Kassetten & Vintage-Audio

Discogs bringt eigenen Kassettenspieler auf den Markt: Feiern Kassetten ein Comeback an der Spitze?

Ein Artikel im Correio Braziliense hat mich zum Nachdenken gebracht. Discogs, bekannt als digitaler Katalog für Schallplatten, will mit einem tragbaren Kassettenspieler unter eigenem Namen nun auch beim physischen Musikkonsum mitmischen. Die Nachricht stammt ursprünglich von Music Ally und wurde von der Seite Moneyhits aufgegriffen.

Der Text argumentiert, dass die Wiederkehr der Kassette mehr als nur Nostalgie ist. Es wäre eine Prestige-Strategie für ein Publikum, das der Flüchtigkeit des Digitalen überdrüssig ist, vor allem die Generation Z, die das Gefühl des Besitzens und das Hören eines ganzen Albums ohne Überspringen von Titeln schätzen würde. Der Autor meint, Discogs kenne die Wünsche der Sammler und könnte deshalb nicht mehr nur ein Katalog von Daten und Preisen sein, sondern das Konsumerlebnis selbst anbieten.

Außerdem seien Kassetten in der Herstellung günstiger als Vinyl und bieten attraktive Margen. Unabhängige Labels sowie Warner Records und Sony Music könnten limitierte Auflagen veröffentlichen, die schnell vergriffen sind und einen Wiederverkaufsmarkt befeuern. London und São Paulo werden als Beispiele für unabhängige Szenen genannt.

Um fair zu sein: Der Text ist eher Analyse und Meinung als datengestützte Reportage. Es gibt keinen Gerätepreis, keine Verkaufszahlen und keine Wachstumsraten, deshalb bleibt die Behauptung, alles sei in Minuten ausverkauft, unbelegt. Trotzdem finde ich es relevant, dass eine Sammlerplattform in die Herstellung des Geräts einsteigt, denn gute Abspielgeräte zu finden war schon immer einer der Engpässe dieses Formats.

Wenn ihr Kassetten sammelt oder Decks restauriert, schreibt es hier: Was fehlt der Kassette heute noch, um aus der Nische herauszukommen?

Quelle: Correio Braziliense

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