Audio-Selbstbau

Ein defekter Pioneer-Verstärker wird als CD-Jukebox wiederbelebt

Hackaday berichtet über eine schöne Geschichte aus Reparatur und Umbau. Ein Bastler namens Boz bekam einen defekten Pioneer-Surround-Receiver. Er stand einige Jahre im Regal, bis er die Idee hatte, daraus eine Jukebox für seine gerippten CDs zu bauen und den Receiver mit einer neuen Hauptplatine wiederzubeleben.

Moderne Heimkino-Verstärker sind voller digitaler Funktionen, und wenn diese ausfallen, sind sie oft proprietär und schwer zu reparieren. Dieses Gerät erwies sich jedoch als überraschend modular. Die Frontplatte mit VFD-Anzeige und Treiber funktionierte noch, ebenso der Class-AB-Verstärker und sein Netzteil. Mit dem Servicehandbuch war das Reverse Engineering unkompliziert, also entfernte er die Hauptplatine und ersetzte sie.

Er übernahm die originalen Steckverbinder und einige andere Teile und entwarf eine Platine mit einem Raspberry Pi Pico und einem DAC. Mit MMBASIC-Firmware wirkt das Ergebnis, als wäre es von Anfang an so gebaut worden. Auch das Innenleben der Platine trägt dazu bei, abgesehen von ein paar Notlösungen.

Hackaday merkt an, dass dieses Projekt in Sachen Qualität besonders ist und dass solche Wiederbelebungen meist bei Spielekonsolen zu sehen sind.

Ich finde gut, dass die noch funktionierende analoge Endstufe erhalten blieb und nur der defekte digitale Teil ersetzt wurde. Das ist eine praktische Idee für alle, die einen alten Receiver mit guten Verstärkerkomponenten im Schrank haben, dessen „Gehirn“ aber kaputt ist.

Quelle: Hackaday

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