 Grad regelbar ist und Harze bis 8.000 cps verarbeitet.

Während der Testwochen gab es keine Druckfehler, die auf die Maschine selbst zurückzuführen waren. Die Haftung blieb auf der gesamten Platte gleichmäßig, feine Strukturen wie Falten oder Federn kamen gut heraus, und zwischen Mitte und Ecken waren keine Unterschiede bei der Aushärtung zu erkennen.

Auch die Nachteile sind deutlich. Die Stahlplatte ist schwer, und ihre ebene Oberfläche sammelt Harz an. Der Deckel lässt Gerüche ohne aktive Absaugung entweichen. Die Überwachungskamera hat nur 640x480 Pixel und wirkt orange. Große Wasch- und Aushärtestationen sind teuer, und bei einem Fehldruck geht mehr Harz verloren.

Unter dem Strich hält der P1 Max, was er verspricht, und passt zu Cosplayern, Requisitenbauern und Kleinserien. Wer vor allem Miniaturen druckt, wenig Platz hat oder zum ersten Mal mit Harz arbeitet, ist mit anderen Geräten oft besser beraten. Der Autor weist darauf hin, dass Anycubic ihm das Gerät zur Verfügung gestellt hat, dies aber ohne Einfluss auf den Inhalt war.

Quelle: 3DWork

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