Homelab & Selbsthosting

.lan könnte öffentlich werden: Was Router und lokale Netzwerke riskieren

Wer ein Heimnetzwerk oder ein kleines Homelab betreibt, kennt das Suffix .lan gut: Es taucht in Router-Oberflächen, internen DNS-Servern und den Adressen auf, mit denen man Geräte ohne registrierte Domain erreicht. IlSoftware.it berichtet, dass ein bei der ICANN eingereichter Antrag daraus eine weltweit erreichbare Internetdomain machen könnte.

Der Antrag für die Top-Level-Domain .lan wurde von Coffee Danger, einem US-Unternehmen, gestellt und befindet sich noch in der Pre-Evaluation Processing. Das bedeutet, dass die Domain nicht genehmigt ist und noch nicht zur Registrierung öffentlicher Adressen genutzt werden kann. Der Antrag gehört zur neuen Runde der Vergabe generischer Top-Level-Domains, die die ICANN 2026 gestartet hat und an der sich Hunderte Unternehmen beteiligen. Zu den Antragstellern gehören Google mit .browser, OpenAI mit .openai und .chatgpt, Meta mit .facebook und der italienische Anbieter Aruba mit Domains wie .pec, .vps, .lab, .roma und .ciao. Alle Anträge unterliegen weiterhin einer Prüfung.

Heikel ist, dass .lan nicht irgendein Name ist. Viele Techniker verwenden ihn seit Langem, etwa nas.lan, router.lan oder camera.lan. Gelangt ein als intern gedachter Name in das öffentliche DNS, drohen Fehlfunktionen, DNS-Anfragen, die das Netzwerk verlassen, und Verbindungen, die bei anderen Zielen landen als beabsichtigt.

Als Liebhaber von Heimnetzen finde ich die Nachricht eine gute Erinnerung: Für interne Namen sollte man Suffixe verwenden, die dafür vorgesehen sind, und sich nicht auf faktische Konventionen verlassen. Eine Entscheidung gibt es noch nicht, aber die Entwicklung lohnt sich zu beobachten.

Quelle: IlSoftware.it

Kommentare 0

Schreib den ersten Kommentar, in jeder Sprache.

Zum Kommentieren anmelden